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    Leipzig – Eine Stadt und immer wieder zwei Brennpunkte: In Leipzig begann

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    Im Westen steigen nun nach ihrer Bye-Week auch die Seattle Seahawks ins

    Im Westen steigen nun nach ihrer Bye-Week auch die Seattle Seahawks ins Playoffrennen ein. Durch den ersten Platz in der NFC, den sich die Seahawks im Laufe der Saison erspielt hatten, konnte sich das Team um Quarterback Sam Darnold sieben wichtige Tage der Extravorbereitung und Erholung erspielen. Nach knapp fünf Monaten intensivster Belastungen für die…

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    Handball: Ein Spielmacher in Bestform

    Die Luft auf Jütland, das ließ Juri Knorr kurz vor der Handball-EM in Dänemark, Norwegen und Schweden wissen, sei viel besser als in der Industriemetropole Mannheim. Der Handball-Profi ist seit September in Dänemark sesshaft, macht dort gerne ausgedehnte Spaziergänge mit Freundin und Hund am Strand. Mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass er seit seinem Wechsel von…

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    Prozess: Mann soll Freundinnen seiner Stieftochter auf Pyjamapartys vergewaltigt haben

    Die Vorwürfe in der Anklageschrift sind ungeheuerlich: Bei Übernachtungspartys seiner Stieftochter soll Alexander G. in zwei Fällen die durch Alkoholeinfluss widerstandsunfähigen, minderjährigen Freundinnen im Zimmer seiner Stieftochter vergewaltigt haben. Folgt man den Aussagen der beiden Geschädigten, drängen sich weitere, grauenvolle Überlegungen auf: dass K.-o.-Tropfen im Spiel gewesen sein könnten. Die Ehefrau von Alexander G. soll…

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    Es geht um etwa 43 Millionen Führerscheine von Autofahrerinnen und Autofahrern in Deutschland, die vor dem Jahr 2013 ausgestellt wurden. Sie alle müssen bis spätestens zum Jahr 2033 in ein neues Dokument umgetauscht werden. Die Europäische Union will damit sicherstellen, dass künftig nur noch fälschungssichere und europaweit einheitliche Dokumente im Umlauf sind. Zudem sollen alle Führerscheine…

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    Die Münchner hegen einen nicht allzu zimperlichen Umgang mit den Berühmtheiten ihrer Stadt. Da muss man nur auf die Eisbachwelle blicken. Sie ist regelrecht heruntergeputzt worden, und jetzt türmt sich nur die Empörung, aber eben kein Wasser mehr auf. Eine andere Berühmtheit dieser Stadt, die Münchner Kammerspiele, kennt das mit dem Herunterputzen und der Empörung…

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    Kommunalwahl 2026: So tickt die Generation Tiktok

    Es ist reichlich leer im Jugendzentrum. Kalt ist es auch in der ehemaligen Aula der stillgelegten Mittelschule in Vaterstetten. Jugendpflegerin Martha Golombek steht dick eingepackt in Mantel und Schal hinter dem Tresen. „Naja, wir sind hier in einem Abrisshaus“, sagt sie. Das Schulgebäude ist angezählt und war von jeher nur als Übergangslösung gedacht. Das mag…

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    Agartha-Verschwörung: Tirol als Tor zur Unterwelt

    Tirol ist wunderschön. Raue Berge, kristallklare Seen, verträumte Wiesen. Oder, wie Schlagerlegende und Tirol-Ureinwohner DJ Ötzi es formulierte: „De Berg so hoch und tiaf es Tal.“  Mit dem Song „Tirol“ von 2013 hat der Kinnbart-und-Beanie-Träger seiner Heimat eine Hymne in feinster Mundart gewidmet. Und es geht um so viel mehr: die vergebliche Suche nach ländlicher…

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    Satirische Jahresabrechnung im Lustspielhaus München: Hier wird Markus Söder zum Bismarckhering

    Schlachtplatte? Muss man mögen, diese maximale Deftigkeit, die es nur noch selten auf die Speisekarten der Nation schafft. Insofern schon mutig, ein satirisches Programm nach diesem eher gestrigen Gruß aus der Küche zu benennen. Doch der Kölner Kabarettist Robert Griess zieht das durch. Schon seit 20 Jahren bastelt er sich für ein paar Wochen im…

Categorie: Nieuws

  • Leipzig – Eine Stadt und immer wieder zwei Brennpunkte: In Leipzig begann

    Leipzig – Eine Stadt und immer wieder zwei Brennpunkte: In Leipzig begann

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    Leipzig – Eine Stadt und immer wieder zwei Brennpunkte: In Leipzig begann die Silvesterschicht der Polizei auf Deutschlands angeblich gefährlichster Straße. Probleme werden aber auch im Süden der Stadt befürchtet.

