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Categorie: Nieuws

  • Nachruf: „Einmal sah ich den Tod die Treppe hochkommen“

    Nachruf: „Einmal sah ich den Tod die Treppe hochkommen“

    Es gehört zur Tragik des Schriftstellers Hermann Peter Piwitt, dass er gewissermaßen Teil der Literaturgeschichte wurde, noch ehe er sich selbst als Schriftsteller entfalten konnte. Als Piwitt 1966, beim Treffen der Gruppe 47 in Princeton, seinen Text vorgelesen hatte, stand der damals 23-jährige Peter Handke auf und schleuderte das etwas delikate Wort von der „Beschreibungsimpotenz“ in die Welt. Die mit adoleszentem Zorn gestellte Diagnose galt wohl nicht Piwitt allein, sondern einer Generation von jungen Autoren, die Anfang der Sechzigerjahre in Walter Höllerers „Schreibwerkstatt Prosaschreiben“ im Literarischen Colloquium eine Art sanfte Heranführung an die Hinrichtungsmaschine Gruppe 47 erfuhren: Hans Christoph Buch, Peter Bichsel, Hubert Fichte, einige von ihnen lasen in Princeton zum ersten Mal einer größeren Öffentlichkeit vor.

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    Hamburger SV: Höchstwerte nur in der B-Note

    Wenn man es nicht besser wüsste, hätte alles nach einem gewöhnlichen Arbeitstag ausgesehen. Der Dino Hermann, das Maskottchen des Hamburger SV, drehte mit seinem voluminösen Hinterteil seine Runden über den Rasen. Die Spieler absolvierten ihr routinemäßiges Aufwärmprogramm und kehrten unter routinemäßigen Anfeuerungen aus dem Publikum in die Umkleidekabine zurück. Die letzten Minuten bis zum Anpfiff wurden wie immer mit griechischem Sirtaki überbrückt, und als die Spieler den Platz betraten, wurden die üblichen „HSV! HSV!“-Rufe angestimmt. Als wäre nichts weiter vorgefallen.

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    Mit einer völlig neuen Idee will die Verwaltung der bei niederländischen Tagesausflüglern


    Mit einer völlig neuen Idee will die Verwaltung der bei niederländischen Tagesausflüglern beliebten Grenzgemeinde mehr Stellflächen für Fahrzeuge schaffen. In und rund um den Ortskern sollen sie für Entlastung sorgen. Was genau geplant ist.
  • Wohnen: Gräfelfing wagt ein Mehrgenerationen‑Experiment

    Wohnen: Gräfelfing wagt ein Mehrgenerationen‑Experiment

    In Gräfelfing entsteht zum ersten Mal ein Wohnprojekt, das gemeinschaftliches Leben mehrerer Generationen unter einem Dach realisiert. Kleine Wohnungen, plus gemeinsam genutzte Räume sollen unter dem Strich Wohnen bezahlbar machen. Nach einer mehrjährigen Planung geht das Projekt jetzt in die Umsetzungsphase. Der Bauantrag wurde noch vor Weihnachten eingereicht, der Bauausschuss hat sein Einvernehmen erteilt, Mitte März wird die Baugenehmigung erwartet. Im September dieses Jahres soll die Baustelle beginnen.

    Das Wohnen an der Stefanusstraße 8, auf dem Gelände der ehemaligen Doemens-Brauereifachschule, wird ein Experiment. Die wenigsten der künftigen Bewohner werden viel Erfahrung mitbringen, wie man sich mit anderen arrangiert, Wohnflächen gemeinsam nutzt, dabei Rücksicht nimmt und Regeln einhält. Die neue Wohnform soll nämlich beides ermöglichen: Rückzug und Gemeinschaft. Es war ein langwieriger Prozess, ein Konzept für diese Gratwanderung zu finden. Erarbeitet hat es die Interessengemeinschaft Alte Brauakademie, in der sich Gräfelfinger Bürger aber auch Gemeinderäte engagieren. Nicht immer war der Findungsprozess von Harmonie geprägt, auch von Streit im Verein ist zu hören, jetzt soll alles wieder in ruhigen Bahnen laufen.

