Ondertussen bij de Buren is een experimentele website met focus op Duits nieuws. Via artificiële intelligentie (AI) wordt geprobeerd het nieuws van Duitsland te selecteren. Er wordt veel geëxperimenteerd, waardoor deze site regelmatig nogal veranderd. Zo wordt getracht consistente vertalingen te realiseren. Ook de kwaliteit van de afbeeldingen wisselt door experimenten. Als bronnen dienen geselecteerde RSS-feeds van diverse Duitse nieuwsbronnen. RSS-feeds worden door de bronnen zelf beschikbaar gesteld en bevatten nooit het gehele artikel, maar in kop, introductietekst of samenvatting en waar mogelijk een afbeelding. Hierdoor is het risico op rechtenschending nagenoeg nihil. „Ondertussen bij de Buren“ (Mitlerweile bei den Nachbarn) ist eine experimentelle Website, die sich auf deutsche Nachrichten konzentriert. Sie nutzt künstliche Intelligenz (KI), um Nachrichten aus Deutschland auszuwählen. Aufgrund laufender Experimente – etwa bei dem Versuch, konsistente Übersetzungen zu erzielen – unterliegt die Seite häufigen Änderungen; auch die Bildqualität variiert infolge dieser Versuche. Als Quellen dienen ausgewählte RSS-Feeds verschiedener deutscher Nachrichtenanbieter. Diese Feeds werden von den Anbietern selbst bereitgestellt und enthalten niemals den vollständigen Artikel, sondern lediglich eine Überschrift, einen Einleitungstext oder eine Zusammenfassung sowie – sofern verfügbar – ein Bild. Der vollständige Artikel lässt sich über einen Link bei der jeweiligen Quelle abrufen, wodurch das Risiko einer Urheberrechtsverletzung praktisch ausgeschlossen ist.
<!–> –> London (Großbritannien) – Prinz Harry (41) ist nach London gereist, um vor dem High Court auszusagen. Dieses Mal geht es erneut um seine Klage gegen die britischen Boulevardzeitungen, darunter die „Daily Mail“. 2022 hatte Prinz Harry sie gemeinsam mit zahlreichen anderen Prominenten – darunter Elton John (78) und Elizabeth Hurley (60) – eingereicht.…
Es war die Liebe zum Moor und zu den Osterseen, die Konrad Wothe vor Jahren ins Oberland brachte. „Warum jedes Wochenende aus München rausfahren, ziehen wir doch gleich hierher, lautete damals unsere Überlegung“, erzählt der vielfach ausgezeichnete Fotograf und Naturfilmer. Besonders eine nasse Wiese am Rande Penzbergs mit ihrer Artenvielfalt hatte es ihm angetan. Seit…
In der ersten Amtszeit Donald Trumps waren sich viele noch einig: Autoritär, populistisch, destruktiv, was dieser neue US-Präsident da anrichtet – aber faschistisch? Den Begriff wiesen die meisten als historisch schief und polemisch zurück. Inzwischen sind sich führende Historiker und Politikwissenschaftler da nicht mehr so sicher. Der Faschismusforscher Sven Reichardt erklärt im SZ-Interview, wann in…
Jahrelang waren Kinderbetreuungsplätze rar, die Kommunen kamen mit dem Ausbau kaum hinterher. Und doch konnte das Angebot nicht überall mit der steigenden Nachfrage Schritt halten. Nun scheinen sich die Zeiten zu ändern. In der Gemeinde Maisach wird es von Herbst an fast 50 Betreuungsplätze in Kita und Hort weniger geben, weil die Nachfrage dafür fehlt.…
In einem etwas merkwürdigem Fall von Einbruch ermittelt derzeit die Dorfener Polizei: Unbekannte sind am Wochenende in den örtlichen Bahnhof eingestiegen, aber offenbar nicht, um etwas zu klauen. Der Einbruch ereignete sich laut Polizeibericht zwischen Samstagmorgen zum Betriebsschluss gegen 1.30 Uhr und dem späten Sonntagabend gegen 23.30 Uhr. In dieser Zeit wurde von einem Unbekannten,…
Manchmal zeigt sich in einer winzigen Geste, wie mächtig jemand ist. Etwa, wenn dieser Jemand mit einem fast unmerklichen Fingerzeig einige der besten Fußballer der Welt auf eine Bühne zitiert.
Es ist ein wenig so wie immer. Am Anfang steht eine Drohung Donald Trumps, diesmal sind es die vollkommen absurden Grönland–Zölle gegen eine Handvoll EU-Länder. Darauf folgen auf europäischer Seite ein Moment der Fassungslosigkeit, hektische Telefonate und Krisensitzungen und sodann: Verweise auf das Völkerrecht und eine hypothetische Vergeltung. Die EU hat also jene Gegenzölle auf…
Gerade erst hat die Stadt Freising nach fast zehn Jahren Bauzeit die Fertigstellung ihrer sanierten Innenstadt gefeiert, da freuen sich ihre Planer und Bauexperten schon auf das nächste Großprojekt. Anfang Dezember wurde beim Tag der Internationalen Bauausstellung (IBA) in München bekannt gegeben, dass das „Zukunftsquartier Freising“, also die Entwicklung des Bahnhofsareals zu einem komplett neuen Stadtviertel,…
Heller Parkettboden, sanft-weiße Wände, warmes Licht, poppig-jazzige Hintergrundmusik. Das Studio Amiee in Giesing, das Naomi Köhler, 25, mit ihrem Kollegen Cedric von der Dellen im September 2024 eröffnet hat, wirkt nicht wie ein typisches Tattoostudio. „Wenn ich tätowiere, fühlt es sich nicht an wie Arbeit“, sagt Naomi. Und genau so wirkt die Atmosphäre im Studio:…
»Artemis 2« Nasa rollt riesige Rakete für Mondmission zum Startplatz Zum ersten Mal seit mehr als 50 Jahren sollen wieder Menschen Richtung Mond fliegen. Die Nasa hat bereits das Raketensystem für die Mission »Artemis 2« in Stellung gebracht. Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen Link kopieren…
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London (Großbritannien) – Prinz Harry (41) ist nach London gereist, um vor dem High Court auszusagen. Dieses Mal geht es erneut um seine Klage gegen die britischen Boulevardzeitungen, darunter die „Daily Mail“.
