Wenn am Sonntag 3,7 Millionen Berliner zur Wahl aufgerufen sind, wird auch über die Zukunft des Wohnungsmarktes in der Hauptstadt abgestimmt. Wohnen ist das zentrale Wahlkampfthema in dieser Stadt, in der fast 85 Prozent zur Miete wohnen und die Mieten in den vergangenen vier Jahren um mehr als ein Fünftel gestiegen sind. Dabei geht es auch um das, wofür schon 2023 beim Volksentscheid »Deutsche Wohnen & Co enteignen« eine Mehrheit der Wähler gestimmt hat: die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen. Viele fordern, sie solle nun endlich kommen. »Immobilienkonzerne enteignen« plakatieren die Linken überall in der Stadt, auch die Grünen sind dafür. Bei der Berliner Wirtschaft geht dagegen in den Tagen vor der Wahl die Panik um.
Automatische Zusammenfassung
Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Wie stark prägt die Debatte über die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen die Berliner Wahl?
- Warum mobilisieren Wirtschaft, Immobilienbranche und Banken so massiv gegen Enteignungen?

