Categorie: Nieuws

  • Mit Rekordmann Liam Kirk (26, traf in 10 Spielen in Folge) und

    Mit Rekordmann Liam Kirk (26, traf in 10 Spielen in Folge) und

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    Mit Rekordmann Liam Kirk (26, traf in 10 Spielen in Folge) und Ty Ronning (28) haben die Eisbären zwei überragende Stürmer in ihren Reihen. Gemeinsam mit Leo Pföderl (32) bilden die beiden Profis eine der besten Angriffsreihen der gesamten Penny DEL.

    Nach der überwundenen Knieverletzung von Ronning vor drei Spieltagen stellte Trainer Serge Aubin (50) diese Sturmformation neu zusammen. Dafür rückte der flinke und technisch hervorragend ausgebildete Olympia-Fahrer Frederik Tiffels (30) in eine Reihe neben Marcel Noebels (33) und Blaine Byron (30).

    Ronning verteilt den Puck gut

    Besonders im Powerplay macht sich das Mitwirken von Ronning stark bemerkbar. Beim 5:3 in Schwenningen gab der Kanadier im Überzahlspiel die Vorlage zum zwischenzeitlichen 3:0 durch Leo Pföderl. Jetzt spielen die Eisbären wieder mit mehr Power im Powerplay. Ronning verteilt den Puck sehr klug und ist mit seiner Schnelligkeit und technischer Stärke gerade im Überzahlspiel von großem Wert. Bescheiden betont der Stürmer allerdings immer wieder: „Für uns steht das Team im Vordergrund.“ Doch mithilfe von Ty Ronning und seinen Nebenleute sollten die Eisbären den drittletzten Platz in der Powerplay-Statistik der Liga (18,26 Prozent Erfolgsquote) bald verlassen. Nur Augsburg und Nürnberg sind im Moment noch schwächer.

    [–>Am Sonntag (14 Uhr, MagentaSport) gastieren die Eisbären in Wolfsburg. Man darf gespannt sein, ob die Überzahl-Quote weiter verbessert wird. Dank eines wieder gesunden Ty Ronning.

    Guter Fan-Rutsch!: Stadion-Anreise wird zur Schlitterpartie

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  • Wahnsinn über 110-Meter-Schlucht: Ski-Stars riskieren ihr Leben bei Alpenkamm-FahrtMehr zum Video anzeigen

    Wahnsinn über 110-Meter-Schlucht: Ski-Stars riskieren ihr Leben bei Alpenkamm-FahrtMehr zum Video anzeigen

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    Wahnsinn über 110-Meter-Schlucht: Ski-Stars riskieren ihr Leben bei Alpenkamm-Fahrt

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    Wakeboard-Profi und Snowboard-Enthusiast Felix Georgii sowie Freeride-Weltmeister 2024 Max Hitzig auf waghalsiger Alpen-Mission.

    Quelle: BILD/AP

  • Das sind spannende Details!Bei den Bayern läuft in dieser Saison alles rund,

    Das sind spannende Details!Bei den Bayern läuft in dieser Saison alles rund,

    Das sind spannende Details!

    Bei den Bayern läuft in dieser Saison alles rund, durch das 3:1 bei Köln am Mittwoch ist die beste Hinrunde der Bundesliga-Geschichte perfekt. Doch hinter den Kulissen gibt es Aufregung um einen Bayern-Star – der zum Rapport musste!

    Um wen es geht und was vorgefallen ist, lesen Sie jetzt nur mit BILDplus.

  • Es schien dort zu enden, wo alles begann: Drei Jahre nach ihrem

    Es schien dort zu enden, wo alles begann: Drei Jahre nach ihrem

    Es schien dort zu enden, wo alles begann: Drei Jahre nach ihrem Kennenlernen trennten sich Vanessa Nwattu (26) und Aleks Petrović (34) bei „Temptation Island VIP“. Beim großen Wiedersehen sprach Vanessa gar von „emotionalem Missbrauch“.