2022 hatte Prinz Harry sie gemeinsam mit zahlreichen anderen Prominenten – darunter Elton John (78) und Elizabeth Hurley (60) – eingereicht. 2023 verzeichnete er einen Sieg, als der „Daily Mirror“ wegen „weitverbreiteter und gewohnheitsmäßiger“ Telefonabhörungen verurteilt wurde und sich öffentlichkeitswirksam dafür entschuldigte.
Auch Elizabeth Hurley (60) beteiligt sich an der Klage gegen „Daily Mail“ & Co. Die Schauspielerin erschien mit ihrem Sohn Damian Charles Hurley (23) vor Gericht
Was Harry & Co. den britischen Medien vorwerfen
Konkret klagen Prinz Harry und weitere Prominente den Verstoß gegen den Schutz ihrer Privatsphäre an. Es geht um illegale Informationsbeschaffungstaktiken. Dafür soll das Unternehmen „Associated Newspapers Ltd.“ vor allem Privatdetektive angeheuert haben.
Harry und seine Ehefrau Herzogin Meghan (44) führen im Rahmen ihrer Wohltätigkeitsarbeit für die Archewell-Stiftung ein Telefonat. Der Prinz wirft der „Associated Newspapers Ltd.“ unter anderem vor, private Gespräche abgehört zu haben
Die Maßnahmen zur Recherche: das Verwanzen von Autos, das Abhören von Telefongesprächen sowie der Zugang zu privaten Unterlagen. Das Unternehmen bezeichnet die Vorwürfe als absurd.
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Prozess kostet 45 Millionen Euro
2023 schrieb Prinz Harry Geschichte, als er als erstes Mitglied der Windsor-Dynastie seit 130 Jahren als Zeuge vor Gericht aussagte. Für diese Runde des Prozesses gegen die britischen Boulevardzeitungen sind neun Wochen angesetzt. Kosten laut „Telegraph“: etwa 45 Millionen Euro.
Laut derzeitigem Kenntnisstand soll Prinz Harry wohl am Donnerstag einen vollen Tag vor Gericht aussagen. Wo der Prinz während der Verhandlungstage unterkommt, ist nicht bekannt. Am Freitag strebt er laut Berichten seine Rückreise in seine Wahlheimat Amerika an. Hier lebt er mit Meghan und den gemeinsamen Kindern (6, 4) seit dem Royal-Rücktritt im Januar 2020.
[–>Widersprüchliche Aussagen
Ein Privatdetektiv, der aufseiten der Kläger steht, hat sich bereits jetzt in widersprüchliche Aussagen verwickelt. Während einer Anhörung erklärte Gavin Burrows über seinen Anwalt, zwischen 2000 und 2005 „Hunderte von Aufträgen“ für den Verlag und Herausgeber der „Daily Mail“ ausgeführt zu haben. Prinz Harry und Elton John beschrieb er nur als „eine kleine Handvoll meiner Ziele“.
Inzwischen unterzeichnete er jedoch eine weitere Erklärung, in der er angab, von „Associated Newspapers Ltd.“ nicht für illegale Tätigkeiten angeheuert worden zu sein. Noch ist unklar, welche Folgen die widersprüchlichen Aussagen für den Fall haben werden.
David Sherborne (vorne rechts) vertritt Prinz Harry und sechs weitere, prominente Kläger in dem langwierigen Verfahren
Es war die Liebe zum Moor und zu den Osterseen, die Konrad Wothe vor Jahren ins Oberland brachte. „Warum jedes Wochenende aus München rausfahren, ziehen wir doch gleich hierher, lautete damals unsere Überlegung“, erzählt der vielfach ausgezeichnete Fotograf und Naturfilmer. Besonders eine nasse Wiese am Rande Penzbergs mit ihrer Artenvielfalt hatte es ihm angetan. Seit 2003 lebt Wothe nun schon mit seiner Familie in der oberbayerischen Kleinstadt. Den Mooren in der Region ist der Tierfotograf und Naturschützer zutiefst verbunden. Diese Verbundenheit dokumentiert der Bildband „Bayerns wilde Moore“.
Moore sind seltsame Landschaften. Nebelumwoben, durchzogen von dunklem Wasser – irgendwie abweisend. Sie befeuern seit Menschengedenken den Aberglauben. Schaurige Geschichten von Leichen, die gut erhalten wieder auftauchen, Irrlichtern und Geistern, die Wanderer in ihr Verderben locken, sind mit ihnen verbunden. Moore galten als Orte des Unheils, an denen die Seelen der Toten wandeln. „Es ist dieses negative Bild, das ich gerne ändern möchte, weil es immer noch aktuell ist“, sagt Konrad Wothe. Dies nicht allein aus einer persönlichen Schwärmerei heraus, nein, dem Penzberger geht es um die wichtige Rolle, die diese Landschaften für das Klima spielen.
