Ondertussen bij de Buren (bèta/AI-testfase)

Ondertussen bij de Buren is een experimentele website met focus op Duits nieuws. Via artificiële intelligentie (AI) wordt geprobeerd het nieuws van Duitsland te selecteren. Er wordt veel geëxperimenteerd, waardoor deze site regelmatig nogal veranderd. Zo wordt getracht consistente vertalingen te realiseren. Ook de kwaliteit van de afbeeldingen wisselt door experimenten. Als bronnen dienen geselecteerde RSS-feeds van diverse Duitse nieuwsbronnen. RSS-feeds worden door de bronnen zelf beschikbaar gesteld en bevatten nooit het gehele artikel, maar in kop, introductietekst of samenvatting en waar mogelijk een afbeelding. Hierdoor is het risico op rechtenschending nagenoeg nihil.

„Ondertussen bij de Buren“ (Mitlerweile bei den Nachbarn) ist eine experimentelle Website, die sich auf deutsche Nachrichten konzentriert. Sie nutzt künstliche Intelligenz (KI), um Nachrichten aus Deutschland auszuwählen. Aufgrund laufender Experimente – etwa bei dem Versuch, konsistente Übersetzungen zu erzielen – unterliegt die Seite häufigen Änderungen; auch die Bildqualität variiert infolge dieser Versuche. Als Quellen dienen ausgewählte RSS-Feeds verschiedener deutscher Nachrichtenanbieter. Diese Feeds werden von den Anbietern selbst bereitgestellt und enthalten niemals den vollständigen Artikel, sondern lediglich eine Überschrift, einen Einleitungstext oder eine Zusammenfassung sowie – sofern verfügbar – ein Bild. Der vollständige Artikel lässt sich über einen Link bei der jeweiligen Quelle abrufen, wodurch das Risiko einer Urheberrechtsverletzung praktisch ausgeschlossen ist.

Categorie: Nieuws

  • „Passen die Ansprüche nicht“: Der knallharte Grund für das Toppmöller-AusMehr zum Video

    „Passen die Ansprüche nicht“: Der knallharte Grund für das Toppmöller-AusMehr zum Video

    <!–>

    [–>

    „Passen die Ansprüche nicht“: Der knallharte Grund für das Toppmöller-Aus

    Mehr zum Video anzeigen

    Zur Entlassung von Toppmöller hat auch Experte Marcel Reif eine Meinung.

    Quelle: BILD

  • „Wer tut sich das jetzt an?“: Reif legt sich auf neuen Eintracht-Trainer

    „Wer tut sich das jetzt an?“: Reif legt sich auf neuen Eintracht-Trainer

    <!–>

    [–>

    „Wer tut sich das jetzt an?“: Reif legt sich auf neuen Eintracht-Trainer fest

    Mehr zum Video anzeigen

    Nach dem aus von Dino Toppmöller muss sich jetzt für einen neuen Trainer entschieden werden.

    Quelle: BILD

  • Reif ist Live vom 19.01.26: Alles zum Endspiel-Eklat im Afrika-CupMehr zum Video

    Reif ist Live vom 19.01.26: Alles zum Endspiel-Eklat im Afrika-CupMehr zum Video

    <!–>

    [–>

    Reif ist Live vom 19.01.26: Alles zum Endspiel-Eklat im Afrika-Cup

    Mehr zum Video anzeigen

    Das Finale beim Afrika Cup war von Skandalen überhäuft. Die Bayern zerlegen nach Belieben die Bundesliga und Eintracht Frankfurt sucht einen Nachfolger für Dino Toppmöller. Viel zu besprechen für Moderatorin Valentina Maceri und Experte Marcel Reif.

    Quelle: BILD

  • Demos gegen Davos: „Es ist absurd, diesen Menschen eine Plattform zu bieten“

    Demos gegen Davos: „Es ist absurd, diesen Menschen eine Plattform zu bieten“

    Das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos ist umstritten. Manche sehen gerade in dem diesjährigen Treffen ein letztes Aufbäumen der internationalen Ordnung, eine letzte Chance für den Multilateralismus. Für andere ist das WEF ein Teil des Problems. Vor allem, seit sich US-Präsident Donald Trump angekündigt hat und damit alle anderen Teilnehmer und Themen in den Schatten stellt.

