Chance für Bayer auf Grundsatzentscheidung Oberster Gerichtshof prüft Glyphosat-Fall in den USA Im Kampf gegen Tausende Verfahren hat Bayer im Glyphosat-Streit einen wichtigen Etappensieg erreicht. Der Oberste Gerichtshof der USA will klären, ob Schadensersatzforderungen wegen fehlender Warnhinweise zulässig sind. Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen Link…
Folge von rassistischem Terror Hanau-Überlebender stirbt sechs Jahre nach Anschlag Er besuchte eine Bar in seinem Viertel, als der Attentäter auf ihn schoss: Ein heute 70-Jähriger ist nach dem Anschlag in Hanau gestorben. Er war seit 2020 auf einen Rollstuhl angewiesen und musste mehrfach operiert werden. Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min…
Rund 5000 Bewaffnete Schiitenmilizen aus dem Irak und dem Libanon helfen offenbar beim Kampf gegen Irans Demonstranten Das iranische Regime hat in den vergangenen Jahrzehnten viel Geld in den Aufbau von Schiitenmilizen im Nahen Osten investiert. Nun setzt die Theokratie sie wohl ein, um die Demonstranten zu bekämpfen. Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten)…
Berlin – Ein schiefer Flachbau in Berlin-Lichtenberg zwischen grauen Plattenbauten. Bei Google wird der Ort als „Bar“ bezeichnet. Alles ist dunkel, doch die Klingel funktioniert. BILD-Besuch in einem mutmaßlichen Treffpunkt der vietnamesischen Mafia! Ein Mann um die 30 öffnet die Tür. Zerschlissene Stühle, Tische, schummriges Licht. „Das hier ist nicht öffentlich, das hier ist ein…
<!–> –> Mittwoch bei der deutlichen 1:5-Niederlage bei der TSG Hoffenheim saß überraschend U23-Keeper Tiago Pereira Cardoso (19) auf der Gladbacher Ersatzbank. Jonas Omlin (31) hatte sich kurzfristig krankgemeldet. Und plötzlich tauchten in den sozialen Netzwerken Gerüchte auf, dass der ehemalige Schweizer Nationalspieler kurz vor einem Winterwechsel steht. Mehr zum Thema Ohne ihn geht kaum…
<!–> –> Wipperfürth (NRW) – Die Fahrt in der Auto-Legende endete tödlich: Auf einer Landstraße im Bergischen Land starben zwei Menschen in einem über 30 Jahre alten Golf II. Der Unfallverursacher (19) wurde leicht verletzt. Das Unglück ereignete sich am Freitagabend auf der Lenneper Straße am Rand von Wipperfürth (Nordrhein-Westfalen). Ein 19-Jähriger fuhr mit seinem…
Oberster Gerichtshof prüft Glyphosat-Fall in den USA
Im Kampf gegen Tausende Verfahren hat Bayer im Glyphosat-Streit einen wichtigen Etappensieg erreicht. Der Oberste Gerichtshof der USA will klären, ob Schadensersatzforderungen wegen fehlender Warnhinweise zulässig sind.
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Supreme Court in Washington: Glyphosat-Streit wird verhandelt
Foto: Rahmat Gul / AP
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Der Bayer-Konzern bekommt im milliardenschweren Rechtsstreit um mutmaßliche Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Glyphosat in den USA die Aussicht auf ein Grundsatzurteil des Obersten Gerichts. Der Supreme Court nahm einen der Fälle zur Prüfung an.
Dabei will das Gericht speziell die Frage klären, ob Klagen wegen fehlender Warnungen auf Verpackungen von Unkrautvernichtern zulässig seien, wenn dies nicht von der amerikanischen Bundesumweltbehörde EPA verlangt worden sei.Der Fall des Klägers John Durnell war ursprünglich im Oktober 2023 in St. Louis verhandelt worden. Die Geschworenen kamen zu dem Schluss, dass das Unternehmen zu einer Krebswarnung auf dem Unkrautvernichter Roundup verpflichtet gewesen sei, und sprachen dem Kläger 1,25 Millionen Dollar zu.
Entscheidung bis zum Sommer erwartetBayer wählte den Fall dann später für den Gang vor den obersten US-Gerichtshof aus, um ein Grundsatzurteil zu erzielen. Dieser Berufungsantrag wurde nun angenommen. Der Supreme Court soll einen Widerspruch zwischen Urteilen verschiedener Bundesberufungsgerichte klären. Eine Entscheidung des Gerichts wird bis zum Sommer erwartet.