    Und trotzdem gehen sie wieder gemeinsam in eine Reality-Show, erfährt BILD!

    Lesen Sie mit BILDplus, an welchee Sendung das Ex-Paar teilnimmt, welche Vorwürfe Vanessa gegenüber Aleks erhebt und was bereits vor dem Show-Experiment passiert sein soll.

  • Frankfurt/Main – Reality-Star Hubert Fella (58) startet nicht allein ins größte Abenteuer

    Frankfurt/Main – Reality-Star Hubert Fella (58) startet nicht allein ins größte Abenteuer

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    Frankfurt/Main – Reality-Star Hubert Fella (58) startet nicht allein ins größte Abenteuer seines Lebens. Eigentlich müsste sein Ehemann Matthias Mangiapane (42) mit am Flughafen stehen. Doch der kann ihn nicht zum RTL-Dschungelcamp nach Australien begleiten. Er dreht aktuell eine Show in Thailand.

    Stattdessen ist Patrick Mast an Huberts Seite. Ein Freund. Ein Vertrauter. Und ein Mensch, der besonders durch sein auffälliges Gesicht ins Auge sticht.

    Hubert Fella (r.) mit gepackten Koffern und seiner Dschungelcamp-Begleitung Patrick Mast (31)

    Hubert Fella (r.) mit gepackten Koffern und seiner Dschungelcamp-Begleitung Patrick Mast (31)

    Wer ist diese schrille Begleitung?

    Patrick Mast ist 31, Geschäftsführer eines Pflegedienstes, verheiratet – und ein Mann, der gelernt hat, mit schrägen Blicken zu leben. Über 100 Schönheitseingriffe schufen ein Gesicht, das polarisiert.

    Wo Patrick Mast auftaucht, fällt er auf, zieht die Blicke auf sich

    Wo Patrick Mast auftaucht, fällt er auf, zieht die Blicke auf sich

    Patrick weiß, dass er auffällt. Er zu BILD: „Viele sagen, ich mache das für Aufmerksamkeit. Das stimmt nicht. 90 Prozent der Aufmerksamkeit sind negativ, das würde sich niemand freiwillig antun.“ Seit seinem 18. Lebensjahr ließ Patrick über 100 ästhetische Eingriffe vornehmen. Aus einem inneren Bedürfnis heraus: „Ich wollte mein Gesicht so formen, dass ich mich selbst darin wiedererkenne.“

    Los gehts: Die ersten Dschungelstars heben ab

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    Das Facelift, das alles veränderte

    Besonders offen spricht Patrick über den wohl heftigsten Eingriff seines Lebens: ein Facelift in Serbien: „Ich lag fünf Stunden wach, nur lokal betäubt. Ich habe alles mitbekommen. Die Schmerzen, die Geräusche, die Angst.“ Heute sagt er: „Ich würde es wieder machen. Aber nie wieder ohne Vollnarkose.“ In Australien will Patrick nicht an sich herumschnippeln lassen, dort kümmert er sich um Huberts Social-Media-Kanäle.

    [–>Kurz vor dem Abflug ins Dschungelcamp stellt Hubert Fella klar, um Gerüchten vorzugreifen: „Wir sind nur Freunde. Ich stehe da nicht drauf.“ Er zeigt mit dem Finger auf Patrick, der lacht. Die beiden verbindet ein besonderer Humor. Es ist keine Romanze, sondern echte Nähe, auf freundschaftlicher Basis.

    Patrick Mast knipst fix noch ein Erinnerungsfoto von Hubert Fella, denn jetzt wird’s ernst. Es geht ab ins Dschungelcamp

    Patrick Mast knipst fix noch ein Erinnerungsfoto von Hubert Fella, denn jetzt wird’s ernst. Es geht ab ins Dschungelcamp

    Übrigens: Matthias Mangiapane nennt Huberts Kumpel Patrick liebevoll „Fahrradsattelgesicht“. Er zitiert damit aus Kommentaren, die in den sozialen Netzwerken verbreitet werden.