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    Das alte Schulungsgebäude auf dem Gelände bleibt erhalten und wird aufgestockt, auch die alte Villa wird weiter genutzt. Hinzu kommen zwei neue Gebäude. Insgesamt entstehen auf dem Areal 24 Wohnungen sowie zwei sogenannte Clusterwohnungen. Das sind kleine Appartements innerhalb einer Wohnung. Jeder Bewohner hat ein eigenes Zimmer – oder sogar zwei – mit eigenem kleinem Bad. Küche und Wohnzimmer werden von allen Bewohnern der Einheit geteilt. Es erinnert an die klassische Studenten-WG, nur jetzt für Menschen aller Generationen.

    Zusätzlich gibt es im Komplex fünf Gästezimmer, welche die Bewohner bei Bedarf zusätzlich anmieten können. Die Räumlichkeiten sind mit Dusche, WC und einer Kochnische ausgestattet. In der Villa entstehen zwei Gemeinschaftsräume, einer davon wird eine Küchenzeile erhalten, in dem ein temporäres Café betrieben werden kann, der andere kann für Bewegungs- und Entspannungsangebote sowie als Leseraum genutzt werden. Außerdem ist eine Bürgerwerkstatt vorgesehen, in der Interessierte ihren handwerklichen Neigungen nachgehen können.

    Ein sehr „emotionales“ Thema sei noch zu verhandeln, sagt Till Reichert, Geschäftsführer der Gemeindebau Gräfelfing, dem kommunalen Wohnungsunternehmen, das Bauherr des Projekts ist. Nämlich, wer in die neuen Wohnungen einziehen wird. Sicher sei laut Reichert, dass Gräfelfinger zum Zug kommen sollen. Es werde ein Vergabeverfahren geben, bei dem die Gemeinde einbezogen sei, meint Reichert. Dabei wird Fingerspitzengefühl gefragt sein, denn die Leute, die sich voraussichtlich ab Oktober 2028 eine neuartige Clusterwohnung teilen, gemeinsam kochen und den Feierabend zusammen auf dem Sofa verbringen, sollten auch gleich ticken.

    Dass zwischen Baugenehmigung und Baubeginn gut ein halbes Jahr liegt, hat mit der Sanierung des Bürgerhauses zu tun. Erst wenn die Baustelle dort abgeschlossen ist, kann die Gemeindebücherei, die derzeit provisorisch im alten Doemens-Schulungsgebäude untergebracht ist, wieder ins Bürgerhaus zurückziehen. Dieser Umzug ist für Sommer geplant.

  • Winterklausur der Grünen: CSU, Kirche – als nächstes die Gebirgsschützen?

    Winterklausur der Grünen: CSU, Kirche – als nächstes die Gebirgsschützen?

    Das war im Spätsommer schon eine kuriose Schlagzeile, ein Hingucker in der Landespolitik: Der frühere CSU-Vorsitzende Erwin Huber geht zu den Grünen! Nun gut, der Politrentner, einst Staatsminister und CSU-Generalsekretär, wechselte nicht die Partei. Aber er besuchte die Landtags-Grünen, kam auf deren Einladung zur Klausur und diskutierte in einem Passauer Wirtshaus mit Katharina Schulze über die Weltläufte. Zu denen zählte Huber die „Gemeinsamkeit der Demokraten“ und brachte eine in den Ohren von Ministerpräsident und Grünen-Fresser Markus Söder wohl unerhörte These auf: Die CSU könnte irgendwann noch froh sein, starke Grüne als potenziellen Koalitionspartner zu haben.

    Kurz darauf kam dann der frühere CSU-Ministerpräsident Günther Beckstein zu den Grünen; und debattierte auf deren Podium mit Fraktionschefin Schulze über kommunale Bürgerentscheide. CSU-Granden bei den Grünen, ein Trend? Das fragten sich viele prompt.

    Diese Woche hält die Grünen-Fraktion nun ihre Winterklausur ab, und man stellt mit Blick auf die Gästeliste fest: offenbar nicht. Dafür drängt sich der Eindruck auf: Die CSU haben die Grünen durch, jetzt gehen sie gleich eine Etage höher in der Hierarchie des Freistaats: Zu einem Podium am Münchner Nockherberg – Thema: Zusammenhalt der Gesellschaft – wird Kardinal Reinhard Marx erwartet. CSU, Kirche, was mag da als Nächstes kommen bei grünen Klausuren? Eine Abordnung der bayerischen Gebirgsschützen in voller Montur?