Bayer argumentiert, dass die US-Umweltbehörde EPA in dem Mittel keine Gesundheitsrisiken sehe, wenn es entsprechend den Vorschriften angewendet werde. Die EPA hatte das Produktlabel folglich ohne Warnung genehmigt.
In den USA müsse juristisch klargestellt werden, dass Unternehmen nicht auf Basis des Rechts einzelner Bundesstaaten verurteilt werden könnten, wenn sie sich an Kennzeichnungsvorgaben des US-Bundesrechts hielten, argumentiert Bayer.
»Eine gute Nachricht für die Landwirte in den USA«Anfang Dezember hatte der sogenannte Solicitor General – eine Art Generalanwalt der US-Regierung – sich ebenfalls für eine Prüfung des Falls durch das Oberste Gericht ausgesprochen. Für Bayer war es bereits der dritte Anlauf vor dem Supreme Court, nachdem zwei frühere Versuche 2022 gescheitert waren.Der Dax-Konzern begrüßte die Prüfung des Falls durch das Oberste Gericht. »Die Entscheidung des Supreme Court ist eine gute Nachricht für die Landwirte in den USA, die regulatorische Klarheit benötigen«, erklärte Konzernchef Bill Anderson. Es sei ein wichtiger Schritt in der Bayer-Strategie, die Rechtsstreitigkeiten signifikant einzudämmen.
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Bayer hat im Herbst die Rückstellungen für Glyphosat-Fälle erhöht und begründete das mit Vergleichsvereinbarungen sowie einem moderaten Anstieg der eingereichten Klagen.Die Klagewelle hatte sich Bayer 2018 mit der rund 63 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Glyphosat-Entwicklers Monsanto ins Haus geholt. Der Konzern hat seither rund zehn Milliarden Dollar für Vergleiche gezahlt und für die zuletzt etwa 65.000 offenen Verfahren Rückstellungen von knapp sieben Milliarden Euro gebildet.Bayer erwägt Ausstieg aus US-GlyphosatgeschäftKonzernchef Anderson will die US-Rechtsstreitigkeiten bis Ende 2026 signifikant eindämmen. Eine Grundsatzentscheidung zugunsten des Konzerns könnte dieses Ziel erleichtern und die Rechtsrisiken spürbar verringern. Die Aktien von Bayer stiegen in den USA nach der Nachricht um fast fünf Prozent.
Die Vorwürfe gegen Glyphosat hat Bayer stets zurückgewiesen und verweist auf umfangreiche Studien sowie Bewertungen von Regulierungsbehörden wie der EPA. Demgegenüber steht die Einschätzung der Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation, die den Wirkstoff 2015 als »wahrscheinlich krebserregend« eingestuft hatte. Darauf stützen sich die Kläger.Um die Risiken zu senken, stoppte Bayer den Verkauf glyphosathaltiger Produkte an US-Privatkunden bereits 2023. Anderson schließt zudem einen vollständigen Ausstieg aus dem US-Glyphosatgeschäft nicht aus.
Hanau-Überlebender stirbt sechs Jahre nach Anschlag
Er besuchte eine Bar in seinem Viertel, als der Attentäter auf ihn schoss: Ein heute 70-Jähriger ist nach dem Anschlag in Hanau gestorben. Er war seit 2020 auf einen Rollstuhl angewiesen und musste mehrfach operiert werden.
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Todesopfer von Hanau: Der Attentäter erschoss neun Menschen und verletzte viele weitere
Foto: Armando Babani / AFP
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Er hatte den rassistischen Anschlag vom 19. Februar 2020 in Hanau schwer verletzt überlebt – jetzt ist der Mann im Alter von 70 Jahren gestorben, wie die Stadt Hanau mitteilte. Mit seinem Tod verliere man einen Menschen, dessen Leben durch den rassistischen Terroranschlag in der Stadt auf grausame Weise zerstört worden sei, erklärte Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). »Sein Schicksal zeigt auf schmerzhafte Weise, dass die Tat vom 19. Februar auch über Jahre hinweg Leid verursacht hat. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, der wir unser tief empfundenes Mitgefühl aussprechen.«
Ein 43-jähriger Deutscher hatte am 19. Februar 2020 in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven erschossen. Anschließend tötete er seine Mutter und sich selbst. Auf den nun verstorbenen Mann hatte der Täter in der Arena-Bar in Hanau-Kesselstadt geschossen. Monatelang musste der Mann damals im Krankenhaus behandelt und mehrfach operiert werden, wie es von der Stadt hieß. Infolge seiner schweren Verletzungen sei er auf einen Rollstuhl angewiesen gewesen und habe sein Krankenbett zuletzt nur noch selten verlassen können. Seine Frau und seine Tochter hätten ihn über Jahre hinweg mit großer Hingabe gepflegt.
