Der Sozialverband VdK dringt auf sozial gerechte Entlastungen von den hohen Spritpreisen. Die Entlastung dürfe »kein Rettungsprogramm für die Mineralölkonzerne werden«, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele in Berlin. Sie müsse bei Menschen ankommen, die sich hohe Spritpreise »schlicht nicht mehr leisten können«.
Das betreffe etwa mobile Pflegekräfte, deren Fahrtkosten nicht mehr gedeckt seien, oder Menschen mit Behinderung, für die Busse und Bahnen oft keine barrierefreie Alternative zum eigenen Auto böten, sagte Bentele. Ebenso seien Menschen im ländlichen Raum betroffen, die für Job, Kinderbetreuung, Arztbesuche und Einkäufe auf das Auto angewiesen seien. Auch der Wirtschaftsweise Gabriel Felbermayr sprach sich im Deutschlandfunk für eine gezielte Förderung bedürftiger Haushalte aus.
Bundesregierung kündigte Entlastungen an
Vor dem Hintergrund des Irankriegs sind die Kosten für Öl und Treibstoff weltweit stark angestiegen. Ein Liter Super E10 kostete im bundesweiten Tagesdurchschnitt zuletzt 2,314 Euro, der Preis für Diesel stieg auf ein Allzeithoch von 2,453 Euro.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat angesichts der hohen Spritpreise Entlastungen angekündigt. Über konkrete Maßnahmen wird aber derzeit noch über verschiedene Forderungen aus Union und SPD diskutiert. Im Gespräch sind etwa eine Besteuerung der Gewinne von Ölkonzernen, Preisdeckel und Direktzahlungen sowie eine Steuersenkung.
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