    „Ich finde es eine Schande, dass die bürgerliche Politik in der Schweiz für Trump und andere Kriegstreiber den roten Teppich ausrollt“, sagt Mirjam Hostetmann. Sie ist Präsidentin der Schweizer Jusos, der Jugendorganisation der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz (SP), die man politisch zwischen der SPD und der Linken einordnen kann. Die Jusos sind Mitorganisatoren einer Protestwanderung und einer Demonstration, die am Wochenende vor dem Beginn des WEF in Davos stattfand.

    „Es ist absurd, diesen Menschen eine Plattform zu bieten. Sie sind es, die von Kriegen profitieren und diese auch brauchen“, sagt die junge Politikerin, während auf dem Parkplatz vor dem Rathaus von Davos Transparente ausgerollt werden und die Musikanlage getestet wird. „Ich frage mich, ab welchem Punkt man mit diesen Menschen noch verhandeln kann oder ob man irgendwann mal klare Kante zeigen muss.“ Problematisch findet sie nicht nur Trump, sondern zum Beispiel auch den neuen syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa. Der soll am Donnerstag in Davos auftreten. „Oder Alex Karp von Palantir, der die digitale Infrastruktur liefert, um Menschen auf der ganzen Welt zu verfolgen“, fährt sie fort. Palantir, benannt nach den weissagenden Steinen aus „Der Herr der Ringe“, entwickelt Überwachungssoftware für Staaten und Unternehmen.

    Die Gegner des Weltwirtschaftsforums meinen es ernst mit der grundsätzlichen Kritik an den Teilnehmern und dem Treffen. Ursprünglich wollten sie mit dem Slogan „Friede der Welt, Krieg dem WEF“ nach Davos ziehen. Die Parolen wurden dann aber schon im Vorfeld entschärft. Bis auf eine kurze Straßenblockade durch die Aktivisten auf der Wanderung nach Davos gab es keine Zwischenfälle. Der durch den Sitzstreik verursachte Stau hatte wahrscheinlich auch keinen großen Effekt. Wegen der Anreisen und Vorbereitungen ging es bereits am Wochenende in Davos auf den meisten Straßen nur im Schritttempo voran.

    Die Polizei hat den Bereich um den Platz vor dem Rathaus trotzdem vorsichtshalber mit Flatterband abgesperrt und eine Kette auf dem Gehweg zur Promenade gebildet. Keiner der Demonstrierenden soll dort den Aufbau der Pavillons stören, in denen sich die großen Unternehmen auf dem Weltwirtschaftsforum präsentieren. Obwohl man versucht, die Demo so gut es geht zu verstecken, bleiben doch viele Passanten auf der Suche nach ihrem Hotelzimmer oder dem Kongresszentrum kurz stehen und hören sich ein paar der Punkrock-Songs oder die antikapitalistischen Allgemeinplätze an, die von der Bühne geschmettert werden. „Hinter Krieg und Krisen steht das Kapital“ zum Beispiel. Immer wieder versuchen sich Unbeteiligte mit Skiern oder Rollkoffern einen Weg durch die Menge zu bahnen.

    Neben der Demo laufen im Hintergrund die letzten Vorbereitungen für das Weltwirtschaftstreffen. Und auch der Skitourismus kam am Wochenende in Davos noch nicht ganz zum Erliegen.
    Neben der Demo laufen im Hintergrund die letzten Vorbereitungen für das Weltwirtschaftstreffen. Und auch der Skitourismus kam am Wochenende in Davos noch nicht ganz zum Erliegen. (Foto: Denis Balibouse/Reuters)

    Die Demo ist zugelassen für 300 Personen, und der Platz ist gut gefüllt, aber nicht ganz voll. Möglich, dass in Davos insgesamt etwas mehr Demonstrierende unterwegs sind. Die von verschiedenen Seiten angegeben Zahlen zu solchen Veranstaltungen gehen immer weit auseinander.