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Aus Hanau berichten Matthias Bartsch und Merlin Menze
Die traumatischen Ereignisse vom 19. Februar 2020 hätten den Mann bis zuletzt begleitet. Sein Schicksal dürfe nicht vergessen werden, so Kaminsky. »Es ist Mahnung und Auftrag zugleich.« Hanau stehe an der Seite der Opfer und ihrer Angehörigen. »Wir werden weiter alles daransetzen, dass Erinnerung, Verantwortung und der Einsatz gegen Rassismus und menschenfeindliche Ideologien fester Bestandteil unseres Handelns bleiben.«
Schiitenmilizen aus dem Irak und dem Libanon helfen offenbar beim Kampf gegen Irans Demonstranten
Das iranische Regime hat in den vergangenen Jahrzehnten viel Geld in den Aufbau von Schiitenmilizen im Nahen Osten investiert. Nun setzt die Theokratie sie wohl ein, um die Demonstranten zu bekämpfen.
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Mitglieder der sogenannten Volksmobilisierungseinheiten im Irak
Foto: Hadi Mizban / AP
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Bei der gewaltsamen Niederschlagung der Massenproteste in Iran sollen laut Medienberichten auch ausländische Milizen beteiligt sein.In den vergangenen zehn Tagen seien Bewegungen schiitischer Milizen aus dem Libanon beobachtet worden, die das Land verlassen hätten, meldet die Nachrichtenagentur dpa; es dürfte sich dabei vorwiegend um Kader der Hisbollah handeln. Die Männer seien offiziell zu Pilgerreisen zunächst in den Irak gereist, wo sich zentrale Heiligtümer des schiitischen Islams befinden.Am Donnerstag hatte bereits der US-Sender CNN berichtet
, dass in den vergangenen Wochen fast 5000 Kämpfer verschiedener militanter Gruppen zur Unterstützung der iranischen Staatsmacht in ihr Nachbarland gereist waren.Laut CNN gehören die Kämpfer Gruppen an, die den sogenannten Volksmobilisierungseinheiten (PMU) im Irak unterstehen. Es handelt sich dabei um ein einflussreiches Netzwerk, das 2014 zur Bekämpfung der Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) gegründet worden war und heute eine zentrale politische und militärische Rolle im Land spielt; Analysten sprechen auch von einer Parallelstruktur zum irakischen Staat.Die Proteste in Iran haben Ende Dezember begonnen. Der Grund: Eine dramatische Wirtschaftskrise und eine sehr hohe Inflation. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen zu politischen Protesten gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Irans Sicherheitsapparat hat die Proteste brutal niedergeschlagen, es gibt Berichte über Tausende Tote.
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Die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA ruft Fluggesellschaften derweil auf, den iranischen Luftraum vorerst zu meiden. Auch im Luftraum benachbarter Länder sei Vorsicht geboten, besonders wenn es dort US-Militärstützpunkte gebe, heißt es in einer Mitteilung der EASA. Die Warnung gilt demnach zunächst für einen Monat.Als Grund nennt die EASA unter anderem, dass die iranische Luftverteidigung wegen einer möglichen Militäraktion der USA in erhöhter Alarmbereitschaft sei. Der »mögliche Einsatz einer Vielzahl von Waffen und Luftabwehrsystemen in Verbindung mit unvorhersehbaren Reaktionen des Staates und der potenziellen Aktivierung von Flugabwehrsystemen« stelle auch eine Gefahr für die zivile Luftfahrt dar, heißt es in der Mitteilung. Man beobachte die Lage weiterhin genau, um die Risikolage beurteilen zu können.
Berlin – Ein schiefer Flachbau in Berlin-Lichtenberg zwischen grauen Plattenbauten. Bei Google wird der Ort als „Bar“ bezeichnet. Alles ist dunkel, doch die Klingel funktioniert. BILD-Besuch in einem mutmaßlichen Treffpunkt der vietnamesischen Mafia!
