Auf dem kleinen Marktplatz von Aschersleben
haben die Grünen einen Wahlkampfstand aufgebaut. Es werden Flyer verteilt und
Kaffee ausgeschenkt. Gerade ist Susan Sziborra-Seidlitz ins Gespräch mit einem
freundlich aussehenden Mann verwickelt, der ihr erklärt, dass nicht alle
AfD-Wähler Nazis seien. Eine in diesen aufgeheizten Tagen beinahe normale
Unterhaltung, dennoch hat die grüne Spitzenkandidatin Mühe, gelassen zu
bleiben. Ihr Ehemann ist gerade zum Zentrum einer rechten Kampagne geworden, in
der mal wieder seine Neonazi-Vergangenheit thematisiert wird. Wir setzen uns in
ein Café, Sziborra-Seidlitz will zum ersten Mal ausführlich über die Vorwürfe
sprechen – und auch über ihre eigene, für eine Grüne eher untypische
Familiengeschichte.
Automatische Zusammenfassung
Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Warum wird die Vergangenheit von Susan Sziborra-Seidlitz’ Ehemann im Wahlkampf erneut thematisiert?
- Wie erklärt Sziborra-Seidlitz ihre eigene politische Prägung und den Zuspruch für die AfD?

