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ER hatte schon im August Zweifel!
Groß war der Jubel, als sich Dino Toppmöller (45) mit Eintracht Frankfurt am Ende der vergangenen Saison als Tabellen-Dritter für die Champions League qualifiziert hatte. Erstmals über die Liga. Und mit teilweise atemberaubendem Fußball in der Hinrunde, als Omar Marmoush und später auch Hugo Ekitiké die Frankfurter Fans verzauberten. Toppmöller war bundesweit der „Bessermacher“, der aus unreifen (Marmoush) oder zuvor abgestürzten (Ekitiké) Stürmern 100-Millionen-Angreifer machte. Sprich: Sport-Vorstand Markus Krösche (45) fand die Spieler, Toppmöller formte sie.
Musste nach 121 Spielen als Frankfurter Trainer gehen: Dino Toppmöller (45)
Der Lohn: Sein Vertrag wurde bis 2028 verlängert. Die Vorfreude auf die Champions League war groß. Naiv groß. Denn zum Ende des Transfer-Fensters wuchsen beim leidensfähigen Trainer erste Zweifel, ob er mit diesem Kader wirklich in drei Wettbewerben Erfolge feiern kann. Gegen Mannschaften wie Bayern München oder den FC Liverpool. Mit attraktivem Offensiv-Fußball. So war die Vorgabe. Aber hatte Toppmöller die richtigen Spieler? Schließlich war Eintracht in allen Mannschaftsteilen wackelig. Der Frankfurter Trainer hatte große Sorgen.
[–>Im Tor, weil Kaua Santos zu Saisonbeginn noch nicht wieder spielfit war und in Michael Zetterer ein Neuzugang eingewöhnt werden musste. In der Abwehr, weil Tuta den Klub verließ und nicht adäquat ersetzt wurde. Zudem kämpfte Kapitän Robin Koch, wie man aus dem Klub-Umfeld hört, nicht nur mit seiner neuen Rolle als Führungsfigur, sondern auch als junger Vater.
Im Mittelfeld, weil Ellyes Skhiri längst seine beste Zeit hinter sich hatte, Hugo Larsson brutal anfällig und nach einem Millionen-Angebot aus Saudi-Arabien zudem leicht abgehoben war. Weil Mo Dahoud eigentlich schon aussortiert, Mario Götze ebenfalls zu oft abwesend war.
Und dann war da der Sturm. Elye Wahi als Nachfolger von Hugo Ekitike integrierte sich nie, verstand den Trainer und seine Mitspieler nicht. Jonathan Burkardt integrierte sich blitzschnell, schoss 11 Tore – fiel aber wieder einmal lange verletzt aus. All das hatte Toppmöller schon Anfang September im Hinterkopf. All das, was der Trainer befürchtete, sollte sich bewahrheiten.
Alonso zur Eintracht?: „Krösche wird einen Anruf tätigen“
Auch Krösche sah die Probleme. Aber er konnte sie diesmal nicht lösen. Der Angriff und die Sechser-Position waren schon im Sommer DAS Transfer-Thema bei Eintracht. In letzter Sekunde platzten die Verpflichtungen von William Osula (Newcastle) und Sergi Altimira (Betis) – und Toppmöller hatte ein fettes Loch im Kader.
Ein Loch, dass durch die seit Jahren anhaltende Nicht-Verpflichtung eines Sechsers die Frankfurter Fans zur Weißglut trieb. Und ein Loch, das durch Verletzungen wichtiger Stars (Kristensen, Uzun, Burkardt) und weiterer Ausfälle im Laufe der Saison immer größer wurde.
Der Eintracht-Kader hatte eine zu große Unwucht. Und deshalb ist die Entlassung von Toppmöller in Frankfurt auch die erste große Niederlage für den zuvor so erfolgreichen Frankfurter Sportvorstand Markus Krösche.

