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Categorie: Nieuws

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    Diesem Antrag habe man nicht zustimmen können, weil das Tierhaltungsverbot in dem laufenden Verfahren weiterhin bestehe, erklärt die Dießener Bürgermeisterin Sandra Perzul (Dießener Bürger). Außerdem sei angesichts der Situation und den Vorgängen unklar, ob die landwirtschaftliche Privilegierung im Außenbereich überhaupt noch gegeben sei, so die Bürgermeisterin. Ziel sei es wohl momentan, die Gebäude fertigzustellen und einer Nutzung in irgendeiner Form zuzuführen. „Wir wissen aber nicht, was reinkommen soll“, so Perzul.

    Den Antragstellern geht es darum, das geplante Melkhaus um 78 auf 184 Quadratmeter zu erweitern. Zudem werden der Neubau eines etwa 150 Quadratmeter großen Auslaufs beim Jungziegenstall, der mit einer Betonwand eingefriedet werden soll, und ein Vordach auf der Westseite der Halle beantragt. Die Anträge wurden im Bauausschuss angesichts der derzeitigen Lage als „verrückt und fast bodenlos“ bezeichnet und abgelehnt. Einer geänderten Tektur der Hackschnitzelheizung wurde bei nur einer Gegenstimme ebenso das Einvernehmen des Gremiums versagt.

    Wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz war gegen die Halter, deren einstiger Vorzeigebetrieb sich „Ziegenbande“ nannte, bereits vor vier Monaten Anklage erhoben worden. Dem Landwirtsehepaar wird vorgeworfen, dass ihre Ziegen wegen „multipler starker Vernachlässigungen verhungert und verdurstet waren“. Aus dem Ziegenzucht-Verband und dem Öko-Verband Naturland wurden die Betreiber ausgeschlossen.

    Unklar ist weiterhin, ob es zum Prozess kommt. Die Sprecherin des Amtsgerichts Landbergs, Marita Karg, begründet dies mit noch erforderlichen Nachermittlungen. Diese hätten aber nichts mit den 150 Ziegen zu tun, die verschwunden sein sollen. Nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes, bei dem es in diesem Fall geht, droht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren.

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    Ein Anhänger des Fußballvereins 1860 München ist am Samstag nach dem Drittliga-Spiel seiner Mannschaft gegen Rot-Weiß Essen, das unentschieden ausging, in der Nähe des Grünwalder Stadions überfallen worden. Zwei Unbekannte attackierten den 19-Jährigen und raubten ihm seinen weiß-blauen Fanschal. Danach tauchten die Täter in der Menge der Gästefans unter.

    Der Vorfall ereignete sich gegen 16.15 Uhr unter den Augen von Polizisten, die zahlreich rund um das Stadion vertreten waren. Die Beamten schritten nach Polizeiangaben sofort ein, dennoch gelang den Angreifern die Flucht. Ob es sich bei ihnen um Fans des Gästevereins aus dem Ruhrpott oder um Anhänger einer anderen Mannschaft gehandelt hat, blieb offen.

    Im vergangenen Jahr waren die – teils auch gewalttätigen – Auseinandersetzungen zwischen Fans der Münchner Löwen und des großen Lokalrivalen FC Bayern eskaliert. Neben regelrechten Graffiti- und Sticker-Schlachten kam es auch zu Raubüberfällen und Körperverletzungen.

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    Der CDU-Politiker und Politikberater Peter Radunski ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Für die CDU hat Radunski von 1976 bis 1990 Bundes- und Landtagswahlkämpfe verantwortet oder mitorganisiert. Nach seiner Zeit als CDU-Bundesgeschäftsführer wurde er unter dem Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen im Jahr 1991 Senator für Bundes- und Europaangelegenheiten in Berlin und 1996 ebenda Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Das Amt hatte er bis 1999 inne, dann war er als Politikberater tätig.