    Auf der Eisenbahnstraße, die immer wieder durch Messerstechereien, Schüsse und sogar einer Macheten-Attacke bundesweit bekannt wurde, mussten die Beamten schon am Nachmittag eingreifen. Gegen 14.45 Uhr waren die Einsatzkräfte alarmiert worden. „Es gab eine körperliche Auseinandersetzung, bei der ein Mann verletzt wurde“, bestätigt Polizeisprecher Tom Erik Richter, der zunächst noch auf laufende Ermittlungen verweist. Nach der Auseinandersetzung vor einem Geschäft entbrannte auf offener Straße ein Streit, nach einem Messerangriff flüchtete der Täter zu Fuß. Das Opfer wurde mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

    Bei der Auseinandersetzung in der Eisenbahnstraße wurde ein Mann schwer verletzt

    Bei der Auseinandersetzung in der Eisenbahnstraße wurde ein Mann schwer verletzt

    Für die langen Stunden der Silvesternacht hält sich ein Großaufgebot der Polizei in der Nähe der Eisenbahnstraße bereit: In den letzten Jahren hatte es in dem migrantisch geprägten Gebiet immer wieder wahre Pyro-Schlachten gegeben.

    Fokus auf Szene-Viertel Connewitz

    Als zweiter Einsatzschwerpunkt gilt das Connewitzer Kreuz. Dort trifft sich in den Mitternachtsstunden vornehmlich linke Klientel. Brennende Barrikaden und Mülltonnen waren in den vergangenen Jahren oft zu sehen. Die Gefahr von Übergriffen auf Beamte und die örtliche Polizeiwache ist groß.

    Wie viele Polizisten in Leipzig während des Jahreswechsels für Sicherheit sorgen, ist unklar. „Wir möchten unsere Einsatztaktik nicht preisgeben“, sagt Polizeisprecher Richter. Nach BILD-Informationen wurde jedoch mindestens eine zusätzliche Hundertschaft angefordert.

  • Im Westen steigen nun nach ihrer Bye-Week auch die Seattle Seahawks ins

    Im Westen steigen nun nach ihrer Bye-Week auch die Seattle Seahawks ins

    Im Westen steigen nun nach ihrer Bye-Week auch die Seattle Seahawks ins Playoffrennen ein. Durch den ersten Platz in der NFC, den sich die Seahawks im Laufe der Saison erspielt hatten, konnte sich das Team um Quarterback Sam Darnold sieben wichtige Tage der Extravorbereitung und Erholung erspielen.

    Nach knapp fünf Monaten intensivster Belastungen für die Körper der Spieler ein Vorteil, der nicht zu unterschätzen ist. Während die stark verletzungsgebeutelten 49ers letzte Woche sich über vier Viertel in einem hart geführten Duell gegen die Philadelphia Eagles den Sieg erkämpfen mussten, konnten die Spieler der Seahawks sich entspannt ansehen, wer ihr Gegner sein würde.

    Die Seahawks haben ihre Geschicke letztes Jahr nach dem Abgang von Legendencoach Pete Carroll in die Hände von Mike Macdonald übergeben. Ein Schritt, der von vielen Fans skeptisch gesehen wurde. Speziell, da Pete Carroll auch den etablierten Spielmacher Geno Smith mitnahm und somit das Team aus Seattle mehr Baustellen hatte, als eigentlich nötig. Doch Macdonald hatte einen Plan. Und dieser hieß nicht leichte Renovierung mit ein bisschen neuer Farbe und ein paar neuen Möbeln à la Tine Wittler, sondern wollte einen Neubau im Stile von Bob dem Baumeister.

    Ende einer Legende?: DIESER Abgang tut NFL-Fans weh

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    Er hatte an seiner vorherigen Wirkungsstätte bei den Baltimore Ravens eine Defense auf die Beine gestellt, die 2023 aufgrund ihrer bollwerkmäßigen Leistungen die Saison souverän auf dem ersten Platz der gesamten NFL beendete.

    Die Seahawks schafften es damals gerade mal auf den siebtletzten Platz. Nun, genau zwei Jahre später, sieht die Welt komplett anders aus. Die Ravens ohne Macdonald sind auf den 18. Platz abgestürzt und haben den Sprung nicht mal in die Playoffs geschafft, während die Seahawks-Defense sich stolz auf die Schultern klopfen kann. Sie haben sich unter ihrem neuen Headcoach um sage und schreibe 23 Plätze verbessert und dürfen von sich nun als zweitbeste Defense der kompletten NFL sprechen.