    Hubert Fella mit Ehemann Matthias Mangiapane (42, l.). Seit 2018 sind die beiden Männer verheiratet. Nach Australien konnte Matthias seinen Liebsten nicht begleiten, da er gerade selbst in Thailand dreht

    Hubert Fella mit Ehemann Matthias Mangiapane (42, l.). Seit 2018 sind sie verheiratet. Nach Australien konnte Matthias seinen Liebsten nicht begleiten, da er gerade selbst in Thailand dreht

    Dschungelcamp: Hubert Fella mit Heimlich-Tricks ins Camp

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  • TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenWiesbaden – Gute Nachrichten für alle Verbraucher: Die Inflation in

    TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenWiesbaden – Gute Nachrichten für alle Verbraucher: Die Inflation in

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    Wiesbaden – Gute Nachrichten für alle Verbraucher: Die Inflation in Deutschland ist im Dezember auf 1,8 Prozent gesunken und damit so niedrig wie seit September 2024 nicht mehr. Günstigere Energie und sinkende Preise bei Nahrungsmitteln sorgten für die Entspannung. Damit rutschte die Inflationsrate unter die psychologisch wichtige Marke von zwei Prozent.

    Im September 2024 war die Teuerung mit 1,6 Prozent noch niedriger gewesen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Monatsvergleich stagnierten die Preise von November auf Dezember. Aufs ganze Jahr 2025 gesehen lag die Inflation genauso hoch wie im Vorjahr, nämlich bei 2,2 Prozent.

    Sprit und Strom deutlich günstiger

    Besonders erfreulich: Sprit, Strom und Gas wurden im Dezember um 1,3 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Im Jahresdurchschnitt 2025 sanken die Energiepreise sogar um 2,4 Prozent gegenüber 2024. Auch bei Lebensmitteln entspannte sich die Lage, sie lagen nur noch 0,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Butter und Olivenöl wurden billiger.

    Allerdings ist nicht alles günstiger geworden: Viele Nahrungsmittel kosten deutlich mehr als noch vor einigen Jahren. Rindfleisch verteuerte sich um 14,1 Prozent, Geflügel um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Und Dienstleistungen wie Personenbeförderung, soziale Dienste oder Versicherungen legten überdurchschnittlich um 3,5 Prozent zu.

    Experten erwarten weiter Preisdruck

    Experten gehen davon aus, dass die Inflationsrate 2026 über zwei Prozent liegen wird. Das Ifo-Institut prognostiziert für 2026 eine Rate von 2,2 Prozent, für 2027 dann 2,3 Prozent. Einen Preisschock wie 2022 und 2023 nach Kriegsbeginn in der Ukraine befürchten sie aber nicht. Damals waren Energie und Lebensmittel sprunghaft teurer geworden.

    Die Kerninflation, also die Teuerung ohne schwankungsanfällige Energie- und Lebensmittelpreise, sank im Dezember auf 2,4 Prozent, bleibt damit aber leicht erhöht. Das teurere Deutschlandticket und der höhere Mindestlohn bremsen eine stärkere Entspannung vor allem bei Dienstleistungen. Ohne die gesunkenen Energiepreise hätte die Jahresinflation 2025 sogar bei 2,6 Prozent gelegen.

  • Das Taschentuch: Schöner Stoff

    Das Taschentuch: Schöner Stoff

    1. Das Prestigeobjekt

    Auch wenn die ersten schriftlich festgehaltenen Ermahnungen, man möge bitte nicht in die Tischdecke oder in den Ärmel rotzen, auf Erasmus von Rotterdam und damit bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen, hat es seine Zeit gebraucht, bis die ersten Nasen mit dem Taschentuch in Kontakt kamen. Bis ins 18. Jahrhundert war es an den europäischen Höfen üblich, zwischen Daumen und Zeigefinger in die Luft zu schnäuzen. Das Taschentuch, aus feinster Seide, mit Gold- und Silberfäden durchzogen oder aus hauchdünnem, in Spitze verwebtem Batist wurde stattdessen grazil als Zier- und Statusobjekt in der Hand gehalten. Keine Dame und kein Mann von Welt wollte sich ohne das feine Wohlstandsattribut porträtieren lassen.

