Ondertussen bij de Buren (bèta/AI-testfase)

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Todesfahrt in Ver.di-Demo in München Polizist schildert Anschlag – »Kinderwagen dem Erdboden

Todesfahrt in Ver.di-Demo in München Polizist schildert Anschlag – »Kinderwagen dem Erdboden - Fetchub

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Todesfahrt in Ver.di-Demo in München

Polizist schildert Anschlag – »Kinderwagen dem Erdboden gleich«

Der Angeklagte schweigt, dafür beschreibt ein Polizist vor Gericht, wie er den Anschlag auf eine Ver.di-Demo in München erlebt hat. »Mit Vollgas« sei Farhard N. in die Menge gefahren – eine Mutter und ihr Kind starben.

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Angeklagter Farhad N. im Oberlandesgericht München

Foto: Britta Schultejans / dpa

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Im Prozess zum tödlichen Anschlag auf eine Ver.di-Demonstration in München hat ein Polizist Details zur Tat geschildert. Vor dem Oberlandesgericht in der bayerischen Hauptstadt berichtete er, wie er als Augenzeuge die Tat im vergangenen Februar erlebte. »Der Angeklagte scherte vor uns ein und beschleunigte«, sagte der Beamte, der in einem Begleitfahrzeug am Ende des Demonstrationszuges mitgefahren war. »Mit Vollgas durch.«

Der Mann habe sein Auto »ungebremst in die Menschenmenge, in das Ende des Demonstrationszuges« gefahren. Es sei eine »kerzengerade und zielgerichtete Fahrtrichtung« gewesen.Erhobener Zeigefinger zu ProzessbeginnDer 25 Jahre alte Afghane, der unter Terrorverdacht und wegen zweifachen Mordes und 44-fachen versuchten Mordes vor Gericht steht, hatte zum Prozessauftakt Aussagen zur Tat und auch zu seiner Person verweigert. Dafür äußerte er sich ohne Worte: Er hob für die Kameras den rechten Zeigefinger nach oben. Eine verbreitete Geste unter Muslimen weltweit, die den Glauben an den einen und einzigartigen Gott symbolisieren soll und die zuweilen auch als Erkennungszeichen unter Islamisten gilt.

Der Angeklagte war vor knapp einem Jahr, am 13. Februar 2025, noch am Tatort festgenommen worden, nachdem er mit seinem Kleinwagen in die Menschenmenge gerast war. »Er war sehr ruhig«, sagte der Polizist. Der Mann habe »bewusstseinsgetrübt« gewirkt, sein Blick sei »einfach starr ins Leere ausgerichtet« gewesen.Eine umfangreiche SPIEGEL-Rekonstruktion zeigt, wie der Farhard N. vom Bodybuilder zum frommen Muslim wurde – und noch am Morgen der Todesfahrt Schulden bezahlte. 

Der 25-Jährige soll das Auto gezielt in einen Demonstrationszug der Gewerkschaft Ver.di mit rund 1400 Teilnehmern gelenkt haben. Eine Mutter und ihre erst zwei Jahre alte Tochter starben, 44 weitere Menschen wurden verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich.Kein Lebenszeichen mehr von dem KindDer Polizist habe noch versucht, der Mutter zu helfen. Sie sei zunächst ansprechbar, aber sehr schwer am Kopf verletzt gewesen. »Sie griff mehrfach nach ihrem Kopf und mehrfach nach ihrem Kind«, sagte der Beamte. Von dem Kind habe er kein Lebenszeichen mehr wahrnehmen können. Er berichtete von einem »Kinderwagen, der dem Erdboden gleich war«.

Um den Tathergang zu rekonstruieren, sollen zunächst Polizeibeamte als Zeugen vor Gericht aussagen, erst zu einem späteren Zeitpunkt sollen dann die Betroffenen gehört werden. In wenigen Wochen jährt sich der Anschlag zum ersten Mal. Das Urteil könnte am 25. Juni gesprochen werden.

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Auch am Jahrestag will das Gericht verhandeln – allerdings ohne Betroffene als Zeugen zu laden, damit diese an den Gedenkveranstaltungen teilnehmen können.

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