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Lukas Kwasniok (44) bleibt Köln-Trainer. Nach acht sieglosen Spielen endete die schlimme Absturz-Serie mit einem 2:1 (0:1) gegen Mainz. Danach öffnete Kwasniok seine Seele und erklärte, wie er mit dem Druck der letzten Woche umgegangen ist!
„Jeder geht unterschiedlich damit um“, begann der Coach unmittelbar nach dem Spiel und gab einen Einblick in sein Seelenleben: „Ich habe aufgrund meiner Erfahrung im Leben die Neigung dazu: Je größer der vermeintliche Druck von außen wird, umso ruhiger und entspannter werde ich. Ich werde eher emotionaler, wenn ich das Gefühl habe, dass die Dinge ein bisschen am Einschlafen sind. Jetzt war es halt ein bisschen von außen emotionaler, das ist bei mir in der Trainerkabine aber nicht wirklich angekommen.“
Druck wurde immer größer
Denn beim FC und vor allem rund um Kwasniok war in der vergangenen Woche verdammt viel Druck auf dem Kessel. Neben der Sieglos-Serie ging es vor allem um die Person Kwasniok selbst. Beim 1:1 in Heidenheim hatten die Ultras ihn sogar mit einem Riesen-Plakat attackiert. Bei ihrer Kritik soll es vor allem um Kwasnioks Auftreten abseits des Platzes gegangen sein. Das wurde zuletzt auch in den sozialen Netzwerken heiß diskutiert.
Klar war: Verliert Köln auch gegen Mainz, muss Kwasniok gehen. Und nach einer katastrophalen ersten Halbzeit sah es auch lange danach aus. Dann aber drehte Köln das Spiel dank Kwasnioks Mut (3 Wechsel zur Halbzeit, Umstellungen) und dem Doppelpack von Stürmer Ragnar Ache (27).
Drehte mit seinen Kollegen erst in der 2. Halbzeit auf: Jakub Kaminski (23)
Kwasniok ließ das Schicksal entscheiden
Der Befreiungsschlag sorgt für Ruhe. Auch bei Kwasniok. Er sagt: „Wenn du beim 1. FC Köln einen Vertrag unterzeichnest, bei einem Aufsteiger, der durchaus wilde Phasen in der Vergangenheit hinter sich hatte, dann gehst du nicht davon aus, dass du nach sieben Punkten aus drei Spielen locker flockig durch die Saison marschierst. Sondern du bist dir schon darüber im Klaren, dass es auch Phasen geben wird, die nicht ganz so einfach sein werden.“
Und weiter: „Diese Phase hatten wir jetzt. Aber gar nicht in Bezug auf Leistung, sondern in Bezug auf Ergebnisse. Da gilt es, nüchtern und ruhig zu analysieren, sachlich zu bleiben und sowohl dir selbst, als auch der Mannschaft und den Menschen um dich herum zu vertrauen. Dieses Gefühl hatte ich immer. Mehr kannst du nicht machen, als fokussiert zu arbeiten, überzeugt zu sein von dem, was du tust – und dann das Schicksal entscheiden zu lassen.“
Das Schicksal hat für Kwasniok entschieden.