    Was mich persönlich am meisten in den letzten Wochen der Saison beeindruckt hat, ist die Tatsache, dass die Seahawks sich seit Woche 14 speziell gegen den Lauf noch einmal richtig gesteigert haben.

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    Kein Runningback schaffte es mit dem Ball in der Hand, für mehr als elf Yards am Stück zu laufen. Und das trotz der Tatsache, dass in den Reihen der Gegner absolute Ausnahmetalente wie Bijan Robinson, Jonathan Taylor und Rico Dowdle auf dem Feld standen.

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    Der 49ers-Coach Kyle Shanahan wird also Überstunden vor dem Bildschirm verbringen, um sein Team perfekt auf die kommende Aufgabe einzustellen. Er wird auch garantiert noch einmal einen genauen und ausführlichen Blick auf das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams werfen, denn seine Offense schaffte es gerade mal mit einem Field Goal, drei Punkte auf die Anzeigetafel zu bringen.

    Mit 13:3 gerieten die 49ers im heimischen Stadion zum Saisonabschluss regelrecht unter die Räder. Purdy erwarf gerade mal 125 Yards. Runningback Christian McCaffrey schaffte es nicht mal, dreißig Yards zu erlaufen. Die 49ers wirkten regelrecht entzaubert.

    Mitten im Spiel: Horror-Verletzung bei NFL-Star

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    Doch Shanahan zeigte daraufhin letzte Woche beim Wildcard-Spiel gegen die Eagles, dass er zu Recht für viele Fans und Experten dieses Jahr den Titel als Trainer des Jahres innehaben sollte. Sein Team wirkte mehr als verändert. Mit Willen und Herzblut bewegten die 49ers den Ball und erwischten die Eagles regelrecht auf dem falschen Fuß. Und das schaffte Shanahan mit einem Team, bei dem mehr als 100 Millionen an Gehältern von Leistungsträgern verletzungsbedingt nicht am aktuellen Spielbetrieb teilnehmen können. Eine absolute Meisterleistung.

    Erst recht, wenn man bedenkt, dass die 49ers früh in der Partie sogar auch noch ihren Top-Tight-End George Kittle mit einer Achillessehnenverletzung verloren haben. Kreativ baute er seine Offense danach sogar im Laufe des Spiels noch um. Setzte Spieler in Szene, die die Eagles so nicht auf dem Zettel hatten. Vom Fullback Kyle Juszczyk, der mit Pässen von Brock Purdy einen elementaren Beitrag am Sieg hatte, bis hin zum Trickspielzug, bei dem Wide Receiver Juan Jennings kurz mal die Rolle des Quarterbacks einnahm und den Ball 29 Yards zum Touchdown warf – die Ansammlung von Assen im Ärmel Shanahans schien schier endlos zu sein.

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    Wie viele davon werden in der Nacht von Samstag auf Sonntag noch übrig sein? Was hat Shanahan noch so parat? Fragen über Fragen, deren Antwort wir live mitverfolgen können und sollten. Denn in einem der lautesten Stadien der gesamten NFL zu bestehen, ist im regulären Spielbetrieb schon eine fast unlösbare Aufgabe.

    Jetzt, mit der Aussicht, dem Super Bowl einen Schritt näher zu kommen, werden die Seahawks-Fans alles daransetzen, ihrem Team mit einer Extraportion Lautstärke unter die Flügel greifen zu können. Ich durfte selbst schon live im Stadion miterleben, wie laut sein kann. Die Kommunikation auf dem Rasen wird also für die 49ers-Offense rund um Quarterback Brock Purdy ein Ding der Unmöglichkeit sein. Ein klarer Vorteil für die Seahawks.

    Eine echte Chance auf das Erreichen der nächsten Runde haben die Seahawks aber nur, wenn ihre Offense vorlegt und sich als Erstes einen Punktevorsprung erspielen kann.

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    Quarterback Sam Darnold hat sein Team nun zu sieben Siegen in Folge geführt und wird mit ganz breiter Brust auflaufen. Und diese Extraportion Selbstvertrauen wird der 28-Jährige auch brauchen. In den beiden Aufeinandertreffen mit den 49ers im Laufe der Saison blieb es ihm verwehrt, auch nur einen einzelnen Touchdown zu werfen. Und das, obwohl er sich im Laufe der Saison mit seinem Receiver Jaxon Smith-Njigba regelmäßig zu einer der gefährlichsten Kombis der gesamten NFL etablieren konnte. Mit 1.793 erfangenen Yards steht Smith-Njigba sogar souverän auf dem ersten Platz aller Bällefänger der Liga.