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    Syrien: Kurdenmilizen ziehen von berüchtigtem IS-Lager ab

    Die von Kurdenmilizen angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) ziehen nach eigenen Angaben von dem berüchtigten Lager al-Hol in Syrien ab. In dem Lager, das die SDF bisher bewachten, sind Tausende Angehörige von Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) untergebracht, vor allem Frauen, Kinder und Jugendliche. Der Abzug folgt auf eine Offensive von Regierungstruppen im Nordosten. Das Lager ist offiziell kein Gefängnis, wird von Bewohnern aber oft als ein solches beschrieben. Sie können das Camp nicht freiwillig verlassen. „Aufgrund der Gleichgültigkeit der internationalen Gemeinschaft gegenüber dem IS-Problem“ seien die SDF-Streitkräfte gezwungen gewesen, aus dem Lager abzuziehen, hieß es in einer Pressemitteilung. Sie warfen der internationalen Gemeinschaft vor, ihrer Verantwortung bei der Bewältigung „dieser ernsten Angelegenheit“ nicht nachgekommen zu sein. Die SDF-Einheiten seien in andere Gebiete im Nordosten Syriens verlegt worden.Kurdische Verantwortliche hatten schon vor der Ankündigung die Befürchtung geäußert, ein Kontrollverlust über die Gefängnisse oder Lager für IS-Kämpfer und deren Angehörige könnte ein Erstarken des IS begünstigen und die gesamte Region in eine neue Phase von Gewalt und Instabilität reißen.

  • Ostjerusalem: Israel reißt Gebäude auf UNRWA-Gelände ab

    Ostjerusalem: Israel reißt Gebäude auf UNRWA-Gelände ab

    Israel hat Gebäude auf dem Gelände des Palästinenserhilfswerks der Vereinten Nationen (UNRWA) in Ostjerusalem zerstört. Umgeben von israelischen Einsatzkräften rissen am Dienstag Bulldozer mehrere große Gebäude und andere kleinere Bauten auf dem Gelände nieder, auf dem einst Dutzende Beschäftigten der UN-Organisation der Vereinten Nationen tätig waren. UNRWA-Chef Philippe Lazzarini nannte auf der Online-Plattform X den Abriss „eine ‍neue Stufe der offenen und vorsätzlichen Missachtung des Völkerrechts“. Er sprach auch von einer „groß angelegten Desinformationskampagne“ Israels gegen das UNRWA. Israelische Behörden hatten das Gelände im vergangenen ‌Jahr beschlagnahmt.

    Israelische Einsatzkräfte hätten das Gelände um etwa 07.00 Uhr Ortszeit betreten, die Wachleute zum Verlassen gezwungen und dann mit dem Abriss begonnen, sagte UNRWA-Sprecher Jonathan Fowler. „Dies ist ein beispielloser Angriff auf das UNRWA und seine Räumlichkeiten ⁠und stellt zudem eine schwere Verletzung des Völkerrechts sowie der Privilegien und ‌Immunitäten der Vereinten Nationen dar“, sagte Fowler. Der rechtsextreme israelische Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gwir, veröffentlichte ein Video in den sozialen Medien, das ihn vor dem UNRWA-Gelände zeigt, während ein Bulldozer mit dem Abriss beginnt. „Dies ist ein historischer Tag, es ist ein Feiertag“, sagte er.

    Das israelische Parlament hatte im Oktober ‍2024 ein Gesetz verabschiedet, das dem Hilfswerk die Betätigung im ‌Land untersagt und Verwaltungsmitarbeitern den Kontakt mit der Organisation verbietet. Die Stadtverwaltung von Jerusalem hatte das Gelände im vergangenen Jahr mit der Begründung durchsucht, das UNRWA habe nach mehrfachen Verwarnungen keine Grundsteuern gezahlt. Das UNRWA erklärte hingegen, es habe keine Schulden bei der Stadt. Das Gelände in Ostjerusalem sei trotz des israelischen Verbots weiterhin Eigentum der Vereinten Nationen. Das israelische Außenministerium teilte mit, das Gelände genieße „keine Immunität“ und ⁠die Beschlagnahmung sei „in Übereinstimmung mit israelischem und internationalem Recht“ erfolgt.

    Israel wirft dem UNRWA seit geraumer Zeit Voreingenommenheit vor. Zudem sollen einige Mitarbeiter der Organisation Mitglieder der militanten Palästinenserorganisation Hamas gewesen sein und sich an dem Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 beteiligt haben. Das UNRWA ‍hat daraufhin mehrere Mitarbeiter entlassen, erklärte jedoch, Israel habe nicht für alle Vorwürfe Beweise vorgelegt.

