Die SPD-Bundestagsfraktion hat nach dem schlechten Abschneiden von Schülerinnen und Schülern in Deutschland bei der Pisa-Studie ein Krisentreffen auf Bundesebene gefordert. »Nach diesen Ergebnissen können wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen«, sagte die stellvertretende Fraktionschefin Dagmar Schmidt der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.
»Wir erwarten von Bundesbildungsministerin Karin Prien, dass sie jetzt die Initiative ergreift. Deutschland braucht einen Bildungsgipfel von Bund, Ländern und Kommunen«, fügte sie hinzu. Bei einem solchen Treffen müssten konkrete gemeinsame Konsequenzen aus den Ergebnissen gezogen werden. »Bildungsföderalismus darf keine Ausrede für Stillstand sein.«
Im neuen Pisa-Vergleich schneiden Schülerinnen und Schüler in Deutschland so schlecht ab wie nie zuvor. In Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften hätten die 15-Jährigen »die niedrigsten Kompetenzwerte seit Beginn der Pisa-Erhebungen erzielt«, teilten die Studienautoren mit. Bestätigt wird zudem die Erkenntnis, dass in Deutschland der schulische Erfolg stärker als in anderen Ländern von der sozialen Herkunft abhängt. Seit 2015 nimmt diese Kluft sogar wieder zu.
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