    Diego Velázquez malte um 1651 bis 1661 Königin Maria Anna Tochter d. Ferdinand III. von Habsburg.
    Diego Velázquez malte um 1651 bis 1661 Königin Maria Anna Tochter d. Ferdinand III. von Habsburg. (Foto: Kunsthistorisches Museum Österreich)

    Die Tücher galten als so kostbar, dass sie Teil einer Mitgift waren und in Testamenten vererbt wurden. Die heutige, quadratische Form des Taschentuchs geht der Legende nach auf Marie Antoinette zurück. Die Königin Frankreichs soll unter dem Chaos aus runden und rechteckigen Taschentüchern schlicht die quadratischen bevorzugt und ihren Gemahl, König Ludwig XVI., davon überzeugt haben, diese Form 1785 gesetzlich vorzuschreiben. Eine alternative, anekdotische Deutung besagt, dass der Erlass weniger aus Liebe zur Königin entstand als aus königlicher Eitelkeit: Ludwig XVI. wollte dem Wettstreit der Aristokraten um immer größer werdende Taschentücher ein Ende bereiten. Keiner durfte im Königreich ein größeres Taschentuch als der König selbst haben.

    2. Das Liebespfand

    Chromolithografierte Werbung für Royal-Sunbeam-Fahrräder, 1897
    Chromolithografierte Werbung für Royal-Sunbeam-Fahrräder, 1897 (Foto: Alamy Stock Photos / Amoret Tanner/mauritius images)

    Wer sein Taschentuch weitergeben will, sollte sich das gut überlegen – lehrte William Shakespeare schon in seinem Stück „Othello“. Die gesamte Tragödie dreht sich um dieses eine Taschentuch, das gestohlen oder missverstanden, sich vom Liebespfand in einen Verrat verwandelt. Wer im viktorianischen England (Liebes-)Geständnisse über ein Taschentuch machen wollte, schaute besser im „The Handkerchief Telegraph“ nach. Dort waren die gängigsten Botschaften, die man mithilfe eines Taschentuchs zeigen konnte, aufgelistet. Zum Beispiel die Warnung, dass man seine Turteleien besser an einem anderen Ort fortsetzen sollte, weil man – Achtung – beobachtet wurde! Dafür genügte es, sich einmal das Taschentuch über die Stirn zu streifen. Offenes Flirten war im England des 19. Jahrhunderts nämlich noch tabu. Ein in der rechten Hand gewundenes Taschentuch verriet: „Ich liebe einen anderen.“ Die Botschaft, nach der sich wohl aber die meisten Menschen damals wie heute verzehrten, war ein schlichtes „Ich liebe dich“, ein sanft über die Wange gestrichenes Taschentuch.

    In einem Sammelband aus dem Deutschen Reich zur Briefmarkensprache der Liebenden wurden ergänzend auch die Codes des Taschentuchs aufgeschlüsselt:

    Auch im Deutschland der 1920er-Jahre beschäftigte man sich mit den vielen Formen der Liebessprache. Im Sammelband „Neue Briefmarkensprache“ wurden unter anderem die Codes des Taschentuchs thematisiert.
    Auch im Deutschland der 1920er-Jahre beschäftigte man sich mit den vielen Formen der Liebessprache. Im Sammelband „Neue Briefmarkensprache“ wurden unter anderem die Codes des Taschentuchs thematisiert. (Foto: Museum für Kommunikation Berlin)
    Wer suggestiv das Taschentuch über seine Schulter flattern ließ, erklärte: „Ich möchte mit Ihnen sprechen“ - das erklärt der Sammelband „Neue Briefmarkensprache. Ein Verständigungsmittel für Liebende“ aus dem Enßlin & Laiblin Verlag.
    Wer suggestiv das Taschentuch über seine Schulter flattern ließ, erklärte: „Ich möchte mit Ihnen sprechen“ – das erklärt der Sammelband „Neue Briefmarkensprache. Ein Verständigungsmittel für Liebende“ aus dem Enßlin & Laiblin Verlag. (Foto: Museum für Kommunikation Berlin)

