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Leverkusen ist noch im Weihnachtsurlaub und hat den schlechtesten Start in ein neues Jahr seit 2004 mit zwei Pleiten hingelegt. Das 0:1 gegen Hoffenheim war bereits die sechste Saison-Niederlage in der Liga, fünf davon gegen direkte Konkurrenten um die Champions League. Bedeutet: Die Königsklasse ist in großer Gefahr.
„Wir haben Feuer und haben sehr viel vor, mit sehr viel Energie“, hatte Trainer Kasper Hjulmand (53) vor dem Spiel versprochen. Er wollte eine Reaktion aufs 1:4-Debakel gegen Stuttgart. Doch dann ließen die Bayer-Stars, deren Qualität für die Top 4 ausreichen muss, Hjulmand hängen. Alles wirkte behäbig und ideenlos. 2:8 Torschüsse gegen die TSG sind eine erschreckende Bilanz.
BILD fragte den dänischen Coach nach dem erneut enttäuschenden Auftritt: Wo war das Feuer, Herr Hjulmand? Der Däne nahm sein Team teilweise in Schutz: „Ohne Zweifel hatten die Spieler Feuer und den Willen, das Spiel zu gewinnen. Aber wir haben in den ersten 10, 15 Minuten nicht die richtigen Lösungen gefunden. Es ist nicht nur Feuer, insgesamt haben wir wieder unter unserem Level gespielt.“
Malik Tillman (l./23) konnte im Leverkusener Spiel in Hoffenheim erneut keine Akzente setzen
Hoffenheim lief 7 Kilometer mehr
Dass es im Jahr des XXL-Umbruchs immer mal wieder Rückschläge geben würde, war zu erwarten. „Ich habe es immer gesagt, vielleicht hat man mir nicht geglaubt, dass wir in manchen Sachen noch nicht stabil sein können“, sagt Sport-Boss Simon Rolfes (43), „wir müssen aus solchen Spielen lernen. Die Mannschaft kann es definitiv besser.“
Dennoch weisen die vergangenen Wochen ein gefährliches Muster auf: Leverkusen hat vier der letzten sechs Bundesliga-Partien verloren – und immer lief der Gegner mehr. Beim 0:2 in Augsburg, 1:2 gegen den BVB und 1:4 gegen Stuttgart waren es fast identisch 4,5 Kilometer. In Hoffenheim lief die Werkself sehr viel: 122,35 Kilometer – aber die TSG kam auf überragende 129,51 Kilometer.
Gerade das sollte fürs Spiel in der Champions League in Piräus (Dienstag, 21 Uhr) eine Warnung sein. Denn bei den Griechen wird es vor allem über Kampf, Intensität und Leidenschaft gehen. Bayer benötigt „Feuer“ dringender denn je …