Ein Mann um die 30 öffnet die Tür. Zerschlissene Stühle, Tische, schummriges Licht. „Das hier ist nicht öffentlich, das hier ist ein Laden von Vietnamesen“, sagt er. Verkaufen sie was? „Nein, nein, wir treffen uns hier.“
Unscheinbare Flachbauten neben Lichtenberger Platten. Hier fand die Razzia statt
BILD weiß: Vor mehr als einem Jahr gab es hier eine Razzia, ein Einsatzkommando der Polizei kam spätabends, sprengte die Tür auf, um einen Verdächtigen festzunehmen. Schüsse weckten die Nachbarn.
BILD klingelt ein weiteres Mal an der „Bar“. Diesmal öffnet ein anderer Mann. Thaan (40) ist vor kurzem aus Vietnam gekommen, kann nur etwas Englisch, ist ein freundlicher, etwas schüchterner Mann. „Ich bin erst seit einem Monat hier, schlafe hier“, sagt er. Von dem Polizeieinsatz weiß er nichts. „Aber schau mal, hier ist die Tür noch kaputt“, sagt er und zeigt dürftig reparierte Stellen.
Hier wurde von einem Einsatzkommando der Polizei die Tür aufgebrochen
Macheten-Angriff vor Dong Xuan Center
Bei dem Zugriff war ein Verdächtiger festgenommen worden. Dao L. (39) soll im März 2024 bei einem Macheten-Angriff am Dong Xuan Center, dem Großhandelszentrum der Vietnamesen in Lichtenberg, beteiligt gewesen sein.
Die auf die Festnahme folgende Gerichtsverhandlung im November 2025 ermöglichte einen seltenen Einblick in die abgeschotteten Strukturen kriminell organisierter Vietnamesen.
Der Angeklagte, kräftig, rasierte Seiten, Tätowierungen auf den Händen, sagt via Dolmetscher: „Ich mache einfache Arbeit und Gelegenheitsjobs, verdiene 500 bis 700 Euro im Monat. Ich übernachte bei Bekannten, mal bei dem, mal bei anderen. Seit mehr als drei Jahren in Deutschland. Ich möchte hier arbeiten gehen, um meiner Familie zu Hause helfen zu können.“
Ihm und weiteren Mittätern wird vorgeworfen, mit einer Machete, offenbar im Auftrag, auf seine zwei Landsmänner D. (37) und K. (38), eingehackt zu haben. Hintergrund der Tat: vermutlich Glücksspiel-Streitigkeiten.
Verhandlung am Strafgericht in Berlin. Der Angeklagte Dao L. (39) steht links. Zeugen erinnern sich an nichts
Die Opfer D. und K. wollen sich im Zeugenstand an nichts mehr erinnern können. Beide versuchen, den Blick des Angeklagten zu meiden. „Die Truppe“ hätte sie zum Dong Xuan Center beordert, aber wer diese „Truppe“ sei, wüssten sie nicht mehr.
Dem Richter genügten trotz des Schweigens der Zeugen letztendlich die Aufnahmen einer Überwachungskamera, die Schläge mit einer Machete zeigten. Dao L. wurde wegen gefährlicher Körperverletzung zu drei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt.
[–>Unterdessen berichtete der „RBB“, dass hunderte Berufsschüler, die aus Vietnam für eine Ausbildung nach Berlin gekommen waren, spurlos verschwunden sind.
Das Dong Xuan Center in Berlin-Lichtenberg ist das Zentrum der Vietnamesen in Berlin. Hier gab es auch schon Einsätze gegen Schleuserbanden
Prostitution in Wohnungen
Recherchen am Dong Xuan Center und die Gerichtsverhandlung zeigen: Vietnamesen in Berlin sind eine sehr verschlossene Gemeinschaft. Ein Berliner Anwalt zu BILD: „Der Unterschied zur sonstigen Clan-Kriminalität ist, dass die vietnamesischen Geschäfte im Verborgenen geführt werden. Die klären das intern.“
Plakat im Dong Xuan Center: Hier wirbt eine Firma für die Vermittlung von vietnamesischen Fachkräften und Auszubildenden nach Deutschland
Besonders jüngere, illegal nach Deutschland gebrachte Frauen müssen die Kosten für ihre Schleusung oft in Wohnungsbordellen im Ostteil der Stadt abarbeiten. Vermittelt wird die Zwangsprostitution über Internet-Portale. „Die empfangen bis zu zehn Kunden am Tag, machen auch oft alles ohne Kondom. In der Regel läuft das Geschäft 60/40. 60 Prozent für die Prostituierte, 40 Prozent für den Organisator.“, so der Anwalt.
