Magdeburg statt Mallorca: Eigentlich sollte Wolfgang Kubicki jetzt den Sommer auf seiner Finca genießen, vielleicht ein bisschen Golf spielen, oder noch ein Buch schreiben. Das war der Plan, so hatte er es seiner Frau – zwei Scheidungen hat er schon hinter sich – für den Ruhestand versprochen. Doch jetzt steht Kubicki, 74, an einem grauen Dienstagabend Ende August in einem Backsteinbau am Hafen der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt.
Der Bund der Selbstständigen und der Arbeitgeberverband haben knapp 80 regionale Unternehmerinnen und Unternehmer eingeladen. Sie wollen hören, wie Kubicki, seit zwölf Wochen Chef der FDP, das Land – und seine Partei – aus der Misere führen will. Auf runden Tischen stehen Bier, Wasser und Softdrinks, ein Brotkorb, geschnittenes Gemüse und Dipsoßen. Die Stimmung ist freundlich aufgeschlossen. Und trotzdem: Der alte Industriebau an der Elbe hätte locker noch ein paar Stuhlreihen mehr gefasst.
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Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Wie will Wolfgang Kubicki die FDP aus ihrer Krise führen?
- Kann Kubicki die gespaltene Partei wieder erfolgreich machen?