    Doch nach der guten Leistung der 49ers-Defense gegen das Passspiel der Eagles letzte Woche sollten sich die Seahawks auf das besinnen, was sie auch richtig gut können. Nämlich den Ball zu laufen, um so dann auch das Risiko möglicher Turnover zu vermeiden.

    Seahawks-Quarterback-Legende Matt Hasselbeck hat einen wichtigen Rat für seinen aktuellen Nachfolger parat: „Du musst es nicht alleine schaffen. Es ist ein Teamspiel, und diese Defense ist wirklich so, so gut. Also wäre das mein Ratschlag: Gib dieser Defense ein langes Feld zu verteidigen. Vermeide Turnover!“

    Und genau das ist ein bisschen das Problem von Darnold und Co. Mit 15 Interceptions steht die Seahawks-Offense auf dem siebten Platz der gesamten Liga. Aber eben leider vom hinteren Ende aus betrachtet.

    [–>Der Plan für Seattle kann also nur lauten: regelmäßig laufen, um dann den sicheren Pass spielen zu können. Und mit der Rückkehr von Left Tackle Charles Cross ist die O-Line der Seahawks auch genau zum richtigen Zeitpunkt wieder komplett vereint, um dieses Kalkül in die Tat umzusetzen.

    Seattle hat also alle Vorteile in der eigenen Hand.

    Inklusive eines massiven Heimvorteils. Aber solange das Genie Shanahan an der Seitenlinie der 49ers steht, sollte man ihn und sein Team niemals abschreiben.

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    [–>Mehr NFL gibt es im Podcast. Jeden Montag und Freitag nehme ich hier mit meinem Kollegen Mike Stiefelhagen alles unter die Lupe, was rund um den Spieltag Thema ist. Von der Analyse der einzelnen Partien bis hin zu den neuesten News ist immer alles dabei, was das Football-Fanherz begehrt.

  • Handball: Ein Spielmacher in Bestform

    Handball: Ein Spielmacher in Bestform

    Die Luft auf Jütland, das ließ Juri Knorr kurz vor der Handball-EM in Dänemark, Norwegen und Schweden wissen, sei viel besser als in der Industriemetropole Mannheim. Der Handball-Profi ist seit September in Dänemark sesshaft, macht dort gerne ausgedehnte Spaziergänge mit Freundin und Hund am Strand. Mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass er seit seinem Wechsel von den Rhein-Neckar Löwen zu Aalborg viel weniger mit Infekten zu kämpfen hat als vorher.

  • Erbauer von Mini-Neuschwanstein: Wie ein Architekt zum Lego-Schloss-Baumeister wurde

    Erbauer von Mini-Neuschwanstein: Wie ein Architekt zum Lego-Schloss-Baumeister wurde

    Der Arbeitsplatz von Rok Žgalin Kob ist der Spielplatz der Träume für viele Kinder und Hobby-Baumeister: Im „Innovation-House“ der Lego-Zentrale im dänischen Billund kann der Slowene mit allen Klemmklötzchen basteln, die jemals erfunden wurden. Der Spielzeugdesigner ist eigentlich Architekt mit Doktortitel. 2011 aber traf er die „harte Entscheidung – weil unser zweites Baby war gerade unterwegs“, für den Job-Wechsel nach Dänemark umzuziehen.

  • Prozess: Mann soll Freundinnen seiner Stieftochter auf Pyjamapartys vergewaltigt haben

    Prozess: Mann soll Freundinnen seiner Stieftochter auf Pyjamapartys vergewaltigt haben

    Die Vorwürfe in der Anklageschrift sind ungeheuerlich: Bei Übernachtungspartys seiner Stieftochter soll Alexander G. in zwei Fällen die durch Alkoholeinfluss widerstandsunfähigen, minderjährigen Freundinnen im Zimmer seiner Stieftochter vergewaltigt haben. Folgt man den Aussagen der beiden Geschädigten, drängen sich weitere, grauenvolle Überlegungen auf: dass K.-o.-Tropfen im Spiel gewesen sein könnten.

    Die Ehefrau von Alexander G. soll den Mädchen „bitter schmeckenden Salat“ und „ein Halbliter-Glas Whisky-Cola“ serviert haben, woraufhin sich ein Mädchen übergab und das Bewusstsein verlor. Die 20. Strafkammer am Landgericht München I hat neun Verhandlungstage angesetzt, um über die Causa zu urteilen.

