Sport wirkt auf eine der sensibelsten Schutzmauern unseres Körpers: die Blut-Hirn-Schranke. Diese Barriere hält bspw. Schadstoffe draußen und lässt wichtige Nährstoffe hindurch. Gerät sie aus dem Gleichgewicht, drohen ernste Folgen. Eine große Übersichtsarbeit untersuchte, wie körperliche Aktivität die Blut-Hirn-Schranke beeinflusst.
Was Forscher genau untersucht haben
Ausgewertet wurden laut FITBOOK (gehört zu BILD) zahlreiche Studien mit Menschen und Tiermodellen. Im Mittelpunkt standen moderates Ausdauertraining, hochintensives Intervalltraining (HIIT), Krafttraining sowie freiwillige Bewegung. Ziel war ein systematischer Vergleich der Effekte auf die wichtige Blut-Hirn-Schranke.
Ausdauertraining stärkt die Schutzmauer
Das Ergebnis: Moderates Ausdauertraining stabilisiert die Blut-Hirn-Schranke besonders zuverlässig. Entzündliche Prozesse gehen dort zurück. Schädlicher oxidativer Stress nimmt ab. Gleichzeitig bildet der Körper mehr Eiweiße, die die Schutzbarriere abdichten. Auch der Botenstoff BDNF steigt. Er gilt als wichtiger Schutzfaktor für Nervenzellen.
Der interessante Effekt von HIIT
Hochintensives Intervalltraining kann die Schranke kurzfristig etwas durchlässiger machen. Aber: Dieser Effekt ist vorübergehend. Langfristig setzt der Körper Reparaturprozesse in Gang, etwa die Neubildung von Blutgefäßen.
Auch Krafttraining wirkt schützend, allein oder kombiniert mit Ausdauertraining. Selbst leichte, freiwillige Bewegung verbessert in Tiermodellen die Gefäßstruktur und senkt Entzündungen.
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Die Bedeutung der Studienergebnisse
Bewegung stabilisiert die Blut-Hirn-Schranke auf mehreren biologischen Ebenen. Davon können Menschen mit Alzheimer, Multipler Sklerose, Schlaganfall oder Depression ebenso profitieren wie Personen mit Übergewicht oder altersbedingtem Abbau. Sport ist eine wirksame Möglichkeit, die Schutzfunktion des Gehirns langfristig dauerhaft zu unterstützen.
Wichtig zu wissen: Viele der genauen biologischen Abläufe wurden bislang vor allem in Tiermodellen entschlüsselt. Die optimale Dosis für den Menschen wird daher noch weiter erforscht.