Naturfotograf Konrad Wothe bei der Arbeit im Regenwald von Peru. (Foto: Stefanie Wothe)
Moore sind natürliche CO2-Speicher. Sie lagern mehr Kohlendioxid ein als alle Wälder der Erde zusammen – jedoch nur, wenn sie intakt sind. Abgestorbene Pflanzenteile werden in dem sauerstoffarmen Milieu nicht vollständig zersetzt. Sie verwandeln sich in Torf, in dem sich Kohlenstoff dauerhaft einlagert. Entwässerte Moore indes können Treibhausgase, die die Erdatmosphäre schädigen, nicht zurückhalten, sondern setzen stattdessen Unmengen frei. Daher ist die Renaturierung der Feuchtgebiete entscheidend für das Erreichen der Klimaziele. Die Naturschutzorganisation Nabu bezeichnet Moore als die „effektivsten Kohlenstoffspeicher aller Landlebensräume“.
Faszinierend und schön: der Sonnentau
Doch nicht allein ihre Speicherfunktion macht sie so wertvoll. Moore sind Lebensräume für viele selten gewordene Tier- und Pflanzenarten. Etwa für den Sonnentau. Wenn Wothe von der fleischfressenden Pflanze spricht, bricht sich seine Begeisterung Bahn. Winzig sei er, der Sonnentau, erzählt Wothe. Und doch schön und faszinierend zugleich. Man müsse schon genau hinsehen, um ihn zu entdecken. „Das möchte ich mit dem Bildband erreichen. Dass die Menschen hinschauen und die Viefalt wieder wahrnehmen“, sagt Wothe. Und wie könne man die Schönheit der Moore besser zeigen als auf Fotografien.
Mittlerer Sonnentau (Drosera intermedia) mit erbeuteter gemeiner Becherjungfer (Enallagma cyathigerum). (Foto: Konrad Wothe)
Etwa drei Jahre hat es gedauert, bis der Bildband „Bayerns wilde Moore“ fertiggestellt war. „Ich wurde von Kollegen gefragt, ob ich mitmachen möchte“, sagt der Penzberger. Lange bitten mussten sie ihn nicht. Umso mehr Zeit ging ins Land, bis jene faszinierenden Aufnahmen im Kasten waren, die das Buch besonders machen. „Wir sind alle Mitglieder der Gesellschaft für Naturfotografen (GDT)“, erklärt Wothe. Mit Niklas Bankowski, Christopher Meyer, Michael Neukum und Ulrike Eisenmann habe das Team ein großes Gebiet abdecken können. In dem Naturjournalisten und Geologen Martin Rasper habe man einen kongenialen Textautor gefunden, so Wothe.
Thematisiert werden auf 176 Seiten die Eigenheiten von Nieder- und Hochmooren. Besonders beeindruckend sind Drohnen-Aufnahmen, die anmuten, als würden sie von einem anderen Planeten stammen. Die Fotografien zeigen die Natur zu verschiedenen Jahreszeiten – vom Schwarzen Moor in der Rhön bis zum Murnauer Moos im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.
Hochmoor bei Penzberg, angrenzend an das Loisach-Kochelsee-Moor. (Foto: Ulrike Eisenmann)
Die Begeisterung für die Natur packte den Wahl-Penzberger in seiner Kindheit. Mit acht Jahren schenkte ihm sein Vater die erste Kamera. „Eine ganz einfache“, erzählt er. Um Vögel im elterlichen Garten in München fotografieren zu können, befestigte er den Apparat in einem Baum, band an den Auslöser eine Schnur, um ihn von Ferne bedienen zu können. Um ein Tier auch wirklich vor die Linse zu bekommen, platzierte er ein Futterhäuschen vor dem Objektiv. „Die Aufnahmen waren natürlich nichts Großartiges, aber so fing es an.“
Das Interesse an Flora und Fauna blieb. Die Filmerei zum Beruf machte er, als er als junger Mann nach dem Abitur Kameramann bei Heinz Sielmann wurde. „Durch Zufall“, betont er. Ein harter Job sei es gewesen, nicht zuletzt da die Ausrüstung damals wesentlich mehr wog als heute. Mit zig Kilos auf dem Rücken ging es durch den Regenwald oder andere herausfordernde Gegenden. „Und dann wollten tagaktive Tiere bei Tag und nachtaktive eben nachts gefilmt werden. Viel mit Schlaf war da nicht.“
Filigran und räuberisch
Wothe gilt in Fachkreisen als Experte für den Regenwald. Er hat Dokus für das ZDF gedreht etwa über Totenkopfäffchen und frei lebende Aras auf Costa Rica. Sein heimisches Jagdgebiet – „bei mir bleiben die Tiere allerdings am Leben“ – erstreckt sich vom Murnauer Moos über das Loisach-Kochelsee-Moor bis zu den Hochmooren rund um Penzberg und Iffeldorf. Als Jäger und Sammler, wie er sich bezeichnet, sind seine Lieblingsmotive neben dem Sonnentau Iris, Libellen und Vögel. Für den Bildband hat er sich insbesondere der filigranen und räuberischen Insekten angenommen.
