Ein Inhaltsstoff aus Kakao steht laut einer Studie mit langsamerem Altern in Verbindung. Im Fokus steht Theobromin. Einen Beweis dafür, dass es das Altern tatsächlich verlangsamt, liefert die Untersuchung allerdings nicht.
Untersucht wurden Blutproben von 1669 Erwachsenen aus zwei großen Bevölkerungsstudien, darunter eine Studie mit ausschließlich Frauen. Die Forscher maßen den Theobromin-Gehalt im Blut und analysierten sogenannte epigenetische Marker – das sind Veränderungen am Erbgut, die Hinweise auf das biologische Alter geben.
Ziel der Studie war es herauszufinden, ob Theobromin mit dem biologischen Alter zusammenhängt. Die Ergebnisse stammen aus einem Preprint, also einer wissenschaftlichen Vorabveröffentlichung ohne abschließende Begutachtung durch Fachkollegen.
Mehr Theobromin, langsameres Altern
Das Ergebnis: In beiden untersuchten Gruppen standen höhere Theobromin-Werte signifikant mit einer langsameren biologischen Alterung in Verbindung. Der Zusammenhang zeigte sich auch nach statistischer Anpassung an Alter, Körpergewicht und Blutwerte.
Teilnehmer mit höheren Theobromin-Werten wiesen zudem ein epigenetisches Profil auf, das mit einem geringeren Sterberisiko verbunden ist.
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Besonders deutlicher Effekt bei Rauchern
Besonders ausgeprägt war der Zusammenhang bei früheren oder aktuellen Rauchern – in einer kleinen Teilgruppe. Laut den Forschern deutet dies auf eine stärkere Verbindung in dieser Gruppe hin.
Zusatzanalysen ergaben: Von allen untersuchten Inhaltsstoffen aus Kakao und Kaffee war Theobromin am stärksten mit langsamerem biologischen Altern verbunden. Weder andere Koffeinverbindungen noch die allgemeine Ernährungsqualität konnten den Zusammenhang erklären.
Was die Ergebnisse bedeuten – und was nicht
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Theobromin mit biologischen Alterungsprozessen zusammenhängt. Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, lassen sich daraus jedoch keine direkten Ursache-Wirkungs-Beziehungen ableiten.
Da andere Kakao-Inhaltsstoffe nicht berücksichtigt wurden, sind weitere Untersuchungen nötig. Die übereinstimmenden Befunde aus zwei unabhängigen Bevölkerungsgruppen sprechen dennoch dafür, dass Theobromin – möglicherweise im Zusammenhang mit Kakao – mit dem biologischen Altern verknüpft ist.