    Es ist nicht das erste Mal, dass sich das Landgericht mit der Anklage beschäftigt. Bereits 2019 wurde der Fall aufgerufen. Alexander G., heute 63 Jahre alt, hatte sich damals von drei Verteidigern vertreten lassen. Dann trat ein weiterer Anwalt auf, der in erster Linie durch Herumschreien und Beleidigen in Erscheinung trat, was in Strafanzeigen gegen ihn und Berichte an die Rechtsanwaltskammer mündete. Die Verteidiger-Riege stellte 90 Beweisanträge, der Prozess zog sich immer mehr in die Länge und musste nach 14 Verhandlungstagen wegen der Schwangerschaft einer Richterin ausgesetzt werden.

    Jetzt sitzt Alexander G. wieder auf der Anklagebank: geschieden und pleite, wie er berichtet. 75 000 Euro habe er für seine Anwälte damals gezahlt, sagt er. Und seine Frau habe sich wegen finanzieller Probleme und aus moralischen Gründen von ihm getrennt.

    Die Vorfälle, über die es zu urteilen gilt, liegen mittlerweile 15 Jahre zurück. In allen Fällen lud die Stieftochter von G. zu einer Pyjamaparty ein, in die Wohnung ihrer Eltern im südlichen Landkreis München. Damals wie heute werden in der Verhandlung die Videovernehmungen der Geschädigten abgespielt. Eine erzählt, die Mutter habe „grinsend ein Tablett mit Champagner“ ins Kinderzimmer gebracht. Sie habe zwei Gläser getrunken. Das nächste, an das sie sich erinnere, sei, dass sie auf dem Boden liege und ein Mann sich an ihr vergehe. „Ich höre ihn Schnaufen, es war unangenehm, dann war ich wieder weg.“

    Auch das zweite Mädchen, damals ebenso via Video vernommen, berichtet davon, dass sie „aus Anstand“ den bitteren Salat und „widerliches“ Whisky-Cola getrunken habe. „Etwa eine halbe Stunde später wurde mir übel.“ Sie habe sich übergeben und sei bewusstlos geworden. Als sie zu sich kam, sei sie rücklings auf einer Matratze gelegen, auf ihr ein Mann, „er vergewaltigte mich“. Sie habe weder Arme noch Beine bewegen können, dann sei ihr wieder schwarz vor Augen geworden. Erst am nächsten Morgen sei sie zu sich gekommen. Sie habe nicht den Mut gehabt, Anzeige zu erstatten.

    Der neue Vorsitzende Richter weist gleich mal darauf hin, dass ein Geständnis sich erheblich strafmildernd auswirken könnte

    Ein Mädchen konnte die Tat verdrängen, bis sie beim Betreten einer S-Bahn immer Panikattacken erlitt – und irgendwann einen Flashback. Rechtsanwältin Antje Brandes, die die beiden jungen Frauen heute in der Nebenklage vertritt, sagt, dass sich ihre Mandantin urplötzlich an die Fahrt mit der S-Bahn in den südlichen Landkreis München erinnert habe – und an den Missbrauch. „Das Muster, dass viele Opfer das Geschehene verdrängen und dass Jahre später alles wieder hochkommt“, habe sie in ihrer Tätigkeit als Opferanwältin schon oft erlebt, sagt Brandes.

    Auch Bettina Zinka, Professorin und Oberärztin am Institut für Rechtsmedizin, ist wieder als Gutachterin im Prozess dabei. Im ersten Verfahren 2019 hatte sie berichtet, dass die „Symptomatik wie Übelkeit und Erbrechen“ klassisch und typisch bei einer Verabreichung von K.-o.-Tropfen seien. Allerdings könne sie auch nicht sicher andere psychoaktive Substanzen oder Drogen ausschließen. Oder, dass der „soporöse Zustand“, also zwischen Schlaf und Koma, auf Alkohol zurückzuführen sei.

    Der Vorsitzende Richter Matthias Braumandl sagt zu Prozessbeginn, die erste Verhandlung sei „aus dem Ruder gelaufen“. Das spiele heute keine Rolle mehr, „wir fangen bei null an“. Und er weist Alexander G. darauf hin, dass ein Geständnis sich erheblich strafmildernd auswirken könnte. „Die Taten liegen lange zurück, das Verfahren läuft schon lange.“ Dies sei ein Hinweis, den die 20. Strafkammer in vergleichbaren Fällen immer gebe. Doch Alexander G., der mittlerweile andere Verteidiger mandatiert hat, wolle „heute nichts sagen“, teilt Rechtsanwalt Matthias Bohn mit. Ein Urteil wird voraussichtlich Ende Februar gesprochen.