    Die Polizei bleibt die ganze Demo über entspannt, auch als zwei Vermummte auf das Bushäuschen klettern und Sprechchöre den Beamten unterstellen, „Faschisten“ zu beschützen. Die Positionen der Protestteilnehmer sind dabei sehr breit gefächert. Polizisten die Zusammenarbeit mit Faschisten zu unterstellen, ist eher eine Extremposition. Die Palästinensertuchdichte ist zum Beispiel ebenfalls hoch, in den gespielten Songs und manchen Aufklebern geht es aber auch explizit gegen Antisemitismus. Und viele tragen „No Kings“-Schilder, wie bei den Anti-Trump-Demos in den USA.

    Viele der Demonstrierenden positionieren sich gegen jede Art von Militarismus und Aufrüstung.
    Viele der Demonstrierenden positionieren sich gegen jede Art von Militarismus und Aufrüstung. (Foto: Gian Ehrenzeller/Gian Ehrenzeller/Keystone/dpa)

    Unter den Teilnehmerinnen ist auch das Feministische Kollektiv Graubünden. Die Mitglieder stören sich ebenfalls an vielen der Teilnehmer beim WEF. „Wir kommen hierher, um anzuprangern, dass wir als Gastkanton auch verurteilte Verbrecher beherbergen und ihnen eine Bühne bieten“, sagt Giulia Casale. „Wir möchten die Werte des feministischen Friedens vertreten: Lösungen suchen und finden gegen die weltweite Kriegstreiberei und das Aufrüsten.“

    In Laborkitteln ist eine ganze Gruppe der Klimaaktivisten von Scientist Rebellion mit nach Davos gewandert. „Das WEF ist ein Symbol der Reichen und Mächtigen und der Großkonzerne, die den größten Beitrag zum Klimawandel leisten“, sagt der Atmosphärenforscher Christoph Rieß. „Das sind die Einzigen, die es ändern können. Sie haben die Macht und lassen uns aber nicht mitreden. Die treffen hinter verschlossenen Türen Entscheidungen für die ganze Welt, für unsere Zukunft, für unsere Kinder, für unsere Umwelt.“ Dieser Meinung sind viele der Demo-Teilnehmer.

    Eigentlich war während des Weltwirtschaftsforums noch eine weitere Demonstration geplant. Diese wurde aber nicht genehmigt. „Das finde ich demokratiepolitisch schon äußerst fragwürdig“, sagt Mirjam Hostetmann. Am Montagabend wird dafür auch in Zürich gegen Trump demonstriert. Dort hängen schon seit Wochen die Plakate dafür. Auf viele wurden aber auch Herzchen und andere Liebesbekundungen für Trump gemalt. Trotz der hohen Zölle und seines rabiaten Umgangs mit dem Land hat der US-Präsident in der Schweiz Fans.

    Peter Nielsen, der auch in Davos bei der Demo dabei ist, gehört aber definitiv nicht dazu. Er hat eine Dänemark-Fahne an seinem Rucksack befestigt und stammt aus dem Land, dem der amerikanische Präsident gerade Grönland abringen möchte. „Dass Trump kommt, ist ja eigentlich Wahnsinn“, sagt er. „Trump hat immer nur seine eigene Agenda. Er kommt nicht, um hier mit anderen Leuten und Nationen zusammenzuarbeiten. Er kommt, um zu sagen, was er will. Sonst droht er mit den Zöllen oder was auch immer.“

    Etwas weiter hat sich ein Demonstrant als Trump verkleidet, mit weißem Hemd, roter Krawatte und rotem Maga-Käppi. Zusammen mit einem anderen, der mit Stars-and-Stripes-Zylinder und rotem Frack wahrscheinlich Uncle Sam darstellen soll, rappt er im Karaoke-Stil zu „Killing in the Name“ von Rage Against the Machine, mit leicht auf Trump angepasstem Text.  Ein als Hund verkleideter Demonstrant filmt den Auftritt. Es lachen alle darüber.

