Am Sitzungssaal B0 05 im Magdeburger Landtag macht ein Zettel auf die Bauarbeiten im Parlamentsgebäude aufmerksam: »Temporäre Unordnung« steht da. An diesem Dienstagnachmittag liest man ihn und schüttelt den Kopf: Was für eine Untertreibung!
Drinnen im Saal tagt die Sachsen-Anhalter CDU. Also der Landesverband jener Partei, auf der nach dem Sieg der AfD in Magdeburg so viel Druck lastet, dass sie wahrscheinlich nicht nur temporär ungeordnet ist. Die Union, die sich als Garantin von Ordnung und Stabilität der Bundesrepublik versteht, die seit 80 Jahren in westdeutschen und seit immerhin 36 Jahren in ostdeutschen Ländern regiert, steht in Sachsen-Anhalt vor den Trümmern eines Sonntags, vor den Trümmern ihres Ergebnisses: 17 Prozent. 17 verdammte Prozent, wie ein Abgeordneter sagt.
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Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Wie tief ist die CDU in Sachsen-Anhalt nach dem Wahldebakel intern gespalten?
- Wird die CDU der AfD direkt oder indirekt den Weg zur Regierung öffnen?