    3. Die Requisite

    In den entscheidenden Momenten ihres Lebens hatte Scarlett O’Hara nie ein Taschentuch dabei, dafür aber ihr Verehrer, Rhett Butler.
    In den entscheidenden Momenten ihres Lebens hatte Scarlett O’Hara nie ein Taschentuch dabei, dafür aber ihr Verehrer, Rhett Butler. (Foto: imago stock&people/imago/United Archives)

    Für Ben Whittaker aus dem Film „Man lernt nie aus“ ist es klar: Ohne ein Taschentuch wird kein Mann zum Gentleman. „Der beste Grund, eines bei sich zu tragen, ist, um es zu verleihen. Frauen weinen, Davis. Wir tragen es für sie“, sagt Whittaker, gespielt von Robert De Niro. Vorgemacht hat ihm die rettende Geste auf ikonische Weise schon Clark Gable als Rhett Butler in „Vom Winde verweht“, als er Scarlett O’Hara auf der Leinwand Rotz und Tränen aus dem Gesicht wegtupfte: „Hier, nimm ein Taschentuch. In den entscheidenden Stunden deines Lebens warst du immer ohne Taschentuch.“ Und wenn man schon über das Taschentuch spricht, sollte seine Verwandlung in ein Einstecktuch, ohne welches Fred Astaires Outfit in „Top Hat“ niemals komplett gewesen wäre, auch noch Erwähnung finden. Symbolischer geht es in der Verfilmung von „Stolz und Vorurteil“ zu, wenn Elizabeth Bennets von überschäumender Lebenslust getriebene Schwester ihr feines, schneeweißes Taschentuch einer Schar Soldaten zuwirft. Es landet aber auf dem ausgestampften Boden. Ein böses Omen. Wenig später brennt das Mädchen auch schon mit einem der Soldaten durch.

    4. Die Erinnerung

    Viele Taschentücher sind nicht nur schön, sondern wertvolle Erinnerungsstücke.
    Viele Taschentücher sind nicht nur schön, sondern wertvolle Erinnerungsstücke. (Foto: Alamy Stock Photos / MET/BOT/mauritius images)

    Vermutlich wird in vielen Haushalten diese eine gut versteckte, eingestaubte Schachtel zu finden sein, in der teils vergilbte und fragile, aber sorgfältig gebügelte Schnupftücher der eigenen Eltern, Großeltern oder sogar noch Urgroßeltern unangetastet lagern. Und, ach wie schrecklich ist die Vorstellung, diesen Inhalt ausleeren oder weggeben zu müssen. Schließlich haftet den Tüchern nicht nur ein Rest Nasensekret, sondern auch sentimentale Erinnerung an! Hier ein Taschentuch, das mal zur Taufe verschenkt wurde. Da sogar eins mit Erinnerungsknoten! Und dort, das Taschentuch, an dem noch das Parfüm der eigenen Mutter haftet. Sigmund Freud bezeichnete das Taschentuch als Symbol für sämtliche „Urbedürfnisse“ des Menschen. Einerseits erfüllt es das Offensichtliche. Andererseits stillt es tieferliegende Bedürfnisse des Unterbewusstseins: den Wunsch nach Aufmerksamkeit, Fürsorge und Anteilnahme.

