Nahostkonflikt
Trump präsentiert »Friedensrat« für Gaza – Israel fliegt erneut Angriffe auf Hisbollah
Während US-Präsident Trump die Bildung eines »Friedensrates« im Gazastreifen ankündigt, setzt Israel seine Angriffe im Libanon fort. Beide Konfliktregionen bleiben trotz Waffenruhen hoch angespannt.
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Palästinensische Zeltlager im südlichen Gaza-Streifen: ein »Friedensrat« nach Trumps Wünschen soll den Frieden sichern
Foto: Haseeb Alwazeer / REUTERS
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US-Präsident Donald Trump hat die Gründung des im US-Plan für den Gazastreifen vorgesehenen »Friedensrates« bekannt gegeben. Das Gremium, das nach Trumps Worten das »großartigste und renommierteste« seiner Art sei, soll die im Plan vorgesehene technokratische Übergangsverwaltung überwachen. Deren Zusammensetzung hatten die radikalislamische Hamas und die Palästinensische Autonomiebehörde am Mittwoch nach Angaben der ägyptischen Regierung vereinbart. Geführt werden soll sie vom ehemaligen PA-Vizeminister Ali Schaath, weitere Mitglieder sind bislang nicht öffentlich.
Die Übergangsverwaltung soll gemeinsam mit internationalen Experten die alltägliche Organisation des Gazastreifens übernehmen. Der im Oktober vorgestellte 20-Punkte-Plan sieht außerdem eine internationale Stabilisierungstruppe vor. Seit dem 10. Oktober gilt im Gazastreifen eine fragile Waffenruhe zwischen Hamas und Israel, die jedoch immer wieder von beiden Seiten als verletzt bezeichnet wird.
Israel greift Ziele im Libanon anParallel zur politischen Entwicklung im Gazastreifen hat das israelische Militär erneut mehrere Ziele im Libanon angegriffen. Nach eigenen Angaben zielte die Armee im Süden des Landes auf Waffenlager und Infrastruktur der Hisbollah-Miliz, außerdem sei ein unterirdisches Waffenlager getroffen worden. Israel wirft der Hisbollah vor, ungeachtet einer seit Ende November 2024 geltenden Waffenruhe weiter aufzurüsten und sich neu zu organisieren.
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Anwohner berichteten von mehreren schweren Explosionen, libanesische Sicherheitsquellen sprachen von mindestens zwei Luftschlägen. Über mögliche Opfer war zunächst nichts bekannt. Die Waffenruhe sieht eigentlich die Entwaffnung der Hisbollah vor, die in fünf Phasen ablaufen soll. Laut libanesischen Angaben wurden seit ihrem Inkrafttreten bereits mehr als 300 Menschen im Libanon getötet, darunter mehr als 100 Zivilisten nach UN-Angaben.
fin/AFP/dpa
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