Ondertussen bij de Buren (bèta/AI-testfase)

Ondertussen bij de Buren is een experimentele website met focus op Duits nieuws. Via artificiële intelligentie (AI) wordt geprobeerd het nieuws van Duitsland te selecteren. Er wordt veel geëxperimenteerd, waardoor deze site regelmatig nogal veranderd. Zo wordt getracht consistente vertalingen te realiseren. Ook de kwaliteit van de afbeeldingen wisselt door experimenten. Als bronnen dienen geselecteerde RSS-feeds van diverse Duitse nieuwsbronnen. RSS-feeds worden door de bronnen zelf beschikbaar gesteld en bevatten nooit het gehele artikel, maar in kop, introductietekst of samenvatting en waar mogelijk een afbeelding. Hierdoor is het risico op rechtenschending nagenoeg nihil.

„Ondertussen bij de Buren“ (Mitlerweile bei den Nachbarn) ist eine experimentelle Website, die sich auf deutsche Nachrichten konzentriert. Sie nutzt künstliche Intelligenz (KI), um Nachrichten aus Deutschland auszuwählen. Aufgrund laufender Experimente – etwa bei dem Versuch, konsistente Übersetzungen zu erzielen – unterliegt die Seite häufigen Änderungen; auch die Bildqualität variiert infolge dieser Versuche. Als Quellen dienen ausgewählte RSS-Feeds verschiedener deutscher Nachrichtenanbieter. Diese Feeds werden von den Anbietern selbst bereitgestellt und enthalten niemals den vollständigen Artikel, sondern lediglich eine Überschrift, einen Einleitungstext oder eine Zusammenfassung sowie – sofern verfügbar – ein Bild. Der vollständige Artikel lässt sich über einen Link bei der jeweiligen Quelle abrufen, wodurch das Risiko einer Urheberrechtsverletzung praktisch ausgeschlossen ist.



  • Demokratieprojekte in Sachsen-Anhalt: Mit Bratwurst gegen die AfD

    Demokratieprojekte in Sachsen-Anhalt: Mit Bratwurst gegen die AfD

    Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1Mit Bratwurst gegen die AfD Seite 2Die AfD steht auf der anderen Straßenseite Es ist Samstagvormittag, die kleinen Straßen des 6.000-Einwohner-Städtchens sind fast menschenleer. Nur auf dem Platz vor dem in die Jahre gekommenen Promenadenkaufhaus ist etwas los: rote Hüpfburg, Torwandschießen, Bratwurst, Basteln. Eine Schülerband spielt, die Kirchengemeinde…



  • Demokratieprojekte in Sachsen-Anhalt: Mit Bratwurst gegen die AfD

    Demokratieprojekte in Sachsen-Anhalt: Mit Bratwurst gegen die AfD

    Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1Mit Bratwurst gegen die AfD Seite 2Die AfD steht auf der anderen Straßenseite Es ist Samstagvormittag, die kleinen Straßen des 6.000-Einwohner-Städtchens sind fast menschenleer. Nur auf dem Platz vor dem in die Jahre gekommenen Promenadenkaufhaus ist etwas los: rote Hüpfburg, Torwandschießen, Bratwurst, Basteln. Eine Schülerband spielt, die Kirchengemeinde…

Demokratieprojekte in Sachsen-Anhalt: Mit Bratwurst gegen die AfD

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Es ist Samstagvormittag, die kleinen Straßen des 6.000-Einwohner-Städtchens sind fast menschenleer. Nur auf dem Platz vor dem in die Jahre gekommenen Promenadenkaufhaus ist etwas los: rote Hüpfburg, Torwandschießen, Bratwurst, Basteln. Eine Schülerband spielt, die Kirchengemeinde verkauft Kaffee und Limonade. Menschen sitzen unter Sonnenschirmen, grüßen Bekannte.

Es sieht aus wie ein gewöhnliches Straßenfest, doch es ist eine Reaktion auf die AfD. Darauf, dass die Partei im ländlichen Sachsen-Anhalt seit Jahren auch mit Grillwürsten und Freibier Präsenz zeigt. Das Fest in Osterburg ist in gewisser Weise der Versuch, die AfD mit ihren eigenen Waffen zu schlagen.

In wenigen Tagen wird in Sachsen-Anhalt gewählt, und die mögliche absolute Mehrheit für die AfD hat nicht nur deren Anhänger mobilisiert, sondern auch ihre Gegner. Im ganzen Bundesland sind Initiativen wie diese hier entstanden. Der Magdeburger Rechtsextremismusforscher David Begrich beobachtet, dass sich in diesem Wahlkampf Menschen engagieren, die vorher kaum politisch aktiv waren.

© Victor Heekeren für DIE ZEIT
© Victor Heekeren für DIE ZEIT
Ein paar Stühle bleiben in Osterburg den Vormittag über frei.© Victor Heekeren für DIE ZEIT, © Victor Heekeren für DIE ZEIT

Dass es hier um mehr als Unterhaltung geht, macht René Schernikau von der Initiative »Einfach machen« gleich bei der Eröffnung des Straßenfests deutlich: »Wir sind hier, um mit Ihnen ins Gespräch zu kommen«, sagt er ins Mikro, und das ist natürlich nur die halbe Wahrheit. Denn die Menschen, die bei »Einfach machen« dabei sind, wollen auch, dass die AfD die Wahl nicht gewinnt.

Die AfD habe im Wahlkampf ganz bewusst wenig über Politik gesprochen, sagt David Begrich, der für den Verein Miteinander das Auftreten der Partei seit Jahren beobachtet. Sie habe eine Ansprache gewählt, die »eher auf Emotionen setzte«.

Straßenfeste, sagt Begrich, seien ein guter Weg, um Menschen zu erreichen, die sonst wenig mit Politik zu tun haben. »Viele in Ostdeutschland empfinden die Sphäre des Politischen als etwas sehr weit Entferntes.« Da sei es wichtig, sie auf die konkrete Lebensrealität der Menschen herunterzubrechen.

Demokratieprojekte in Sachsen-Anhalt: »Viele Lösungen, die Bund und Land anbieten, funktionieren hier einfach nicht.« René Schernikau ist Verbandsgemeindebürgermeister in der Altmark.
»Viele Lösungen, die Bund und Land anbieten, funktionieren hier einfach nicht.« René Schernikau ist Verbandsgemeindebürgermeister in der Altmark.© Victor Heekeren für DIE ZEIT

In der Altmark ist das eine besondere Herausforderung. Es gibt viele kleine Dörfer, pro Quadratkilometer wohnen hier gerade einmal 39 Menschen, die Strecken sind weit. Die Verbandsgemeinde, in der René Schernikau Bürgermeister ist, ist über 300 Quadratkilometer groß. Die ärztliche Versorgung ist ein Problem, genauso wie die Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen. »Viele Lösungen, die Bund und Land anbieten, funktionieren hier einfach nicht«, sagt Schernikau, der auch für die Linke kandidiert. 

Es ist nicht leicht, mit den Menschen hier über Politik ins Gespräch zu kommen. Gegenüber vom Promenadenkaufhaus sitzen vier Rentnerinnen auf ihren Rollatoren. »Mit Politik beschäftigen wir uns nicht mehr«, sagt eine, die anderen nicken. Ob ihnen die AfD Angst macht? »Wir werden sehen, was nach der Wahl kommt«, entscheiden sie gemeinsam. Dann schweigen sie wieder.