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Jetzt muss der BVB wohl Nachsitzen … Borussia Dortmund verliert bei Krisen-Klub Tottenham völlig verdient 0:2, verpasst mit einem Sieg einen großen Schritt Richtung Champions-League-Achtelfinale.
Stattdessen verliert der Pott-Klub vor dem Abschluss der Liga-Phase gegen Italien-Tabellenführer Inter Mailand am nächsten Mittwoch (21 Uhr) das Ziel, noch unter die ersten acht zu kommen und damit die Champions-League-Playoffs zu überspringen, aus den Augen.
In London erlebt Dortmund eine Frust-Nacht, verpennt den Start komplett und liegt früh hinten. 14. Minute: Der BVB kann eine Ecke nicht klären. So landet eine Flanke bei Innenverteidiger Cristian Romero (27), der sich gegen Bensebaini durchsetzt und einschiebt – 0:1! Dabei hat der BVB noch Glück, dass es nicht schon zuvor klingelt. Doch Svensson rettet in letzter Sekunde per Grätsche vor dem einschussbereiten Ex-Leipziger Xavi (6.).
Daniel Svensson fliegt mit Rot vom Platz
Und es kommt noch dicker für Dortmund: Daniel Svensson (23/BILD-Note 6) vertändelt die Kugel, trifft Odobert mit offener Sohle unterhalb des Knies. Schiri Glenn Nyberg zeigt erst Gelb. Doch nach VAR-Check fliegt der Dortmund-Star mit Rot vom Platz (26.). BVB-Legende Mats Hummels (37) bei Prime: „Für mich ist es keine Rote Karte, sondern ein klares Standbild-Rot. Da ist keine Dynamik da und keine Verletzungsgefahr. Ich wünsche mir, dass die Regel überarbeitet wird.“
Daniel Svensson (23/r.) trifft Wilson Odobert (21) mit offener Sohle unterhalb des Knies
Dortmund also 70 Minuten in Unterzahl – und kurz darauf 0:2 hinten: Nach einem einfachen Doppelpass bricht Odobert auf der rechten Seite durch. In der Mitte schießt sich Dominic Solanke (28) selbst an und stolpert die Kugel mit Hilfe des Innenpfostens über die Linie – 0:2 (37.).
[–>Bei den beiden vergangenen Bundesliga-Siegen gegen Bremen (3:0) und St. Pauli (3:2) hatte es mächtig Kritik für den fehlerhaften und uninspirierten bis langweiligen Fußball des BVB gegeben. Eine spielerische Steigerung ist auch vor dem Platzverweis nicht erkennbar. Prime-Experte Benedikt Höwedes (37): „So schlecht habe ich den BVB ganz lange nicht mehr gesehen. Die erste Halbzeit war nicht Champions-League-reif.“
Serhou Guirassy muss bei Startelf-Comeback zur Pause runter
Krisen-Stürmer Guirassy (BILD-Note 6) hängt bei seiner Startelf-Rückkehr in der Luft, muss zur Pause genau wie Brandt auf die Bank. Dafür kommen Ryerson und Can. Ein klares Zeichen, dass Trainer Niko Kovac eine Klatsche verhindern will – mit Erfolg. Denn nach der Pause wird der BVB immerhin etwas besser, kommt aber selten zu Gelegenheiten. Beste Chance: Ein Ryerson-Freistoß (50.). Auf der anderen Seite rettet Kobel Dortmund gegen Xavi und Ex-Eintracht-Star Kolo Muani vor dem 0:3 (73./78.).
Mit dem Sieg dürfte Tottenham-Trainer Thomas Frank (52) vorerst seinen Job gerettet haben. Denn bei der vergangenen Premier-League-Pleite gegen West Ham (1:2) und dem Absturz auf Liga-Platz 14 hatten die Fans bereits Franks Rauswurf gefordert.
BVB-Torjäger Serhou Guirassy (29/l.) und Jobe Bellingham (20) konnten gegen Tottenham kaum Akzente setzen