Schwarze Heidelibelle (Sympetrum danae). (Foto: Konrad Wothe)
Für perfekte Libellen-Aufnahmen ist viel Geduld gefragt. Wobei dank der Digitalisierung der Fotografie vieles einfacher sei als in seiner Jugend, sagt Wothe. Mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde stünden die Möglichkeiten gut, das richtige Foto zu bekommen. „Wenn es mit der Schärfe klappt“, erklärt er. Die lange Entstehungszeit des Bildbands sei eben damit zu erklären, dass sich etwa Kreuzottern nicht immer kooperativ zeigten; dass Aufnahmen von Jahreszeiten abhängten und mehr.
Als Naturschützer setzt sich Wothe für den Erhalt der Braunkehlchen, Vogel des Jahres 2023, im etwa 3600 Hektar umfassenden Loisach-Kochelsee-Moor ein. Die Art ist europaweit stark gefährdet und in Bayern vom Aussterben bedroht. Circa 75 Brutpaare gibt es im hiesigen Moos. „Wir haben Erfolge zu verzeichnen“, sagt Wothe, wenngleich nur in kleinen Schritten. „Wir brauchen zum Schutz die Landwirte und Grundstückseigentümer.“
Braunkehlchen-Männchen (Saxicola rubetra) im Loisach-Kochelsee-Moor. (Foto: Konrad Wothe)
Das treffe auch bei der Wiedervernässung von Moorflächen zu. Denn würde eine Wiese rekultiviert, bliebe das Wasser nicht an deren Grenze zurück. „Die benachbarten Grundstücke werden auch nass“, sagt Wothe. Zwölf Prozent der Fläche des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen sind Moor. Der Korridor erstreckt sich auf einer Länge von 30 Kilometern, wo alle Moortypen Deutschlands zu finden sind. Der Arbeitskreis „Tölzer Moorachse“ setzt sich dafür ein, diesen Korridor stetig zu erweitern. „Die Arbeit ist unschätzbar“, betont er.
Der Tierfotograf würde sich wünschen, dass auch die wirtschaftlichen Aspekte von wieder vernässten Mooren mehr in das öffentliche Bewusstsein rückten. Als Beispiel nennt er die Paludikultur. Flächen könnten rekultiviert und zugleich Biomasse für Baustoffe wie Dämmmaterial oder für Pellets gewonnen werden. Aber erst müsse die Wirtschaft reagieren und eine Nachfrage schaffen, ehe sich solche regionalen Wertschöpfungsketten etablieren könnten. Ein weiterer Verdienstzweig für Landwirte könnte die Haltung von Wasserbüffeln sein.
Schmuckfliege (Rivellia frondescentia), auf Iris. (Foto: Konrad Wothe)
Sumpf-Gladiolen (Gladiolus palustris). (Foto: Konrad Wothe)
Etwa 200 Staaten verhandelten im vergangenen Jahr bei der UN-Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém zwei Wochen lang darüber, wie die Erderwärmung eingedämmt werden kann. Immerhin sollen Milliarden Euro zum Schutz des Regenwaldes eingesetzt werden, so ein Ergebnis. Bei der bereits beschlossenen Abkehr von Kohle, Öl und Gas gab es indes keine Fortschritte. Die internationale Gemeinschaft ist nach wie vor weit davon entfernt, gemäß dem Pariser Klimaabkommen die Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Inzwischen gehen Wissenschaftler davon aus, dass dieser Temperaturzuwachs spätestens zu Beginn der 2030er-Jahre überschritten wird. Die Folgen wären noch mehr Stürme, Waldbrände, Dürren und Überschwemmungen.
Die beiden Naturfotografen Christopher Meyer und Niklas Banowski, die mit Konrad Wothe Bilder zu „Bayerns wilde Moore“ geliefert haben, halten am Freitag, 23. Januar, einen gleichnamigen Vortrag im Don-Bosco-Saal des Klosters Benediktbeuern; Beginn: 20 Uhr
In der ersten Amtszeit Donald Trumps waren sich viele noch einig: Autoritär, populistisch, destruktiv, was dieser neue US-Präsident da anrichtet – aber faschistisch? Den Begriff wiesen die meisten als historisch schief und polemisch zurück. Inzwischen sind sich führende Historiker und Politikwissenschaftler da nicht mehr so sicher. Der Faschismusforscher Sven Reichardt erklärt im SZ-Interview, wann in seiner Zunft das Umdenken einsetzte, warum er selbst den Begriff „Postfaschismus“ bevorzugt – und welche Entwicklungen in den USA und Europa ihm besondere Sorge bereiten.
Jahrelang waren Kinderbetreuungsplätze rar, die Kommunen kamen mit dem Ausbau kaum hinterher. Und doch konnte das Angebot nicht überall mit der steigenden Nachfrage Schritt halten. Nun scheinen sich die Zeiten zu ändern. In der Gemeinde Maisach wird es von Herbst an fast 50 Betreuungsplätze in Kita und Hort weniger geben, weil die Nachfrage dafür fehlt. Maisach ist damit die erste Kommune im Landkreis Fürstenfeldbruck, die Betreuungsplätze kappt, aber „die Tendenz ist überall die gleiche“, sagt Bürgermeister Hans Seidl (CSU), der als Kreisvorsitzender des bayerischen Gemeindetags einen guten Überblick über die Situation in den Kommunen im Landkreis hat.