  • Prognose: IWF rechnet mit stärkerem Wachstum der deutschen Wirtschaft

    Prognose: IWF rechnet mit stärkerem Wachstum der deutschen Wirtschaft

    Die deutsche Wirtschaft wird im laufenden Jahr nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) stärker wachsen als bislang angenommen. 2026 dürfte das Plus bei 1,1 Prozent liegen und damit 0,2 Prozentpunkte höher ausfallen als noch im Oktober prognostiziert, wie der IWF mit Sitz in Washington mitteilte. Unter anderem dürften staatliche Milliardenausgaben kurzfristig für Auftrieb sorgen und damit die bremsenden US-Zölle abfedern.

    Die IWF-Experten positionieren sich damit deutlich optimistischer als etwa die Bundesbank und das Ifo-Institut. Zugleich bleibt der IWF vorsichtiger als die Bundesregierung, die ein Wachstum von 1,3 Prozent erwartet. Die Bundesregierung setzte bei ihrer Prognose vor allem auf die Nachfrage im Inland. Stabile Preise, Lohnsteigerungen und Entlastungen ließen die verfügbaren Einkommen der Privathaushalte steigen. Für 2027 erwarten die IWF-Experten weiter ein Wachstum von 1,5 Prozent.

    Laut IWF-Prognose wird Deutschland im laufenden Jahr damit stärker wachsen als andere G-7-Länder: Nachdem die Bundesrepublik im vergangenen Jahr noch das Schlusslicht unter den großen westlichen Industrienationen der Gruppe bildete, hinken nun Japan und Italien mit einem prognostizierten Wachstum von 0,7 Prozent hinterher. Auch Frankreich dürfte sich mit 1,0 Prozent etwas schwächer entwickeln als Deutschland.

    Auch die USA entwickeln sich dem IWF zufolge besser als gedacht

    Für die Eurozone rechnet der IWF in diesem Jahr nun mit einem Plus von 1,3 Prozent (Oktober: 1,2 Prozent). Für 2027 erwarten die Experten weiter ein Konjunkturplus von 1,4 Prozent. Das etwas schnellere Wachstum kommendes Jahr spiegele die prognostizierten höheren Ausgaben im öffentlichen Sektor wider, insbesondere in Deutschland. Auch Irland und Spanien dürften sich stark entwickeln, heißt es. Den Effekt durch die Erhöhung von Verteidigungsausgaben dürfte sich indes erst in den Folgejahren bemerkbar machen, da diese auf mehrere Jahre verteilt geplant sind.

    Die USA werden sich der IWF-Prognose zufolge erneut besser entwickeln als gedacht. Für dieses Jahr soll das Wachstum 2,4 Prozent (Oktober: 2,1 Prozent) betragen. Unter anderem liegt das an dem niedrigeren Leitzins, den die US-Notenbank Federal Reserve im vergangenen Jahr in mehreren Schritten gesenkt hatte. Zudem dürften die negativen Auswirkungen der US-Zölle für die heimische Wirtschaft allmählich nachlassen. Für 2027 erwarten die Experten dann ein Abflauen auf 2,0 Prozent (Oktober: 2,1 Prozent).

    Auch die Weltwirtschaft dürfte nun laut IWF mit 3,3 Prozent (Oktober: 3,1) etwas stärker zulegen. Für 2027 bleiben die Experten bei ihrem Ausblick von 3,2 Prozent. Insgesamt sehen die Experten mehr Abwärtsrisiken als Aufwärtspotenzial: Mit Sorge verweisen sie auf ein mögliches Platzen der Blase rund um Künstliche Intelligenz, die zu „einem Investitionsrückgang und einer abrupten Korrektur an den Finanzmärkten“ führen könnte. Die Konsequenzen könnten dann auch andere Branchen treffen. Sollte die KI-Blase doch nicht platzen, könnte Künstliche Intelligenz nachhaltig das Wachstum ankurbeln.