  • Führerscheinumtausch: Der Lappen muss weg

    Führerscheinumtausch: Der Lappen muss weg

    Es geht um etwa 43 Millionen Führerscheine von Autofahrerinnen und Autofahrern in Deutschland, die vor dem Jahr 2013 ausgestellt wurden. Sie alle müssen bis spätestens zum Jahr 2033 in ein neues Dokument umgetauscht werden. Die Europäische Union will damit sicherstellen, dass künftig nur noch fälschungssichere und europaweit einheitliche Dokumente im Umlauf sind. Zudem sollen alle Führerscheine in einer Datenbank erfasst werden, um Missbrauch zu vermeiden.

  • Theatertreffen Berlin: Da schau her, die Münchner Kammerspiele sind ein Hotspot

    Theatertreffen Berlin: Da schau her, die Münchner Kammerspiele sind ein Hotspot

    Die Münchner hegen einen nicht allzu zimperlichen Umgang mit den Berühmtheiten ihrer Stadt. Da muss man nur auf die Eisbachwelle blicken. Sie ist regelrecht heruntergeputzt worden, und jetzt türmt sich nur die Empörung, aber eben kein Wasser mehr auf. Eine andere Berühmtheit dieser Stadt, die Münchner Kammerspiele, kennt das mit dem Herunterputzen und der Empörung auch. Zudem wird zwar nicht der Wasser-, aber doch der Geldhahn stets weiter zugedreht. Trotzdem, liebes München, haben die Kammerspiele nichts von ihrem Flow verloren, sie haben sogar zugelegt, sie reißen einen mit.

    Das mag jetzt in den Ohren all derjenigen seltsam klingen, die sich mit Beginn der Intendanz von Barbara Mundel über das Theater an der Maximilianstraße aufgeregt haben. Zu wenig bekannte Stoffe, Titel, mit denen man nichts anfangen kann, didaktische Produktionen. Aber diese Rüffel kamen zuletzt nur noch von Menschen, die jahrelang nicht mehr in den Kammerspielen waren. Sie sind ja auch Unsinn. Wenngleich der Münchner Dynamisches wie Wasserläufe liebt, ist er in seiner Meinung oft beharrlich. Hat ihn die erste Welle nicht gepackt, versucht er es an selber Stelle lange nicht noch einmal.

    Was läuft in der Literatur

    :Welche Lesungen in die Zukunft weisen

    Das Münchner Literaturjahr beginnt mit einer Fülle an Möglichkeiten, mit Lesungen von Ursula Krechel bis Peter Licht. Und mit einem neuen Comicladen im Herzen der Stadt.

    Von Antje Weber

    Da ist es natürlich umso besser, wenn eine Nachricht zu den Kammerspielen die bayerische Landeshauptstadt quasi von nächsthöherer Stelle erreicht. Also aus der Hauptstadt. Die unabhängige Jury des Berliner Theatertreffens hat entschieden, die Münchner Kammerspiele erneut einzuladen – aber doppelt. Diesmal sind zwei Produktionen beim wichtigsten Treffen der Branche dabei, sozusagen bei der deutschsprachigen Theater-Oscarverleihung. Wobei die Einladung schon der Oscar ist. Die zehn bemerkenswertesten Inszenierungen aus 739 gesichteten Arbeiten reisen an. „Mephisto“ und „Wallenstein“ sind zwei davon.

    Zwei von zehn Top-Inszenierungen stammen 2026 also aus den Kammerspielen, eine Quote von 20 Prozent für ein Haus, das in den vergangenen Jahren so hartnäckig an einer Quote gemessen wurde. Allerdings an einer anderen, der Auslastungsquote. Die plätscherte einige Zeit zwischen 50 und 60 Prozent herum. Mittlerweile liegt sie deutlich höher. Seit Barbara Mundel Intendantin ist, waren die Kammerspiele nur 2025 nicht zum Theatertreffen eingeladen (2021 mit einer Koproduktion). Ergibt eine Quote von 83 Prozent.

    Natürlich sind die Entscheidungen der Theatertreffen-Jury nicht das Maß aller Dinge. Werden diese bekanntgegeben, werden sie sofort kritisiert. Kunst ist eben auch Geschmackssache. Aber diese Welle sollte München schon reiten. Mit schönen Grüßen nach Berlin: Die Kammerspiele sind gerade einer der geilsten Theater-Hotspots im deutschsprachigen Raum.

