Wenige Tage vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl sind Wahlkämpfer der AfD und CDU an drei Ständen angegriffen worden. Das teilte die Polizei mit. Der Staatsschutz übernahm in allen Fällen die Ermittlungen.
In Schöneberg warf ein Unbekannter laut Polizeiangaben mit zwei Mobiltelefonen an einem CDU-Stand auf die dort stehenden Menschen. Er traf demnach eine 44-jährige Frau am rechten Bein. Sie klagte anschließend über Schmerzen am Schienbein, lehnte eine Behandlung aber ab. Der Angreifer floh.
In Gropiusstadt wurde ein AfD-Abgeordneter den Angaben zufolge von einem ebenfalls unbekannten Mann verbal attackiert. Anschließend habe der Mann einen Aufsteller der Partei zu Boden geworfen, den Abgeordneten geschubst und die Flucht ergriffen.
Ähnliche Vorfälle gegen Politiker der Grünen und SPD
Bei einem AfD-Wahlstand in Reinickendorf soll ein 32-jähriger Fahrradfahrer einen Mann zur Seite gestoßen und Informationsmaterial der Partei auf den Boden geworfen haben. Ein Zeuge hielt den Fahrradfahrer bis zum Eintreffen der Polizei fest.
Nach dem Eintreffen der Polizei erstattete der Mann selbst Anzeige wegen Nötigung. Er gab an, dass sich ihm mehrere Angehörige der Partei auf dem Radweg in den Weg gestellt hätten, um ihn an der Weiterfahrt zu hindern. Dabei habe er das ihm gereichte Infomaterial weggeschlagen.
Im Wahlkampf für die Abgeordnetenhauswahl in Berlin am 20. September kam es bereits mehrmals zu solchen Vorfällen. Anfang September wurde ein Grünenpolitiker in Berlin mutmaßlich antisemitisch angegriffen. Im April wurde der SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach bei einem Wahlkampftermin bedroht.