    Die Vereinten Nationen und die meisten Länder betrachten Ostjerusalem als von Israel besetztes Gebiet, die Palästinenser beanspruchen es als ‍Hauptstadt für ihren unabhängigen Staat. Israel hingegen betrachtet ganz Jerusalem als Teil des eigenen Territoriums. Das UNRWA ⁠versorgt Millionen von Palästinensern im Gazastreifen, dem Westjordanland und anderen Teilen des Nahen Ostens mit Schulbildung, Gesundheitsversorgung und anderen Dienstleistungen.

  • Grönland-Krise: Trump ist eine Aufgabe, die zu groß für einen deutschen Kanzler ist

    Grönland-Krise: Trump ist eine Aufgabe, die zu groß für einen deutschen Kanzler ist

    Unter den vielen Merkmalen, welche die Kanzlerschaft des Friedrich Merz von der seines Vorgängers unterscheiden, sticht eines heraus. Als Russland die Ukraine überfiel, traf das Kanzler Olaf Scholz nahezu unvorbereitet. Über Jahre hatte die deutsche Politik die übergroßen Anzeichen für das kommende Unheil ignoriert. Scholz musste sich daran messen lassen, ob und wie schnell er sich auf die fundamental veränderte Lage einstellt. Dieses Überraschungsmoment fehlt in der Merz-Kanzlerschaft. Der Rauswurf des ukrainischen Präsidenten aus dem Oval Office und die rechtsradikale Münchner Rede von Vizepräsident J. D. Vance fielen in den deutschen Wahlkampf. Von da an, nicht erst jetzt mit dem schamlosen Griff Donald Trumps nach Grönland, war mit dem Schlimmsten zu rechnen.

  • Proteste: Iran: 40 000 Starlink-Terminals deaktiviert

    Proteste: Iran: 40 000 Starlink-Terminals deaktiviert

    Irans Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben einen Erfolg beim Vorgehen gegen Empfänger von Satelliten-Internet erzielt. 40.000 Endgeräte von Elon Musks Starlink seien deaktiviert worden, berichtete der staatliche Rundfunk. Unklar blieb, ob die Geräte beschlagnahmt oder anderweitig technisch außer Betrieb gesetzt wurden. Die Angaben können derzeit nicht unabhängig überprüft werden. Irans Staatsführung warf seinen Erzfeinden Israel und den USA abermals „terroristische Tätigkeiten“ vor. Seit Tagen bezeichnet die Regierung die jüngsten Massenproteste gegen die autoritäre Politik als vom Ausland gelenkt.Das Satelliten-Internet Starlink von Elon Musks Raumfahrtfirma SpaceX basiert auf einem Netzwerk aus Tausenden Satelliten. Nutzer benötigen zum Empfang eine flache Antenne mit Routerfunktion.In Iran ist Starlink verboten. Etwa 50.000 Terminals sollen Schätzungen zufolge über Schmuggelwege ins Land gelangt sein. Nutzern drohen jahrelange Haftstrafen. Die Antennen brauchen freie Sicht zum Himmel, zudem lassen sich ihre Signale orten. Seit dem 8. Januar mit Ausbruch der jüngsten Massenproteste ist die Bevölkerung im Land vom Internet abgeschnitten.

  • Die transgender US-Songwriterin Ezra Furman: Freiheit leben, trotz Trumps Amerika

    Die transgender US-Songwriterin Ezra Furman: Freiheit leben, trotz Trumps Amerika

    Ezra Furman mag großen Gefallen gefunden haben an den Worten, mit denen der britische Dichter William Wordsworth die Quellen der Poesie umreißt – ganz und gar d’accord geht sie dann aber doch nicht mit ihnen. „Poesie ist das spontane Überfließen kraftvoller Gefühle“, zitiert sie den britischen Dichter in ihrem selbstverfassten Presseschreiben zu ihrem zehnten Album „Goodbye Small Head“. „Ihre Herkunft liegt in Emotionen, an die man sich in Zeiten der Ruhe erinnert.“

