Wenn Daniel Eliasson durch den Berliner Bezirk
Steglitz spaziert, blicken ihm hin und wieder Plakate entgegen, auf
denen er selbst zu sehen ist: ein junger Mann, gelocktes Haar, Schnauzer, runde
Brille mit goldenem Gestell. Manche Passanten grüßen Eliasson im Vorbeilaufen,
ein Mann wünscht ihm »viel Erfolg«.
Man kennt ihn hier – der 29-Jährige ist hier im Berliner
Süden aufgewachsen. Nun ist er Direktkandidat der Grünen im Wahlkreis
Steglitz-Zehlendorf 2 bei der anstehenden Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses.
Seit 2019 ist er Parteimitglied. Wirklich bekannt wurde Eliasson
allerdings erst Anfang des Monats, als er zwei Videos auf seinem Instagram-Kanal
teilte, den rund 3.500 Menschen abonniert haben. Darin erzählt der jüdische Politiker
vom Antisemitismus, der ihm im Wahlkampf entgegenschlug. Beide Clips gingen
viral.
Automatische Zusammenfassung
Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Wie erlebt der Berliner Grünenpolitiker Daniel Eliasson Antisemitismus im Wahlkampf?
- Was zeigt sein Fall über den Umgang mit Antisemitismus in Berlin und in linken Milieus?