Dabei hatte vor noch nicht einmal zwei Monaten das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln bekannt gegeben, dass bundesweit 300 000 Krippenplätze fehlen. Für insgesamt 1,1 Millionen Kinder dieser Altersgruppe wünschten sich die Eltern im Jahr 2025 einen Betreuungsplatz, heißt es darin, doch nur 800 000 Kinder seien tatsächlich in einer Einrichtung betreut worden. In Bayern fehlt demnach für 12,8 Prozent der Kinder ein Betreuungsplatz.
Was also ist in Maisach los? Es gebe nach der Corona-Phase und in Zeiten zahlreicher Krisen weniger Kinder und auch weniger Zuzug nach Maisach, sagt Seidl. Zum anderen „hat sich die Arbeitswelt verändert“. Bei vielen Eltern habe sich die Arbeit im Homeoffice etabliert, auch deshalb würden externe Betreuungszeiten reduziert.
Die Entwicklung, wie sie jetzt in Maisach sichtbar wird, hat in den ostdeutschen Bundesländern längst eingesetzt. Das geht auch aus der Untersuchung des IW hervor, das von einem regelrechten Einbruch bei der Zahl der Kinder unter drei Jahren in den ostdeutschen Bundesländern spricht. Mit der Folge, dass ein „Rückbau der Kapazitäten im dortigen Betreuungssystem nach derzeitigem Stand unausweichlich erscheint“, so das Wirtschaftsinstitut.
2018 wurden noch 180 Kinder geboren, im vergangenen Jahr waren es nur noch 102
Aber Maisach im Speckgürtel Münchens? In der 14 000-Einwohner-Gemeinde und ihren 24 Gemeindeteilen wurden im Jahr 2018 noch 180 Kinder geboren, 2024 waren es 115 und 2025 nur noch 102. Allein in den vergangenen drei Jahren kamen 116 Kinder weniger auf die Welt, hat die Gemeinde ausgerechnet. Das „entspricht einem ganzen Kinderhaus“, heißt es in einer Informationsunterlage an die örtlichen Gemeinderäte. Die Lage hat sich schnell gedreht: Zunächst hatte Maisach wie viele andere Kommunen zu wenige Betreuungsplätze für Krippen- und Kindergartenkinder und „eine lange Warteliste“, erinnert sich Bürgermeister Seidl. Seit 2024 blieben dann Betreuungsplätze frei. Im laufenden Kitajahr 2025/2026 sind 25,5 Krippenplätze, 16 Kindergartenplätze und 43 Hortplätze unbesetzt.
Die Gemeinde versuchte gegenzusteuern: Der Hinweis an ansässige Gewerbebetriebe auf freie Betreuungsplätze blieb jedoch ohne Resonanz. Man warb um Gastkinder aus anderen Kommunen, die nun statt einem drei Jahre und damit bis zum Schuleintritt in Maisacher Einrichtungen bleiben dürfen. Auch gibt es mittlerweile Splittingplätze für Krippenkinder, die nicht die ganz Woche in die Einrichtung kommen wollen, doch nur fünf Elternpaare nahmen das Angebot an.
Im BRK-Kinderhaus Schlawuzi in Gernlinden wird eine von zwei Krippengruppen künftig nicht mehr angeboten. (Foto: Toni Heigl)
Jetzt wird gestrichen und umgeschichtet: Zum 1. September wird im BRK-Kinderhaus Schlawuzi im Maisacher Ortsteil Gernlinden eine Krippengruppe mit zwölf Plätzen stillgelegt –was nicht endgültig geschlossen heiße, sagt Seidl. In der zweigruppigen Kinderkrippe Maisacher Zwergerl wurde bereits eine Gruppe stillgelegt, weil ohnehin elf Plätze unbelegt waren. Die verbliebene Krippengruppe zieht demnächst in den ebenfalls von der Diakonie betriebenen benachbarten Schülerhort Emmaus um. Dort ist Platz, weil eine Hortgruppe mit 25 Plätzen keine Nachfrage gefunden hat und damit dauerhaft geschlossen wird. Die bisherigen Zwergerl-Räume werden dem Schulkindergarten des Vereins „Kinder spielen und lernen“ (Kispul) zur Verfügung gestellt, der künftig Integrationskinder aufnehmen möchte.
Die Betreuung der Kinder in insgesamt 13 Einrichtungen lässt sich die Gemeinde Maisach vier Millionen Euro im Jahr kosten. Während der Bund etwa ein Drittel der Betriebskosten trage, sei der Anteil der Kommunen in den vergangenen Jahren von dreißig auf bis zu 45 Prozent gestiegen, sagt Seidl. Und das in Zeiten, in denen Städte und Gemeinden über finanzielle Engpässe klagen. Den Rest finanzieren die Eltern über die Gebühren, die ebenfalls erhöht wurden, um steigende Personal- und Energiekosten in den Einrichtungen aufzufangen.
Dabei sei eine Kommune wie Maisach daran interessiert, jungen Familien mit Kindern, die aus München ins Umland ziehen, ein gutes Gesamtpaket zu liefern, betont Seidl. Dazu gehöre für ihn aber auch, „Kapitalabflüsse in nicht benötigte Plätze zu verhindern“ und stattdessen die bestehenden Plätze mit hoher Qualität anzubieten.