    Das alles ist auch mit der Anti-Grünen-Stimmung zu erklären, die im Landtagswahlkampf 2023 durchs Land waberte und einen Höhepunkt darin fand, dass Söder den Grünen das „Bayern-Gen“ abgesprochen hatte. Das sitzt immer noch tief, Grünen-Politiker erzählen einem das öfter, manche in breitem Dialekt. Ein Kampf gegen solche Zerrbilder, breitere Anschlussfähigkeit an grüne Ideen – das gilt in Parteikreisen als langfristiges Ziel. Zur Landtagswahl 2028 will man sich jedenfalls nicht noch mal von der Konkurrenz als Outsider in Bayern und Bürgerschreck brandmarken lassen.

    Die Grünen wollen regieren, das geht wohl nur mit der CSU

    Im jüngsten BR-„Bayerntrend“ stehen die Grünen recht stabil bei 13 Prozent. Längst haben sie in der Partei erkannt, dass dauerhaft eine Regierungsperspektive nur als Juniorpartner der CSU möglich sein wird. Zuletzt kam der Begriff „Service-Opposition“ auf. Die Taktik lautet wohl: sich anbieten, ohne sich anzubiedern. Gleichwohl, Anzeichen in der Staatskanzlei oder der CSU-Landesleitung, die ausgestreckte Hand auch nur wahrzunehmen, gibt es bislang keine.

    Schwerpunkt der Grünen-Klausur – nach dem Podium zum Auftakt mit Kardinal Marx, auch der frühere Skifahrer Christian Neureuther ist dabei  – wird übrigens das Thema Essen sein. Und da zumindest wollen sie es ganz anders machen als Söder. Angekündigt sind nicht Grillplatten-Fotos für Instagram, sondern Vorschläge für eine funktionierende, bezahlbare und regionale Lebensmittelversorgung.

  • Macht in der Weltwirtschaft: So funktioniert das amerikanische Imperium

    Macht in der Weltwirtschaft: So funktioniert das amerikanische Imperium

    Henry Farrell kennt das Imperium, über das nun Donald Trump herrscht, sehr gut. Der irische Politikwissenschaftler ist Professor für internationale Beziehungen und Demokratie an der Johns‑Hopkins‑Universität in Baltimore. Und er analysiert, wie die USA die globalisierte Welt missbrauchen.

  • Musiala nach mehr als sechs Monaten wieder auf dem Platz Comeback Kid

    Musiala nach mehr als sechs Monaten wieder auf dem Platz Comeback Kid

    Musiala nach mehr als sechs Monaten wieder auf dem Platz

    Comeback Kid

    Kaum 90 Sekunden nach seiner Einwechslung in Leipzig ist Jamal Musialas Lachen zurück. Darauf genau setzt Trainer Vincent Kompany, wenn es für die Bayern ernst wird in der Saison.

    Aus Leipzig berichtet

    Danial Montazeri

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    Jamal Musiala ist zurück: »Allein schon, dieses Lächeln zu sehen«

    Foto: David Hammersen / dpa

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    Im Bayern-Fanblock brandete Jubel auf, und selbst auf den Tribünen des Leipziger Stadions erhoben sich Menschen, um dem soeben eingewechselten Fußballer zu applaudieren, obwohl der beim Münchner Gegner spielte. Es lief die 87. Minute beim Bundesligaduell zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern, und Jamal Musiala gab sein Comeback. Nach mehr als sechsmonatiger Verletzungspause war einer der beliebtesten deutschen Fußballer zurück.

    Und dann dauerte es kaum 90 Sekunden bis zum Torjubel. Mit seinem allerersten Ballkontakt war Musiala an einem Treffer beteiligt, indem er den Ball zu Torschütze Michael Olise beförderte. Ob bewusst oder unbeabsichtigt, das war nicht eindeutig zu sagen. Mit geradezu kindlicher Freude feierte Musiala dann aber dieses 5:1 gegen RB, er hüpfte und lachte und quatschte mit Olise wie Jugendliche auf dem Schulhof.