  • Kommunalwahl 2026: So tickt die Generation Tiktok

    Kommunalwahl 2026: So tickt die Generation Tiktok

    Es ist reichlich leer im Jugendzentrum. Kalt ist es auch in der ehemaligen Aula der stillgelegten Mittelschule in Vaterstetten. Jugendpflegerin Martha Golombek steht dick eingepackt in Mantel und Schal hinter dem Tresen. „Naja, wir sind hier in einem Abrisshaus“, sagt sie. Das Schulgebäude ist angezählt und war von jeher nur als Übergangslösung gedacht. Das mag die Temperatur erklären. Aber wo sind die Jugendlichen? Haben sie sich abschrecken lassen, weil ein Demokratietag anberaumt war an diesem Donnerstag?

  • Agartha-Verschwörung: Tirol als Tor zur Unterwelt

    Agartha-Verschwörung: Tirol als Tor zur Unterwelt

    Tirol ist wunderschön. Raue Berge, kristallklare Seen, verträumte Wiesen. Oder, wie Schlagerlegende und Tirol-Ureinwohner DJ Ötzi es formulierte: „De Berg so hoch und tiaf es Tal.“  Mit dem Song „Tirol“ von 2013 hat der Kinnbart-und-Beanie-Träger seiner Heimat eine Hymne in feinster Mundart gewidmet. Und es geht um so viel mehr: die vergebliche Suche nach ländlicher Herzlichkeit in der Großstadt, die Sehnsucht nach der Heimat, Verletzlichkeit und Hoffnung.

    Worum es nicht geht: merkwürdige Hohlerde-Theorien. Trotzdem tauchen seit einiger Zeit immer mehr Tiktok- und Instagram-Posts mit dem in die Jahre gekommenen Song im Hintergrund auf, und unter Skiurlauber und heimatverbundene Tiroler als Absender mischen sich überraschend viele Spinner der besonderen Art. Sie posten KI-generierte Bilder, Illustrationen von blonden, blauäugigen, Legolas-ähnlichen Typen und schlechte Fotocollagen von weißen Monster-Energydrinkdosen. Und immer wieder steht da irgendwo geschrieben: Agartha.

    Aga-was?

    Ähnlich wie Atlantis gilt Agartha als ein fiktiver, mysteriöser Ort, in diesem Fall soll er sich im Inneren der Erde verstecken. Wo genau der angebliche Eingang liegt, weiß natürlich niemand, vermutlich irgendwo im Himalaja. An diesem Ort soll es dann eine Art überlegene Zivilisation geben, ein kulturell, wissenschaftlich und gesellschaftlich hoch entwickeltes Königreich, das nur Auserwählte finden und betreten können. Die ersten Erwähnungen werden französischen Okkultisten und Autoren Ende des 19. Jahrhunderts zugeschrieben, die ihre Informationen wahlweise aus jahrtausendealten indischen Schriften, mongolischen Sagen oder übernatürlichen Eingebungen bezogen haben wollen, Quelle: Vertrau mir, Bruder. Sogar die Nationalsozialisten suchten in den 1930er-Jahren bei Expeditionen in Tibet neben kälteresistenten Getreidesorten nach Hinweisen auf arische Zivilisationen.

    Dabei ist man sich nicht mal bei der Schreibweise einig: Heißt es jetzt Agartha oder Agharta oder Aghartta oder Agharti? Auch popkulturell wurde der Mythos verarbeitet, etwa 1975 in der ARD-Mystery-Serie „Sie kommen aus Agarthi“ oder dem japanischen Animationsfilm „Die Reise nach Agartha“ von 2011.

    Mammuts, die eine riesige Energydrink-Dose durch eine Eislandschaft ziehen, während im Hintergrund „Tirol“ von DJ Ötz läuft? In Agartha anscheinend ganz normal.
    Mammuts, die eine riesige Energydrink-Dose durch eine Eislandschaft ziehen, während im Hintergrund „Tirol“ von DJ Ötz läuft? In Agartha anscheinend ganz normal. (Foto: Screenshot: Tiktok/SuprimeFX)

    Was genau hat DJ Ötzi jetzt aber mit der ganzen Nummer zu tun? Nun, gesungen wird seine Bob-Ross-ige Beschreibung der Tiroler Alpenlandschaft auf den eingängigen Reggae-Rock-Beat von „Down Under“ der australischen Band Men at Work von 1981. Eigentlich passend, beschreibt das Original doch ebenfalls die Identifikation mit dem Heimatland, nur eben Australien, down under, und nicht Tirol, up high. Genau die Verknüpfung mit „Down Under“ dürfte ein Grund für das plötzlich wieder steigende Interesse am Song von DJ Ötzi sein. Denn „Down Under“ ist nicht nur ein australischer Kultsong, er hat sich auch zur inoffiziellen Hymne der Agartha-Verschwörungsgruppe gemausert. Und die liebt nun eben auch DJ Ötzis Version.