    Ruhe, das war tatsächlich noch nie der Zustand, mit dem man die seit 2021 als transgender Frau lebende Ezra „Liz“ Furman aus Chicago spontan in Verbindung bringen würde. Ist ihr Metier doch seit jeher ein emotional angerautes und seelenwundes, schwärmerisches und zweiflerisches, gegossen in Indierock-Songs, die in ihrer aufgekratzten Dringlichkeit thematisch so ziemlich alles umspannen, was uns als Menschen ausmacht. Allein: So etwas wie Seelenfrieden und innere Ruhe schimmert da eher selten durch.

    Und so verwundert es auch nicht, dass Furman ihr eigenes Songwriting auf „Goodbye Small Head“ im Hinblick auf das „spontane Überfließen kraftvoller Gefühle“ gern an Wordsworths Ausspruch anlehnt, mit dem Ruhe-Teil aber gar nichts anfangen kann: „Meine Poesie kam inmitten des Sturms an. Sie wurde aufgeschrieben, als ich am Abgrund entlang taumelte.“

    Das mag drastisch klingen, kommt bei dieser ausnahmebegabten Musikerin, die bis vor einigen Jahren noch als Musiker unterwegs war, aber auch nicht von ungefähr. War Furman bereits als bisexueller Künstler mit einer Bühnen-Vorliebe für elegante Frauenkleider immer wieder Opfer von Anfeindungen und Drohungen geworden, erreichten diese nach dem Coming-out noch mal eine neue Dimension. Mag bereits für die Transsexualität in Trumps rechtskonservativer Maga-Welt kein Platz sein, so braucht es für die Ausmaße der Ablehnung einer transgender Rock-Musikerin, die auch noch ihren jüdischen Glauben praktiziert, kein großes Vorstellungsvermögen.

    Für Furman ist es eine alternativlose Kombination vermeintlich konträrer Lebensaspekte, deren Verbindung sie im Interview mit dem britischen Far Out Magazine als Teil eines Reifeprozesses beschreibt: „Es schien mir lange unmöglich, so etwas überhaupt zu wollen, aber ich brauche das alles zugleich. Ich muss religiös sein und trans und eine Musikerin, die auf der Bühne steht. Ich hielt es bereits für wahnsinnig, nur zwei dieser Leben zu kombinieren, aber fuck everybody, all das zusammen ist einfach das wirklich schöne Leben für mich.“

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    Ein Leben, das indes auch jenseits von Religion, Sexualität und Musik nicht ohne Härten auskommt. So begann der künstlerische Prozess von „Goodbye Small Head“ laut Furman am 11. April 2023, einem Tag, an dem sie sich mit schweren Krankheitssymptomen aus dem Bett schleppte, um dann im Badezimmer das Bewusstsein zu verlieren. Es folgten Krankenhausbesuche ohne konkrete Diagnose und ein Erschöpfungszustand, der Furman über Monate ans Bett fesselte, ohne zu wissen, woran sie eigentlich litt.

    Die Songs seien dann nach Wochen im Bett regelrecht aus ihr „herausgeblutet“. Sie drehen sich entsprechend um die Erfahrung eines Kontrollverlusts, der, so Furman, gleichermaßen von „Schwäche, Krankheit, Mystizismus, Sadomasochismus, Drogen, einem gebrochenem Herzen, oder auch davon, in einer kranken Gesellschaft zu leben und dabei die Augen offenzuhalten“ hervorgerufen werden kann.

    Ezra Furman bewegt sich damit thematisch durchaus im Fahrwasser früherer Alben. Sie frönt hier nach einigen etwas sperrigeren Platten unter Unterstützung eines kleinen Streichquartetts jedoch wieder vermehrt einem ebenso trostreichen wie melodischen Indie-Rock-Sound, der einen wunderbar spielerisch und kraftvoll aus Malaisen aller Art ziehen kann. Vitaler als „Goodbye Small Head“ dürfte eine Songsammlung aus dem Krankenbett jedenfalls selten geklungen haben.

    Ezra Furman, Donnerstag, 22. Januar, 20 Uhr, Technikum, Speicherstraße 26