    Musiala ist wieder da. Er will Spaß haben mit dieser Mannschaft, die in seiner Abwesenheit so viele Spiele gewann und Tore schoss; er will sie prägen.

    So kurz dieses Comeback auch war: Der Anfang lief vielversprechend. Zwar wird sich manches finden müssen mit Musiala im Münchner Offensivspiel, aber seine Freude über diese Rückkehr wirkte ansteckend.»Allein schon, dieses Lächeln auf seinem Gesicht zu sehen, als er auf dem Platz stand«, sagte Teamkollege Harry Kane nach dem Spiel und lächelte selbst.

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    Musiala in Leipzig: »Der Junge hat lange gekämpft«

    Foto: Matthias Schrader / AP

    Atlanta im Juli des vergangenen Jahres. Im Mercedes-Benz-Stadion jagt Musiala bei der Klub-WM dem Ball hinterher, als ihn der gegnerische Torhüter abräumt. Gianluigi Donnarumma, 1,96 Meter hoch, 90 Kilo schwer, kracht mit all seiner Masse auf Musialas linkes Bein und bricht es. Die Bilder des in unnatürlichem Winkel vom Bein abstehenden linken Fußes sorgen für Entsetzen.

    Von einem »Trauma für die ganze Mannschaft« sprach Bayern-Trainer Vincent Kompany am Samstagabend in Leipzig. »Der Junge«, sagte er weiter, habe »lange gekämpft«, um es zurück auf den Fußballplatz zu schaffen.Mehrfach sprach Kompany in den vergangenen Wochen über die Kraft, die von Musialas Comeback auf das Team ausstrahle.

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    Eine Kolumne von Danial Montazeri

    »Wenn du rauskommst aus diesem dunklen Tunnel, dann sind auf einmal auch die kleinen Sachen toll«, hatte er vor dem Leipzig-Spiel gesagt. »Vergiss nie, wie sich das anfühlt«, dies sei sein Rat an Musiala und andere Verletzte im Team.Kompany weiß, wovon er spricht. Als Spieler verletzte er sich über 30-mal, oft schwerwiegend. Stets kämpfte er sich zurück. Jemand, der Kompany seit vielen Jahren eng begleitet, sagte dem SPIEGEL einmal: »Vince würde wohl sagen, dass er eine große Karriere wegen und nicht trotz seiner Verletzungen hatte.«

    »Wie er jetzt auf dem Platz läuft, er ein richtiger Athlet!«Über Musiala und den ebenfalls lange fehlenden Alphonso Davies sagte Kompany nun, dass sie körperlich weiter seien als vor ihren Ausfällen. Sie hätten an ihrer Muskulatur gearbeitet, seien dadurch stabiler als vor ihren Verletzungen. Für derlei Training sei im Profialltag mit all den Spielen keine Zeit.

    »Wie er jetzt auf dem Platz läuft, er ein richtiger Athlet!«, sagte Kompany nach dem 5:1-Erfolg.Vor seiner Vorlage legte Musiala einen Sprint über das halbe Spielfeld zurück. Kurz darauf schmiss er sich in der eigenen Hälfte nacheinander in zwei Zweikämpfe und grätschte den Ball ab.

    Musiala wirkte tatsächlich gierig und kraftvoll. Und er deutete an, dass er nichts an Mobilität eingebüßt hat. Seine markanten schlängelnden Bewegungen, die für Verteidiger so unberechenbar sind, sie sind zurück.Chancen zugelassen wie nie in der SaisonFür die Bayern kommt Musialas Rückkehr zur rechten Zeit. Es mag absurd klingen angesichts des Münchner Starts ins Jahr 2026, der aus drei Siegen und 16:3 Toren besteht, aber: Die Mannschaft muss für diese Erfolge schwer schuften.

    Leipzig hatte sich zur Pause einen Expected-Goals-Wert von 2,45 erspielt, sich also etliche gute Chancen erarbeitet, aber bloß eine genutzt. Der Höchstwert, den der FC Bayern in dieser Bundesligasaison zugelassen hatte, lag bis dahin bei 1,37 Expected Goals, entstanden im Oktober gegen Dortmund. In 90 Minuten, wohlgemerkt. In Leipzig waren es am Ende 3,02.