    Zudem warnt der IWF davor, dass sich Handelskonflikte weiter verschärfen und damit die Wirtschaftsproduktivität stärker belasten könnten als gedacht. „Innenpolitische oder geopolitische Spannungen könnten ausbrechen, neue Unsicherheiten schaffen und die Weltwirtschaft durch ihre Auswirkungen auf Finanzmärkte, Lieferketten und Rohstoffpreise stören“, heißt es weiter.

  • Wohnungsmarkt: Mieten steigen um 4,5 Prozent

    Wohnungsmarkt: Mieten steigen um 4,5 Prozent

    Die Mieten in deutschen Städten sind am Jahresende 2025 einer Studie zufolge deutlicher gestiegen als die Verbraucherpreise. Im vierten Quartal legten sie im bundesweiten Durchschnitt um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wie das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) am Montag zu seiner ‍Auswertung mitteilte. Inflationsbereinigt zogen die Angebotsmieten demnach um 2,3 Prozent an. „Wohnungssuchende haben es aktuell schwer“, sagte IfW-Immobilienexperte Jonas Zdrzalek. „Das klassische Angebot geht ‌zurück, die Preise steigen und die Konditionen werden über immer mehr befristete Verträge oder möblierte Angebote härter.“

    Verglichen mit dem Vorquartal legten die Angebotsmieten um 1,0 Prozent zu. In ⁠sieben der acht größten deutschen Städte stiegen sie. Besonders kräftige ‌Zuwächse verzeichneten demnach Köln mit plus 3,4 Prozent und München mit plus 1,9 Prozent. In Hamburg und Frankfurt am Main entsprachen die Anstiege in etwa dem bundesweiten Durchschnitt von einem Prozent. Düsseldorf verzeichnete einen Mini-Rückgang (minus 0,1 Prozent).

    Am höchsten lag die ‍durchschnittliche Kaltmiete pro Quadratmeter in München mit 23,35 Euro, ‌gefolgt von Frankfurt am Main mit 17,36 Euro. Leipzig ist mit 10,22 Euro pro Quadratmeter die günstigste Stadt unter den Top acht. Über alle 37 erfassten Städte und Regionen hinweg ergibt sich ein Durchschnitt von 14,41 Euro pro Quadratmeter.

    Die Zahl der Wohnungsinserate nahm den Angaben nach am Jahresende 2025 um mehr als ⁠zehn Prozent ab. Im langfristigen Vergleich liegt die Zahl der Wohnungsinserate zur Miete damit etwa 20 Prozent unter dem Niveau von 2015. Zugleich erreichte der Anteil befristeter Verträge und möblierter Wohnungen ein Rekordhoch: Bundesweit entfielen 2025 ‍inzwischen mehr als 17 Prozent aller Inserate auf dieses Segment, also ‌mehr als jedes sechste Inserat. In den acht größten Städten lag der Anteil bei nahezu einem Viertel, in München sogar bei rund einem Drittel.

    „Bei Neuvermietungen in Großstädten dürften gerade Geringverdiener beziehungsweise Menschen in Ausbildung und Studium zunehmend an ihre Belastungsgrenze stoßen“, sagte Zdrzalek. „Auch Fachkräfte aus dem In- und Ausland ‍tun sich mit einem Umzug vermutlich oft schwer.“ Das weiter sinkende Mietangebot könne auch ⁠ein Zeichen dafür sein, dass Menschen mit Altverträgen ihre Wohnung nach Möglichkeit halten oder viele Objekte mittlerweile ohne Inserat vergeben werden.

  • SZ-Serie: Die machen Mut: Prothesen und Operationen für die, denen sonst niemand hilft

    SZ-Serie: Die machen Mut: Prothesen und Operationen für die, denen sonst niemand hilft

    Man überlebt oder man überlebt nicht: Das sind die zwei Möglichkeiten, wenn jemand auf dem Land in Sierra Leone einen schweren Unfall hat. Wie man überlebt, das ist dann allerdings die Frage. Sind Knochen gebrochen, Gelenke zerschmettert, dann bleibt das eben so, es gibt niemanden, der daran etwas ändern könnte. „Manchmal sind die Knochen im rechten Winkel zusammengewachsen, manchmal gar nicht“, sagt Wolfgang Haller, „manche kommen mit dem Stock, und der Oberschenkelknochen verschiebt sich beim Gehen.“

