Hauptdarstellerin aus »Matilda«
Mara Wilson sieht Kinderstars durch KI bedroht
»Es war ein wahrgewordener Albtraum«: Als sie minderjährig war, nutzten Fremde Fotos von Mara Wilson für Missbrauchsdarstellungen. Das KI-Zeitalter, klagt sie, verschlimmert das Problem.
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Mara Wilson im Jahr 2019
Foto: Jerod Harris / Getty Images
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Schauspielerin Mara Wilson, 38, warnt vor den Risiken künstlicher Intelligenz (KI). Sie könne jungen Darstellern und Darstellerinnen gefährlich werden, schreibt sie in einem Gastbeitrag
für den »Guardian«. »Es ist jetzt unendlich viel einfacher, jedes beliebige Kind, dessen Gesicht im Internet veröffentlicht wurde, sexuell auszubeuten«, so Wilson. Millionen von Kindern könnten so »denselben Albtraum durchleben« wie sie selbst.
Wilson wurde als Kinderdarstellerin bekannt, unter anderem spielte sie die Hauptrolle im Film »Matilda«. An Filmsets habe sie sich immer sicher gefühlt. Doch online lauerten Gefahren: Noch bevor sie an die Highschool kam, hätten Unbekannte ihr Bild für Abbildungen sexuellen Missbrauchs von Kindern genutzt. Täter suchten nach Zugängen, schreibt Wilson, »und nichts machte mich zugänglicher als das Internet«.
Wo Betroffene Hilfe finden
Opfer von sexuellem Missbrauch finden Unterstützung sowie eine Übersicht über Beratungsstellen in der eigenen Region unter www.hilfeportal-missbrauch.de
.
Menschen mit sexuellem Interesse an Kindern können sich an www.kein-taeter-werden.de wenden.
Später habe sie sich gefragt, ob anderen dasselbe passierte: jungen Schauspielern, TikTokerinnen oder Kindern aus Influencer-Familien. »Als generative KI vor ein paar Jahren größer wurde, fürchtete ich das Schlimmste«, schreibt Wilson. Inzwischen gebe es etwa Berichte darüber, dass Elon Musks KI Grok Nacktbilder einer minderjährigen Schauspielerin erstellt habe. »Es ist passiert – oder zumindest hat die Welt mitbekommen, dass es passiert.«
KI habe die »Stranger Danger« wieder aufleben lassen; die Bedrohung durch Fremde, vor denen sie selbst als Kind gewarnt wurde. Für Wilson habe es damals keinen Unterschied gemacht, dass sie »nicht wirklich« auf den sexuellen Bildern zu sehen war. »Es war eine schmerzhafte Gewalterfahrung, ein wahrgewordener Albtraum.«
KI-Chatbot: Nutzer missbrauchen Grok für sexualisierte Bilder von Frauen und Kindern
Von Pascal Mühle und Kim Staudt
KI Grok auf X: Elon Musks App für sexuelle Belästigung
Eine Kolumne von Samira El Ouassil
Deepfakes auf X: »Als würde man jemandem eine Waffe in die Hand drücken«
Ein Interview von Pascal Mühle
Die Schauspielerin sieht Unternehmen und Politiker in der Pflicht. Wer erlaubt, dass Darstellungen sexueller Gewalt an Kindern erstellt und verbreitet werden, müsse zur Rechenschaft gezogen werden. Es brauche Gesetze, die KI-Inhalte regulieren, kennzeichnen und Missbrauch bestrafen.
Aber auch Eltern sollten sich selbst hinterfragen, schreibt Wilson: Niemand wolle daran denken, dass Fotos des eigenen Kindes auf diese Weise verwendet werden. »Doch das Risiko ist da.«Wie Nutzer die KI Grok für sexualisierte Bilder von Frauen und Kindern missbrauchen, lesen Sie hier.
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