    Gerade in der ersten Hälfte fehlte es den Münchnern an Energie, Leipzig wirkte frischer und aggressiver. Erst als sich das nach der Pause grundlegend änderte, drehten die Bayern das Spiel. Sechs Kilometer mehr als Leipzig sei man in der zweiten Halbzeit gelaufen, sagte die Münchner hinterher mit einigem Stolz.

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    Aber wer immer so viel läuft und ständig spielt, dem droht die Energie auszugehen. Auch deshalb kommen die Rückkehrer Musiala und Davies zur richtigen Zeit. Weil sich die Belastung auf mehr Profis verteilt. Und weil die kindliche Freude und die Gier dieser Spieler eine ansteckende Wirkung haben kann. Plötzlich sind Kleinigkeiten wie eine gelungene Grätsche wieder etwas Besonderes.

    Trainer Kompany hat es geschafft, dass die Münchner Fußballer fast immer mehr laufen und arbeiten als die Gegner. Um dies selbst jetzt noch aufrechtzuerhalten, wo die Bayern elf Punkte vor Platz zwei liegen, benötigt er eine Erzählung, die bei den Spielern verfängt. Diese Erzählung ist der Hunger von Musiala und Davies. Die, die ihren Kollegen bislang beim Siegen zuschauen mussten, sollen ihnen nun zum Vorbild werden.

    Als er vor dem Leipzig-Spiel über Musiala und Davies sprach, verwies Kompany noch einmal auf sich selbst. So oft er auch verletzt gewesen sei: »In den letzten 15 Spielen einer Saison war ich immer dabei.« Dann also, wenn die wichtigen Entscheidungen anstehen. Wenn es um Titel geht.

    »Bisher haben diese Spieler noch noch keinen unvergesslichen Moment verpasst.«

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    Von Kimmich angeschoben

    Foto: Matthias Schrader / AP

    Das war Kompanys Botschaft an seine Rückkehrer: Viele Siege mögen sie verpasst haben, aber die entscheidenden Saisonmomente können sie noch immer prägen. In den K.-o.-Spielen im Pokal und in der Champions League. So versucht der Trainer, ihren Hunger noch größer werden zu lassen. Und den der anderen Bayern gleich mit.

    Nach dem Abpfiff, als die Bayern in Richtung ihres Fanblocks liefen, wurde Musiala von Joshua Kimmich überrumpelt. Dieser griff sich den Rückkehrer und schob ihn mit beiden Händen vorwärts, direkt vor die Anhänger, damit er und er allein gefeiert werden konnte.

    Musiala wirkte ein wenig verloren. Dabei war er genau dort angekommen, wo er so viele Monate hinwollte.

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  • Auf einmal fällt sie um!Wie vom Blitz getroffen sackt ein Ballmädchen bei

    Auf einmal fällt sie um!Wie vom Blitz getroffen sackt ein Ballmädchen bei

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    Auf einmal fällt sie um!

    Wie vom Blitz getroffen sackt ein Ballmädchen bei den Australian Open in Melbourne zusammen. In der Partie zwischen der Türkin Zeynep Sönmez (23) und der Russin Ekaterina Alexandrova (31) ist die Hitze zu stark. 28 Grad Lufttemperatur herrschen am Sonntag auf der Tennis-Anlage, in der Sonne um die 35. Das ist zu viel für die zierliche Schülerin.

    Als Alexandrova zum Gewinn des zweiten Satzes aufschlägt, steht die Kleine neben dem Schiedsrichterstuhl. Auf einmal macht sie zwei Schritte nach hinten, geht dann wieder zwei nach vorn, um nach zwei kleinen Dribbelschritten nach hinten einfach umzufallen. Sofort kommen ihr Sönmez und Schiedsrichter Chase Urban (USA) zur Hilfe. Sie steht, will wohl offensichtlich weiter ihren Job machen, aber das lassen die beiden zum Glück nicht zu.