    Der Ebersberger Orthopäde hat in den vergangenen 20 Jahren so manches gesehen, was Mediziner hierzulande seit Jahrzehnten nicht mehr zu Gesicht bekommen haben – einfach, weil es in Deutschland keine Option ist, einen Bruch monate- oder sogar jahrelang unversorgt zu lassen. Doch in Sierra Leone ist gute medizinische Versorgung einem sehr kleinen Kreis vorbehalten. So etwas wie eine Unfallchirurgie gibt es dort nicht an den Krankenhäusern. Und so bleibt weiter viel zu tun für Wolfgang Haller und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter von den „Orthopedics for the Developing World“.

    Der Orthopäde Wolfang Haller hat in Ebersberg eine Praxis gegründet und auch in der Kreisklinik operiert. In Sierra Leone ist er inzwischen hauptsächlich für die Triage verantwortlich.
    Der Orthopäde Wolfang Haller hat in Ebersberg eine Praxis gegründet und auch in der Kreisklinik operiert. In Sierra Leone ist er inzwischen hauptsächlich für die Triage verantwortlich. (Foto: Christian Endt)

    Gegründet wurde der Verein 1997 von Fritjof Schmidt-Hoensdorf. Das Ziel ist über die Jahrzehnte gleich geblieben: die Förderung der unfallchirurgischen und orthopädischen Chirurgie und der Orthopädietechnik in Entwicklungsländern, speziell in Sierra Leone. Auch eine Werkstatt, die orthopädische Hilfsmittel überwiegend für Leprakranke herstellt, wurde unterstützt. Doch die Hürden, auf die die Ärzteteams gestoßen sind, waren immer wieder neue: der zehnjährige Bürgerkrieg, der bis 2002 gedauert und am Land und an den Menschen schlimme Wunden hinterlassen hat, dann Ebola, dann Corona. Und auch die Tatsache, dass das Thema Entwicklungshilfe, um es vorsichtig auszudrücken, bei vielen Regierungen in Europa nicht mehr weit oben auf der Agenda steht.

    Die orthopädische Werkstatt gibt es inzwischen längst nicht mehr, doch der Verein macht unermüdlich weiter. Gerade erst war Wolfgang Haller mit einem Team, zu dem zwei OP-Schwestern, zwei Anästhesisten, drei Chirurgen und zwei Kinderärzte gehörten, wieder im St. John of God Hospital in Lunsar, etwa 120 Kilometer von der Küste und der Hauptstadt Freetown entfernt. Seit 2005 ist er regelmäßig als Arzt im Ausland im Einsatz, seit etwa zehn Jahren leitet er den Verein, dem um die 70 Mitglieder angehören. Momentan schafft er es, jährlich drei Ärzteteams für je zwei Wochen nach Sierra Leone zu schicken, „ein Tropfen auf dem heißen Stein“, das weiß auch Haller, aber immerhin das.

    Hier geht's zum Röntgen. Danach entscheiden die Mediziner, wem sie wie helfen können – und wen sie vielleicht auch wieder heimschicken müssen.
    Hier geht’s zum Röntgen. Danach entscheiden die Mediziner, wem sie wie helfen können – und wen sie vielleicht auch wieder heimschicken müssen. (Foto: privat)
    Derzeit fliegen dreimal jährlich Teams aus Ärzten und OP-Schwestern nach Sierra Leone, um Operationen vorzunehmen, die dort sonst keiner machen kann.
    Derzeit fliegen dreimal jährlich Teams aus Ärzten und OP-Schwestern nach Sierra Leone, um Operationen vorzunehmen, die dort sonst keiner machen kann. (Foto: privat)

    Haller, dem der chirurgische Teil seines Berufs immer besonders viel Spaß gemacht habe, wie er erzählt, steht heute nur noch selten im Operationssaal. Er ist inzwischen meist in der Ambulanz für die Triage zuständig, bei ihm stellen sich täglich bis zu 100 Patientinnen und Patienten vor: Wem kann man helfen mit den vorhandenen Mitteln, wen muss man wieder wegschicken? Das sind Entscheidungen, die der 73-Jährige zu treffen hat. Entscheidungen, mit denen auch Hoffnungen zerstört werden müssen.

