Da ist wieder dieser Satz: Je nachdem, wer ihn äußert, kommt er in unterschiedlichen Tonlagen daher. Mal klingt er auftrumpfend, mal gelassen. Mal ratlos, mal resignativ. Verbunden ist er bei allen, die nicht selbst zur AfD halten, mit der Hoffnung, die Partei würde sich in einer Regierung entzaubern. Der Satz lautet: »Jetzt lasst sie halt mal machen.«
Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt hat der Satz eine neue Dringlichkeit bekommen. Sie ergibt sich aus den 43,8 Prozent der Stimmen, die die AfD dort gewonnen hat, und aus den unklaren Mehrheitsverhältnissen. Man hört den Satz jetzt häufig, in Talkshows und an Gartenzäunen, liest ihn in Familien-WhatsApp-Gruppen und Zeitungskommentaren.
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Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Entzaubert Regierungsverantwortung extrem rechte Parteien oder stärkt sie sie?
- Warum ist der Ruf »Jetzt lasst sie halt mal machen« trotzdem so verbreitet?

