Der Frauenanteil im Landesparlament von Sachsen-Anhalt wird nach dem vorläufigen Wahlergebnis sinken. Demnach wurden 18 Frauen und und 65 Männer in den neuen Landtag gewählt, womit der Frauenanteil bei lediglich 21,7 Prozent liegt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat der Landtag von Sachsen-Anhalt damit künftig den niedrigsten Anteil von weiblichen Abgeordneten von allen deutschen Parlamenten.
Im aktuellen Landtag lag der Frauenanteil bei 27,8 Prozent und damit etwas höher als in Sachsen mit 27,5 Prozent und Bayern mit 24,6 Prozent. Nach Angaben der Statistiker sind im Landesparlament Hamburgs mit 48,8 Prozent die meisten Frauen im Bundesvergleich vertreten.
Geschlechtliche Parität in den Fraktionen des neuen Landtags erreichen den Wahlergebnissen zufolge Grüne, Linke und SPD mit jeweils vier von acht Mandaten. Es folgen das BSW mit 40 Prozent, die CDU mit 13,3 Prozent und die AfD mit lediglich 5,1 Prozent Frauenanteil.
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• Stand: 3.27 Uhr •Quelle: Statistisches Landesamt<!–>
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Mehrheit mit 42 Sitzen<!–>
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41 / 41 ausgezählt<!–>
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Die AfD in Sachsen-Anhalt hatte am Sonntag die Landtagswahl mit fast 44 Prozent der Stimmen klar gewonnen und konnte ihr Ergebnis der Wahl von 2021 mehr als verdoppeln. Die bislang regierende CDU verliert hingegen mehr als die Hälfte ihrer Sitze und kommt nur noch auf 17,2 Prozent. Das BSW ist mit 5,3 erstmals in den Landtag eingezogen. Die SPD kommt auf 9,3 Prozent, Grüne auf 8,9 Prozent und die Linke auf 8,6 Prozent.
Die neuen Machtverhältnisse in Sachsen-Anhalt wirken sich auch auf die Bundesversammlung aus, die am 30. Januar ein neues Staatsoberhaupt wählen wird. Diese setzt sich aus den 630 Abgeordneten des Bundestags zusammen und einer gleich großen Anzahl von Mitgliedern, die aus den 16 Bundesländern entsandt, und dort von den Landtagen gewählt werden.
Klare Mehrheit für CDU, CSU und SPD
Nach Berechnungen der Plattform wahlrecht.de kommen dort die Koalitionsparteien der Bundesregierung CDU, CSU und SPD auch nach dem hohen Wahlsieg der AfD immer noch auf eine klare Mehrheit von 685 bis 687 Stimmen. Nötig sind in den ersten beiden Wahlgängen mindestens 631 Stimmen.
Daran kann auch der Ausgang der Landtagswahlen am 20. September in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin nichts mehr ändern. Für die beiden Länder ist in die Berechnung bereits die jeweils jüngste Wahlprognose des Instituts Infratest dimap eingeflossen. Mecklenburg-Vorpommern entsendet in die Bundesversammlung ohnehin nur 13 Mitglieder, Berlin 25.
Die Bundesversammlung soll am 30. Januar 2027 eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wählen. Er selbst kann nach zwei Amtszeiten nicht wieder antreten.