Und weiter: „Oft sind es Wohnungen, in denen eigentlich ein Bürgergerld-Empfänger gemeldet ist, der dann zu seiner Freundin zieht. Den lässt man in der Regel im Unklaren darüber, was mit seiner Wohnung passiert.“
Mittwoch bei der deutlichen 1:5-Niederlage bei der TSG Hoffenheim saß überraschend U23-Keeper Tiago Pereira Cardoso (19) auf der Gladbacher Ersatzbank. Jonas Omlin (31) hatte sich kurzfristig krankgemeldet. Und plötzlich tauchten in den sozialen Netzwerken Gerüchte auf, dass der ehemalige Schweizer Nationalspieler kurz vor einem Winterwechsel steht.
[–>Fohlen-Coach Eugen Polanski (39) stellte aber vor dem Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim Hamburger SV klar, dass der Ersatztorhüter wirklich erkrankt war: „Jonas ist über Nacht krank geworden. Es war kein großer Infekt, sondern ein Magenproblem. Die Option, dass er bereits gegen den HSV in den Kader zurückkommt, ist da.“
Omlin ist also wirklich erkrankt. Also kein zweiter Fall Can Armando Güner (18) – das Nachwuchstalent hatte sich krankgemeldet, um Vertragsgespräche in Istanbul zu führen (BILD berichtete). Trotzdem aber weiter möglich, dass Omlin noch im Winter den Abflug aus Gladbach macht.
„Jonas hat den Anspruch, zu spielen!“
Sportchef Rouven Schröder (50) sagt nämlich zur Omlin-Situation: „Jonas ist nicht nur ein erfahrener Torhüter, sondern auch ein richtig guter Torhüter. Natürlich hat er den Anspruch, auch zu spielen. Obwohl er auf der anderen Seite Moritz Nicolas toll unterstützt. Ich glaube, dass er seine eigene Situation gut einschätzt.”
Die Situation für ihn in Gladbach ist so, dass er in der Bundesliga wohl nur zum Einsatz kommen würde, wenn Stammkeeper Nicolas aufgrund einer Sperre oder einer Verletzung ausfallen würde. Schröder: „Dass ein Spieler sich dann auch umschaut, ist legitim. Und solange man noch transferieren kann, ist Jonas sicher einer, der überlegen wird, wenn er woanders spielen kann. Das ist ein ganz normaler Prozess und der Markt bewegt sich auch noch. Es gibt bisher nichts Konkretes. Aber wir sind weiter auf dem Markt aktiv – in beide Richtungen.“
Wipperfürth (NRW) – Die Fahrt in der Auto-Legende endete tödlich: Auf einer Landstraße im Bergischen Land starben zwei Menschen in einem über 30 Jahre alten Golf II. Der Unfallverursacher (19) wurde leicht verletzt.
Das Unglück ereignete sich am Freitagabend auf der Lenneper Straße am Rand von Wipperfürth (Nordrhein-Westfalen). Ein 19-Jähriger fuhr mit seinem Hyundai frontal in den alten Golf (von 1983 bis 1992 mehr als 6,3 Millionen Mal gebaut). Ein Sprecher der Polizei zu BILD: „Nach ersten Erkenntnissen geriet der 19-Jährige in den Gegenverkehr. Warum, wissen wir bisher nicht.“
19-Jähriger geriet in Gegenverkehr
Der Golf wurde durch die Wucht des Aufpralls zusammengeschoben. Der Polizeisprecher: „Der 30-jährige VW-Fahrer aus Wipperfürth und seine 33-jährige Beifahrerin erlitten tödliche Verletzungen und verstarben noch an der Unfallstelle.“ Der Unfallverursacher wurde leicht verletzt.
[–>Wie das Unfallaufnahmeteam des Oberbergischen Kreises mitteilte, wurde die Lenneper Straße nach dem tödlichen Crash gesperrt. Noch während des Einsatzes kam ein Team zur psychologischen Betreuung der Polizisten, Sanitäter, Notärzte und Feuerwehrleute zum Unglücksort.
Die Polizei beschlagnahmte die beiden Fahrzeug-Wracks. Sie müssen akribisch untersucht werden, um den genauen Hergang des Verkehrsunfalls zu ermitteln.