In einem etwas merkwürdigem Fall von Einbruch ermittelt derzeit die Dorfener Polizei: Unbekannte sind am Wochenende in den örtlichen Bahnhof eingestiegen, aber offenbar nicht, um etwas zu klauen.
Der Einbruch ereignete sich laut Polizeibericht zwischen Samstagmorgen zum Betriebsschluss gegen 1.30 Uhr und dem späten Sonntagabend gegen 23.30 Uhr. In dieser Zeit wurde von einem Unbekannten, vielleicht waren es auch mehrere, die Glasscheibe der Garagentüre am Bahnhof aufgebrochen. Von dort gelangten der oder die Einbrecher dann in eine Wohnung und in die Geschäftsräume der Deutschen Bahn im Inneren des Gebäudes. Den Schaden an der Garagentüre schätzt die Polizei auf etwa 500 Euro. Warum die Unbekannten in den Bahnhof eingebrochen sind, kann man nur vermuten, denn so heißt es weiter im Bericht der Polizei: „Nach bisherigem Erkenntnisstand wurde aus den Räumlichkeiten nichts entwendet.“
Wer den oder die Einbrecher oder am Wochenende etwas anderes Verdächtiges rund um den Bahnhof beobachtet hat, oder sonstige sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall liefern kann, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Dorfen unter der Telefonnummer 08081/9305-0 zu melden.
Manchmal zeigt sich in einer winzigen Geste, wie mächtig jemand ist. Etwa, wenn dieser Jemand mit einem fast unmerklichen Fingerzeig einige der besten Fußballer der Welt auf eine Bühne zitiert.
Es ist ein wenig so wie immer. Am Anfang steht eine Drohung Donald Trumps, diesmal sind es die vollkommen absurden Grönland–Zölle gegen eine Handvoll EU-Länder. Darauf folgen auf europäischer Seite ein Moment der Fassungslosigkeit, hektische Telefonate und Krisensitzungen und sodann: Verweise auf das Völkerrecht und eine hypothetische Vergeltung. Die EU hat also jene Gegenzölle auf Waren im Wert von 93 Milliarden Euro pro Jahr aus der Schublade geholt, die sie im Sommer verräumt hatte. Und sie zeigt, einmal wieder, ihre schärfste Waffe vor: Ein Gesetz gegen wirtschaftlichen Zwang ermöglichte es ihr, auf die Trump’sche Erpressung mit Importverboten oder Einschränkungen für Digitalkonzerne zu reagieren.
Eine Internationale Bauausstellung (IBA) ist ein Sonderformat der Stadt- und Regionalentwicklung, eine Mischung aus Stadtentwicklungsprogramm, Innovationslabor und Leistungsschau. Sie läuft meist zehn Jahre und endet mit einem Ausstellungsjahr, in dem die realisierten Projekte international präsentiert werden. Das Format gibt es seit 1901, bekannt wurde es unter anderem durch die IBA Emscher Park, bei der von 1989 bis 1999 im Ruhrgebiet stillgelegte Industrieanlagen in Kulturzentren und Parks verwandelt wurden.
Seit 2024 läuft die IBA Metropolregion München, die erste in Bayern und weltweit die erste zum Thema Mobilität. Dafür wurde eine Gesellschaft mit den Städten München, Augsburg und Ingolstadt, den Landkreisen München und Freising sowie der Europäischen Metropolregion München gegründet. Die Stadt Freising hatte sich im Oktober mit dem Zukunftsquartier Bahnhof unter 120 Projektideen für die Teilnahme beworben. Als Projektkandidat sei die nächste Stufe im Prozess zum IBA-Projekt erreicht, melden die Planer. Jetzt gelte es, erste Bausteine bis 2034 zu realisieren, um eines der Leuchtturmprojekte zu werden, die sich im Ausstellungsjahr einem internationalen Publikum präsentieren können.
Um den Freisinger Bahnhof und sein Umfeld drehen sich seit Jahrzehnten planerische Überlegungen. Wer hier mit dem Zug ankommt, passiert auf dem Weg zur Innenstadt ein paar Taxistände, das Gebäude der geschlossenen Post und einen asphaltierten Parkplatz. Die Busterminals sind wenig mehr als funktional, die brachliegenden Flächen im Süden vermitteln die klassische Gleis-Tristesse des aufgelassenen Güterbahnhofs.
Das alte Postgebäude bietet Reisenden nicht unbedingt einen schönen Anblick. (Foto: Marco Einfeldt)
Der Bus-Bahnhof ist immerhin funktional, hat in städtebaulicher Hinsicht aber auch wenig zu bieten. (Foto: Marco Einfeldt)
Auf der anderen Seite der Gleise liegt ein riesiger und trotzdem stets überfüllter P&R-Platz, bevor es über die Isar in den Stadtteil Lerchenfeld geht. Das Areal bleibt, so könnte man es wohl sagen, städtebaulich weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.
Daran ändert auch nichts, dass die Deutsche Bahn Freising 2020 als einen von nur zwei „Zukunftsbahnhöfen“ in Bayern auswählte, den Bahnhofsvorplatz umgestaltete und einen Holzpavillon mit Café und Fahrradwerkstatt errichtete. Mehr nämlich steckte nicht hinter dem wohlklingenden Projekt. Das Café ist aktuell geschlossen – und auch, dass die Filiale eines bekannten Burgerbraters im Bahnhof einem Konkurrenten gewichen ist, der sich im Fastfood-Premiumsegment verortet, hat die Lage zuletzt nicht wesentlich verbessert.
