Im Winter liegen sie plötzlich in vielen Gärten: grellgelbe Tennisbälle. Kein Zufall, kein Vergessen nach dem Sommer – sondern ein einfacher Trick, der Tieren helfen kann. Wer einen Teich im Garten hat, sollte ihn kennen.
Sobald Frost und Kälte kommen, wird Wasser zur Gefahr. Teiche und Vogeltränken frieren zu. Für freilebende Tiere wie Vögel, Igel oder Eichhörnchen kann das schnell kritisch werden, wie myHOMEBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer) bereits berichtete. Sie finden nichts mehr zu trinken und nichts zum Putzen.
Tennisball schützt Tiere im Winter
Genau hier kommt der Tennisball ins Spiel. Die Tierschutzorganisation Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals (RSPCA) aus Großbritannien rät dazu, in stehende Gewässer im Garten einen Tennisball zu legen. Ein alter reicht völlig aus – niemand muss extra einen neuen kaufen.
Der Effekt ist simpel, aber wirkungsvoll. Der Tennisball bewegt sich leicht auf der Wasseroberfläche. Dadurch gefriert das Wasser an dieser Stelle nicht vollständig. Es bleibt ein kleines eisfreies Loch.
–>
Eisfreie Stelle im Teich ist entscheidend
Für Tiere bedeutet das, dass sie auch bei Frost noch an Wasser kommen. Vögel können trinken und sich säubern. Andere Gartenbewohner profitieren ebenfalls von der offenen Stelle im Eis.
Doch nicht nur Tiere über der Wasseroberfläche sind betroffen. Auch Fische im Teich brauchen im Winter Sauerstoff. Gibt es ausreichend Algenwuchs, wird genug Sauerstoff produziert und die Fische können im Teich überwintern.
Wachsen jedoch nur wenige Pflanzen im Wasser, wird es problematisch. Dann ist ein sogenanntes „Luftloch“ an der Oberfläche wichtig. So kann Sauerstoff ins Wasser gelangen und die Fische bleiben versorgt.