    Oft sind Amputationen das Einzige, was die Ärzte noch tun können

    „Es ist oft schon sehr belastend“, sagt Wolfgang Haller, „acht von zehn Patienten müssen wir sagen: Sorry, für dich können wir nichts tun.“ Wenn neue Gelenke notwendig wären, ist das etwa der Fall. Denn unter den hygienischen Bedingungen in Sierra Leone wäre der Eingriff viel zu gefährlich. Ebenso gäbe es niemanden, der sich um die Nachsorge kümmern könnte, wenn die Ärzteteams wieder weg sind. Manchmal bleibt den Medizinern nur, die Menschen mit Gehstöcken oder Krücken zu versorgen.

    Sehr oft müssen die Ärzteteams Amputationen vornehmen, wenn mit anderen Mitteln nicht mehr zu helfen ist, weil das Gewebe chronisch infiziert oder der Knochen zerstört ist. Ein Schritt, der für Patienten immer fürchterlich ist, auch in Sierra Leone. Dennoch erinnert sich Wolfgang Haller besonders beeindruckt an einen jungen Mann, etwa 20, dem in diesem Jahr wegen einer chronischen Knochenentzündung am Unterschenkel genau dieses Schicksal widerfahren ist. Er gewöhnte sich schnell an die neue Prothese, versteckte sie auch nicht – und zeigte anderen Patienten, dass es möglich ist, trotz einer Amputation wieder am Leben teilzunehmen. „Er hatte richtiges Sendungsbewusstsein“, beschreibt es der Ebersberger Arzt.

    Man hat wirklich das Gefühl, man macht was, was sonst keiner machen würde.

    Wolfgang Haller

    Krücken, Prothesen, Schrauben und Platten, sogar Abdeckmaterial für die OPs besorgt der Verein selbst. Er zahlt auch bei der Klinik für die Unterbringung – die eigene und die der behandelten Patienten, denn das Krankenhaus könnte das nie aus dem eigenen Etat stemmen. Bei der Beschaffung des Materials sei man inzwischen ganz findig, erzählt Haller. Eine Platte, wie man sie für die Behandlung einer Oberschenkelfraktur braucht, sowie zehn bis zwölf Schrauben dazu, kostet in Deutschland an die 600 Euro. Der Verein bezieht das Material über Tansania aus China und zahlt 80 Euro. Alles wird rein über Spenden finanziert, ohne Unterstützerinnen und Unterstützer könnte der Verein gar nicht arbeiten.

    Fordernd ist allerdings nicht nur die Finanzierung des Projekts, fordernd sind auch die Arbeitsbedingungen. „Es hat schon Zeiten gegeben, da wäre ich früher abgehauen, wenn ich einen Flug gekriegt hätte. Aber es gab damals nur einen Flug pro Woche“, erzählt der Mediziner offen. Gerade nach dem Bürgerkrieg hatten es die Ärzte mit vielen Patienten mit seit Langem eiternden Kriegsverletzungen zu tun, nachts wurde mit Stirnlampen operiert, weil es kein Licht gab, Wasser floss nur zeitweise aus den Hähnen. Dazu das tropische Klima, eine wirklich sehr anstrengende Sache. Es gibt Länder, in denen Wolfgang Haller lieber arbeiten würde, etwa in Nepal, wo er auch schon einige Male in Krankenhäusern tätig war. Aber dort werde er eben nicht annähernd so dringend gebraucht wie in Sierra Leone, sagt er: „Man hat wirklich das Gefühl, man macht was, was sonst keiner machen würde.“

    Nähere Informationen über den Verein, seine Einsätze und Spendenmöglichkeiten gibt es im Internet unter www.o-d-w.net.