    Natürlich glauben längst nicht alle Agartha-Kommentatoren, dass es diesen Ort tatsächlich gibt, es dürfte ganz im Gegenteil eher ein Bruchteil sein. Agartha ist eine Hülle für klassisches Shitposting: Es werden mit Absicht sinnlose, absurde Inhalte geteilt; der Dadaismus des Internets. Oft sind solche Posts mit einer aggressiven Stimmung versehen: übersteuerte Musik, grelle Farben, überladene, pixelige Bildcollagen. Das an sich, könnte man sagen, ist eben das Internet. Die Idee, dass man eine Dose des weißen Monster-Energydrinks trinken muss, um den geheimen Ort betreten zu dürfen, klingt verrückt, aber nicht gefährlich. Allerdings mischen sich unter die klassischen Internettrolle auch Rechtsextreme. Überlappungen dieser zwei Gruppen sind keine Seltenheit, die Grenzen zwischen Satire und Ernst oft unklar. Dass es zufällig blonde Menschen mit blauen Augen sind, die Agartha bevölkern, und auch nur Menschen dieses Phänotyps Zugang gewährt werden soll, klingt dann eben doch nach Rassenideologie.

    Man könnte sich als Künstler auch von so einer Instrumentalisierung abgrenzen

    Wer durch die mit „Tirol“ unterlegten Videos scrollt, findet zwischen Tanzvideos im Schnee und Bergpanoramen auch Nazisymbole und knallharte Holocaustleugnung. Immer wieder taucht in den Bildern oder Kommentaren die Zahl 271 auf – stellvertretend für die antisemitische Lüge, beim Holocaust seien nicht sechs Millionen Juden systematisch ermordet worden, sondern „nur“ 271 000. Noch ekliger ist die darauf oft zu lesende Antwort „not enough“. Dass solche Aussagen sich im strafrechtlich relevanten Bereich bewegen, scheint Tiktok nicht zu interessieren – entweder die Plattform hat die Löschversuche aufgrund der schieren Menge an neuen Inhalten aufgegeben oder es gar nicht erst probiert.

    Natürlich ist DJ Ötzi nicht verantwortlich für das, was andere Menschen aus seiner Musik machen. Zwar protestierte Ariana Grande gegen die Vereinnahmung ihrer Musik durch die Trump-Administration, Herbert Grönemeyer verbot Politikern, seine Songs für Kampagnen zu verwenden. Doch der Fall „Tirol“ ist ein wenig anders gelagert. Hier geht es eben nicht um einzelne, virale Videos von prominenten Persönlichkeiten, gegen die man als Künstler geordnet vorgehen könnte. Mit einem Klick ist ein KI-Meme erzeugt, mit einem weiteren Klick ist der entsprechende Song hinterlegt. Oder einfach nur ein entsprechender Kommentar unter einem Video getippt. Alle „Tirol“-Videos zu finden und zu prüfen, kann nicht die Aufgabe des Künstlers sein.

    Was er natürlich dennoch tun kann: sich von der Instrumentalisierung der eigenen Kunst abgrenzen. Gern hätte man DJ Ötzi deshalb zu seiner neuen Zuhörerschaft befragt, erfahren, ob er die Memes gesehen hat und was er darüber denkt. Doch das Management des Musikers lässt mitteilen, aus Termingründen könne man leider nichts zu dem Thema sagen.

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    Schlachtplatte? Muss man mögen, diese maximale Deftigkeit, die es nur noch selten auf die Speisekarten der Nation schafft. Insofern schon mutig, ein satirisches Programm nach diesem eher gestrigen Gruß aus der Küche zu benennen. Doch der Kölner Kabarettist Robert Griess zieht das durch. Schon seit 20 Jahren bastelt er sich für ein paar Wochen im Januar ein immer wieder neues Ensemble zusammen, für das Projekt satirische Jahresendabrechnung. Oh weh, denkt da der geneigte Besucher, kann man dieses 2025 denn nicht da lassen, wo es ist: in der Vergangenheit?