Der
Faschismusvergleich ist ein Globetrotter, ein Hansdampf in allen Gassen dieser
Welt. In den USA fand der Soziologe Richard Sennett zuletzt Trumps zweite
Inauguration ausgesprochen »hitlerisch« und sah einen »demokratischen
Faschismus« am Werk auf offener Weltbühne. Den Putinismus wiederum wusste der
Historiker Timothy Snyder als »antifaschistischen Faschismus« zu beschreiben,
eine rhetorisch hübsche Doppelreferenzierung, die in Stil und Form locker den
seligen Heiner Geißler überflügelt. Der vollbrachte zeit seiner Karriere
immerhin das Kunststück, gleich drei Goebbels-Vergleiche politisch zu
überleben, einen aktiven und zwei passive – dazu später Weiteres.
Automatische Zusammenfassung
Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Wann sind Vergleiche mit Faschismus und Nationalsozialismus in der Gegenwart sinnvoll?
- Warum stoßen solche Warnungen besonders im Osten auf Skepsis?