Der Stadt aber geht es ohnehin um sehr viel mehr. Denn mit dem Zukunftsquartier soll rund um den Bahnhof ein ganz neues Stadtviertel entstehen. Die Verkehrsbeziehungen sollen neu geordnet werden. Eine gute Vernetzung soll das Umsteigen zwischen Bahn, Bus, Rad und Fußverkehr erleichtern und es attraktiver machen, ohne Auto unterwegs zu sein, erläutert die Stadt. In den neuen Nachbarschaften sollen alle wichtigen Alltagsziele klimafreundlich erreichbar und für alle zugänglich sein. Zudem soll das Zukunftsquartier die historische Altstadt über die Isar hinweg mit dem Stadtteil Lerchenfeld verknüpfen und neue Zugänge zum Flussufer als Natur- und Erholungsraum öffnen.
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Dazu verfolgt die Stadt mit ihrer Beteiligung an der IBA auch ein besonders ambitioniertes Projekt, das ohne Unterstützung von außen wohl kaum umsetzbar wäre – zumal in Zeiten nachhaltig leerer Kassen. Schon im Mobilitätskonzept „Freising nachhaltig mobil“ aus dem Jahr 2018 ist der Bau eines Tunnels zur Unterquerung der Gleise vorgesehen. Damit würde eines der größten Verkehrsprobleme der Stadt gelöst: die Anbindung Lerchenfelds für Busse, Radfahrer und Fußgänger von der Münchner Straße aus. Für die Flächen des früheren Güterbahnhofs und der aufgelassenen Gleisanlagen war deshalb schon vor ein paar Jahren eine Veränderungssperre erlassen worden.
Das triste Gelände des früheren Güterbahnhofs an der Münchner Straße empfängt von Süden kommende Autofahrer ebenso wie die Passagiere in einfahrenden Zügen. (Foto: Marco Einfeldt)
Auf der anderen Seite der Gleise liegt der stets überfüllte P & R-Platz der Stadt Freising, bevor die Isar den Stadtteil Lerchenfeld abtrennt. (Foto: Marco Einfeldt)
Kuratorium und Aufsichtsrat der IBA GmbH hätten bestätigt, dass das Zukunftsquartier „neuartige, überraschende, aber auch realisierbare Ansätze zur Lösung wichtiger Zukunftsfragen der Mobilität liefert“, heißt es erfreut aus der Stadt. Neben der inhaltlichen Qualifizierung des Projektes hilft die IBA bei der Akquise von Fördermitteln, der Kommunikation und der Vernetzung mit anderen Akteuren.
Das „Lernviertel Freising“ und die „Nachbarschaftsregion“ sind ebenfalls IBA-Projektkandidaten
Denn natürlich ist die Stadt Freising mit dem Wunsch nach Unterstützung nicht allein – und gleich zwei weitere der bestätigten 16 Projektkandidaten sind in nächster Nähe zu finden. Da ist zum einen das „Lernviertel Freising – Bildung bewegt“ des Landkreises: Rund um den gerade begonnenen Neubau des Beruflichen Schulzentrums an der Wippenhauser Straße soll ein vernetzter Bildungscampus zusammenwachsen. Ein grüner Boulevard soll Camerloher-Gymnasium, Fach- und Berufsoberschule und Wirtschaftsschule verbinden und den Fuß- und Radverkehr fördern.
Daneben wurde außerdem die „Nachbarschaftsregion“, eine Initiative des Nachbarschaftsbeirats am Münchner Flughafen, zum IBA-Projektkandidaten ernannt. Dort soll eine gemeinsame Zukunftsstrategie für die Region entwickelt und die Zusammenarbeit zwischen Städten, Gemeinden und dem Flughafen gestärkt werden.
Heller Parkettboden, sanft-weiße Wände, warmes Licht, poppig-jazzige Hintergrundmusik. Das Studio Amiee in Giesing, das Naomi Köhler, 25, mit ihrem Kollegen Cedric von der Dellen im September 2024 eröffnet hat, wirkt nicht wie ein typisches Tattoostudio. „Wenn ich tätowiere, fühlt es sich nicht an wie Arbeit“, sagt Naomi. Und genau so wirkt die Atmosphäre im Studio: gemütlich, warm und einladend.
(Foto: Stephan Rumpf)
Die Kreativität begleitet Naomi bereits seit ihrer Kindheit. Als sie dennoch nach dem Schulabschluss beginnt, Jura zu studieren, fehlt ihr schnell der künstlerische Einfluss. „Ich glaube, ich habe nur zum Tätowieren gefunden, weil das Studium so unkreativ war. Das hat meine Kreativität wieder entfacht.“ Ihr erstes Tablet hat sich die Künstlerin ursprünglich für ihr Studium gekauft – dann aber alle möglichen Zeichenprogramme heruntergeladen.
(Foto: Stephan Rumpf)
Was passiert wäre, wenn sie ihrer Leidenschaft gleich gefolgt wäre? Dann wäre sie womöglich nie Tätowiererin geworden. „Ich glaube, wenn man mit Freude und Leichtigkeit an Sachen rangeht, dann klappen sie auch.“ Nie war ein Schritt in ihrer Karriere erzwungen. Und wenn es sich so anfühlte, war es auch nicht das Richtige, sagt Naomi. Diese Naivität, wie sie es selbst betitelt, möchte sie sich auch in der Zukunft erhalten.