    5. Der Massenartikel

    Praktisch, aber nicht sehr nachhaltig: Vor knapp hundert Jahren meldete ein Unternehmen in Nürnberg ein Patent für Papiertaschentücher an.
    Praktisch, aber nicht sehr nachhaltig: Vor knapp hundert Jahren meldete ein Unternehmen in Nürnberg ein Patent für Papiertaschentücher an. (Foto: Alamy Stock Photos / Stephen French/mauritius images)

    Dem Niedergang des Stofftaschentuchs klingt ein leicht daherzusagender Satz nach: „Hast du mal ein Tempo?“ Klassischer Fall generischer Verselbständigung, bei der aus einem Markennamen sogleich eine ganze Gattungsbezeichnung wurde. Denn wer ein Tempo will, möchte eigentlich ein Taschentuch – aber eines aus Papier, bitte. Dass sich im Ringen um das Naseputzen schließlich Papier gegen Batist durchsetzte, ist dem Nürnberger Innovationsgeist, einem neuen Hygieneverständnis und einem rohstoffreichen Zeitalter geschuldet, in das sich ein Wegwerfartikel perfekt einfügte: dem 20. Jahrhundert. Im Jahr 1929 meldete die Vereinigten Papierwerke AG Nürnberg ihr aus reinem Zellstoff gefertigtes Papierschnäuztüchlein beim damaligen Reichspatentamt in Berlin an. „Kein Waschen mehr“, war einer ihrer Werbeslogans. Ende der 1930er-Jahre wurden 400 Millionen Tempos auf den Markt gebracht – ungefähr die gleiche Zahl an Tonnen Holz, die heutzutage pro Jahr weltweit für die Papierproduktion benötigt werden. Mit etwa 200 Kilogramm Papier pro Person ist der Verbrauch in Deutschland dabei besonders hoch. Doch, mit immer knapper werdenden Ressourcen und einem größeren Nachhaltigkeitsbewusstsein, feiert das Baumwolltaschentuch, das mehr als 200 Waschgänge überstehen und während seiner Lebensdauer mehrere Hundert Papiertaschentücher ersetzen kann, ein längst überfälliges Comeback.

  • NBA in Berlin: Boom, Tschiieck, Boom

    NBA in Berlin: Boom, Tschiieck, Boom

    Draußen in der Arena wummerten noch die Hip-Hop-Beats, sie wummerten den ganzen Abend, sogar während des kompletten Spiels. Wie ein dumpfes Dauersurren, vor dem es kein Entkommen gab, nicht mal in den tiefsten Eingeweiden der Arena am Ostbahnhof. „Boom“, „Tschiieck“, „Boom“, „Tschiieck“ schallte es bis hinein in jene stickige Rumpelkammer, welche die Veranstalter der NBA für die Heerschar internationaler Reporter bei diesem „Berlin Game“ auserkoren hatten. Es lief die Pressekonferenz nach der Partie, die die Basketballer von Orlando Magic mit 118:111 gegen die Memphis Grizzlies gewonnen hatten. Aber was galt schon dieses Resultat? Es war reichlich egal.

  • Illustration zum Ampelsystem im Nutri-Score: Von grün bis rot [M] Sarah Dillon /

    Illustration zum Ampelsystem im Nutri-Score: Von grün bis rot [M] Sarah Dillon /

    Illustration zum Ampelsystem im Nutri-Score: Von grün bis rot

    [M] Sarah Dillon / DER SPIEGEL; Fotos: foodwatch

    if (typeof(Event) === ‘function’) {window.dispatchEvent(new Event(‘POLYGON_DOM_LARGEST_CONTENTFUL_PAINT_READY’));}

    Ampel für gesunde Ernährung

    Diese Lebensmittel schneiden im neuen Nutri-Score-System schlechter ab

    Von grün bis rot: Seit Jahresbeginn müssen Marken, die das Ampelsystem des Nutri-Scores auf ihre Verpackungen drucken, eine neue Version davon nutzen. Einige Produkte werden nun schlechter bewertet. Welche das sind – und warum.

    Katharina Koerth

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