Nach Ausschreitungen in mehreren Städten am Rande der Proteste der Initiative Gen Z ist es in Berlin und Hessen zu neuen Tumulten gekommen. Im Märkischen Viertel im Berliner Ortsteil Reinickendorf hätten überwiegend Jugendliche Pyrotechnik und Molotowcocktails gezündet, teilte die Polizei mit. Zu Beginn habe sich eine Gruppe von etwa 30 Personen versammelt, die dann auf bis zu 120 angewachsen sei. Der RBB berichtete zuerst über die Vorfälle. Ein 14-Jähriger sei festgenommen worden, hieß es.
Im hessischen Viernheim bauten ein Dutzend teils vermummter Minderjähriger eine Barrikade und attackierten Einsatzkräfte mit Böllern. Drei Kinder und neun Jugendliche wurden vorübergehend festgenommen, wie die Polizei in Darmstadt mitteilte. Ein Großaufgebot war daraufhin die ganze Nacht in der Viernheimer Innenstadt im Einsatz, zu weiteren Vorfällen kam es jedoch nicht.
In Hamburg blockierten am frühen Morgen mehrere junge Demonstranten Zugänge eines Gebäudes der Universität. Es seien unter anderem Bauzäune und Müllcontainer vor Eingänge der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften gestellt worden, beobachtete ein Reporter der Nachrichtenagentur dpa. Auf englischsprachigen Bannern forderten die Demonstranten etwa die Befreiung aller unterdrückten Menschen oder riefen zu Boykott und Widerstand auf.
Nach den friedlichen Jugendprotesten von Gen Z regelt am Wochenende hatte es mit Einbruch der Dunkelheit in mehreren Städten Ausschreitungen und Zusammenstöße mit der Polizei gegeben. In Frankfurt am Main kam es zu Plünderungen und Festnahmen, in Köln zu gewalttätigen Szenen.
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