(Foto: Stephan Rumpf)
Es gehört viel Mut dazu, sich so jung selbständig zu machen. Das höre sie öfter. „Ich dachte, das passiert vielleicht irgendwann mal, aber nicht mit 23“, sagt Naomi über die Eröffnung des Tattoostudios. Auch die Größe der Räume, in denen mittlerweile fünf Artists neben Naomi und Cedric tätowieren, war so nicht vorgesehen. Doch „ich wachse jeden Tag mit daran“, sagt sie. Denn mittlerweile ist sie nicht mehr nur Tattoo-Artist, sondern auch Social-Media-Expertin, Teilzeit-Fotografin und Office-Managerin.
(Foto: Stephan Rumpf)
Mit ihrem floralen und den natürlichen Strukturen des Körpers angepassten Stil zieht sie hauptsächlich Kundinnen an. Um genug Zeit für jeden Termin zu haben, vereinbart Naomi meist nur zwei Termine pro Tag, um keine „Massenabfertigung“ zu riskieren. „Der soziale Aspekt spielt eine große Rolle, auch deshalb mache ich diese Arbeit sehr gerne.“ Es kommt vor, dass Kundinnen zu Freundinnen werden.
(Foto: Stephan Rumpf)
Naomi ist mittlerweile so bekannt, dass Kunden aus der ganzen Welt zu ihr ins Studio nach Untergiesing kommen, um sich ein Tattoo stechen zu lassen. Oder sie kommt zu ihnen, nach Hamburg, London, Barcelona oder Los Angeles. Ob im Studio in Untergiesing oder auf Reisen – für Naomi ist jedes Tattoo mehr als nur ein Motiv auf der Haut. Es ist ein persönlicher Moment, der in Erinnerung bleiben soll.
Nasa rollt riesige Rakete für Mondmission zum Startplatz
Zum ersten Mal seit mehr als 50 Jahren sollen wieder Menschen Richtung Mond fliegen. Die Nasa hat bereits das Raketensystem für die Mission »Artemis 2« in Stellung gebracht.
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Das Raketensystem für »Artemis 2« steht startbereit da
Foto: Joel Kowsky / NASA / dpa
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Kurz vor dem geplanten Start der ersten bemannten Mondmission seit mehr als einem halben Jahrhundert hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa das Raketensystem für »Artemis 2« in Stellung gebracht.Auf einer Art Transportwagen wurde das rund hundert Meter hohe System – bestehend aus der Rakete »Space Launch System« und der »Orion«-Kapsel – auf dem Gelände des Kennedy Space Center im Bundesstaat Florida in einer rund zwölfstündigen Aktion langsam die etwa sechs Kilometer bis zum Startplatz gebracht.
»Das ist der Beginn einer sehr langen Reise«, sagte Nasa-Chef Jared Isaacman in einer Pressekonferenz. Mit der »Artemis 2«-Mission sollen noch in diesem Jahr wieder Menschen in die Nähe des Mondes fliegen. Die US-Astronautinnen und -Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen sollen den Mond im Rahmen der etwa zehntägigen Mission umrunden.
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Die Astronauten Reid Wiseman (v.l.), Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen
Foto: Joe Marino / newscom / picture alliance
Frühestmöglicher Starttermin für »Artemis 2« ist Anfang Februar. Für Ende Januar ist erst noch ein unbemannter Bodentest geplant. Bei dem sogenannten »Wet Dress Rehearsal« werden bis auf den eigentlichen Start alle Abläufe getestet.
Der bislang letzte bemannte Mondflug war 1972 die US-Mission »Apollo 17«. »Wir sind dabei, Geschichte zu schreiben«, sagte der für das SLS-Programm zuständige Nasa-Vertreter John Honeycutt mit Blick auf die nun geplante »Artemis 2«-Mission.
»Stellen Sie sich vor, was wir als Nächstes tun können werden«Die vier Astronauten von »Artemis 2« waren dabei, als die SLS in Stellung gebracht wurde. »Ich bin wirklich enthusiastisch, das zu sehen«, sagte Hansen vor Journalisten. »In nur wenigen Wochen werden Sie vier Menschen um den Mond fliegen sehen, und wenn wir dazu jetzt in der Lage sind, stellen Sie sich vor, was wir als Nächstes tun können werden.«
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Die Riesenrakete ist 98 Meter hoch
Foto: Joe Marino / newscom / picture alliance
Die unbemannte Mission »Artemis 1« hatte im November 2022 nach mehreren Verschiebungen und zwei erfolglosen Startversuchen stattgefunden. Die bemannte Nachfolgemission »Artemis 2« ist die erste Mondmission, an der eine Frau, ein nicht weißer Mensch und ein Mensch, der nicht aus den USA stammt, teilnehmen. Nach der Erdumrundung sollen bei der darauffolgenden Mission Menschen auf den Mond zurückkehren.
Das Artemis-Programm wurde während der ersten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump gestartet. Erklärtes Ziel ist eine dauerhafte Präsenz von Menschen auf dem Mond und die Vorbereitung späterer Missionen auf den viel weiter entfernten Mars.
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Das US-Mondfahrprogramm erlitt in den vergangenen Jahren immer wieder Rückschläge. Dennoch hatte die Nasa Ende 2025 überraschenderweise den Start von »Artemis 2« Anfang Februar oder den folgenden Wochen angekündigt.