    [–>Ballkind zum Arzt, dann nach Hause

    Sönmez und zwei Ordnerinnen führen sie vom Feld, dabei sackt sie in den Armen der Spielerin richtig zusammen, kann nicht mehr selbst gehen. Doch am Ende geht die Sache gut aus. Das Mädchen wird sofort zum Arzt gebracht, danach erst darf sie nach Hause gehen. Glück im Unglück also für das Ballkind, dass nichts weiter passiert ist. Der Platz 1573, benannt nach einem chinesischen Schnaps-Hersteller, gilt als der heißeste im Melbourne Park. Hier knallt die Sonne erbarmungslos rein. Da ist es unerheblich, dass das Mädchen zum Zeitpunkt des Unfalls im Schatten stand.

    Zeynep Sönmez zeigt am Sonntag ein großes Herz

    Zeynep Sönmez zeigt am Sonntag ein großes Herz

    Alexandrova hat nach Wiederaufnahme der Partie den Satz 6:4 gewonnen, nachdem sie den ersten 5:7 verlor. Am Ende siegt jedoch die Außenseiterin, die den dritten Durchgang 6:4 für sich entscheidet. Für Sönmez ist der Einzug in die 2. Runde der Australian Open eine Premiere. Die Qualifikantin stand vergangenes Jahr in Wimbledon sogar schon mal in der 3. Runde. Am Mittwoch trifft sie nun auf die Ungarin Anna Bondar (28) oder die Amerikanerin Elizabeth Mandlik (24).

    Aber das ist alles zweitrangig. Sönmez hat sehr gut reagiert und dem Ballmödchen geht es besser. Das ist alles, was zählt.

  • Nach dem 0:0 beim Hamburger SV bekam Moritz Nicolas (28) sogar Lob

    Nach dem 0:0 beim Hamburger SV bekam Moritz Nicolas (28) sogar Lob

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    Nach dem 0:0 beim Hamburger SV bekam Moritz Nicolas (28) sogar Lob von den eigenen Mitspielern. Jens Castrop (22): „Mo macht es richtig gut. Den Punkt haben wir auch ihm zu verdanken, Mo macht einen richtig guten Job auf der Linie und auch in der ersten Halbzeit rettet er uns einige Male. Hut ab! Ich weiß gar nicht, wie viele Spiele wir schon zu Null haben.“

    [–>BILD kann nachhelfen: Die Nullnummer war bereits das achte Spiel in dieser Saison, in dem Nicolas ohne Gegentreffer blieb. In der Liga ist momentan nur Dortmunds Gregor Kobel (28) mit neun „weißen Westen“ noch erfolgreicher. Für den Gladbach-Keeper ist das bereits jetzt ein neuer Saisonbestwert. In der Saison 2023/24 hielt er bei 27 Spielen viermal die Null, in der Saison 2024/25 bei 19 Einsätzen fünfmal.

    Trotz seiner starken Leistung beim Aufsteiger (BILD-Note 2) war Nicolas mit dem Auftreten der Mannschaft aber überhaupt nicht zufrieden: „Wir haben uns etwas ganz anders vorgenommen. Wir wollten mit einer ganz giftigen Art und Weise und viel Energie ins Spiel starten. Von Beginn an da sein, eklig sein – das haben wir aber leider so nicht umgesetzt bekommen. Gerade mit dem Ball hatten wir zu viele Ballverluste, zu viele technische Fehler. Wir haben es nicht geschafft, mal längere Ballbesitzphasen zu haben.”

    „Insgesamt war es kein gutes Spiel.“

    Ab der 60. Minute wurde es dann besser, Borussia fand mehr und mehr in die Partie. Nicolas: „Zum Ende hin hatten wir ein bisschen mehr Kontrolle und auch die eine oder andere Halbchance. Aber insgesamt glaube ich, ist es kein gutes Spiel gewesen.”

    Das soll sich nächsten Sonntag in der Bundesliga im Borussia-Park gegen den VfB Stuttgart aber wieder ändern. Nicolas zur nächsten Gladbach-Aufgabe: „Wir müssen nach der englischen Woche jetzt die Kräfte bündeln. Und dann mit einer viel besseren Qualität in das Spiel starten. Mit sauberen Aktionen, weniger technischen Fehlern. Wir müssen insgesamt einfach eine ekligere Art und Weise an den Tag legen und viel Energie haben.“