Das Rathaus im belgischen Antwerpen ist ein imposanter Bau: außen flämische Renaissance, vollendet 1565; drinnen perfekt restaurierte, wandfüllende Gemälde und Wappen aus dem 16. Jahrhundert. Sam van Rooy, der Fraktionschef des rechtsradikalen Vlaams Belang im Antwerpener Stadtrat, führt 14 Abgeordnete der Berliner AfD durch diese Hallen, jahrhundertealtes Parkett knarzt unter blank polierten Schuhen. Die AfDler recken die Köpfe, betört von der Aura der altertümlichen Räume scheinen sie sich wohlzufühlen: »Ist das geil hier«, raunt Harald Laatsch einem Fraktionskollegen zu. »So muss es sein«, kommentiert der Abgeordnete Hugh Bronson die Zeitreise in vergangene Epochen.
Automatische Zusammenfassung
Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Warum reist die Berliner AfD kurz vor der Wahl zu rechten Partnerparteien nach Belgien und Österreich?
- Welche Strategien zur Wohnungs- und Migrationspolitik übernimmt oder prüft die AfD dabei?

