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Stroud (England) – Einer der berühmtesten zeitgenössischen Künstler der Welt sorgt mit einer Herzlos-Maßnahme für Aufsehen: Kurz vor dem Fest der Nächstenliebe soll Damien Hirst (60) einen Großteil seiner Angestellten entlassen haben.
Demnach habe Hirst in seinem Studio im englischen Stroud (Grafschaft Gloucestershire) zwei Tage vor Weihnachten rund die Hälfte seines Teams vor die Tür gesetzt, berichtet die Tageszeitung „The Sun“. Für viele Mitarbeiter sei die Kündigung dem Bericht zufolge völlig überraschend gekommen.
Der Hai in einem Glastank voller Formaldehyd machte Hirst weltberühmt
Mit seinen Kadavern in Formaldehyd erntete Hirst auch Kritik von Tierschützern
Gegenüber „The Sun“ schilderte einer der entlassenen Mitarbeiter die Szenen als „grauenhaft“. Zunächst habe niemand geahnt, was bevorstand. Die Angestellten seien einzeln in Gespräche gerufen worden, während die Kollegen hilflos dabeistanden. „Danach kamen sie weinend wieder heraus“, so der Insider. Wer aufgerufen wurde, dem war rasch klar: Jetzt trifft es mich. Eine offizielle Stellungnahme von Hirst oder seinem Management liegt bislang nicht vor.
Hirst hat sich bislang nicht zu den angeblichen Entlassungen geäußert
Es wäre nicht das erste Mal, dass Hirst Mitarbeiter entlässt. Während der Corona-Pandemie trennte sich der Künstler bereits von mehr als 60 Angestellten, damals mit Verweis auf wirtschaftliche Zwänge. Hirst selbst gilt als einer der kommerziell erfolgreichsten lebenden Künstler, sein Vermögen wird auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt. Damien Hirsts Aufstieg begann Anfang der 1990er-Jahre, als er mit radikaler Schock-Kunst die britische Szene aufrüttelte. Berühmt wurde er mit dem Hai in Formaldehyd, es folgten in Formaldehyd konservierte Kühe und Schafe, die farbigen Punktbilder, die Schmetterlingswerke und schließlich der legendäre Diamanten-Totenkopf. Spätestens damit wurde Hirst zum Weltstar der zeitgenössischen Kunst und kommerziell extrem erfolgreich.
Was genau hinter den angeblichen Entlassungen steckt, bleibt bislang unklar. Fest steht: Der Zeitpunkt kurz vor Weihnachten sorgt für maximalen Zündstoff.

