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Auf den allerletzten Drücker löst sie doch noch das Olympia-Ticket! Das deutsche Biathlon-Juwel Selina Grotian (21) hat im letzten Rennen vor der offiziellen Kader-Bekanntgabe des Deutschen Ski-Verbands (DSV) die Olympia-Norm geknackt. In der Verfolgung der Frauen beim Heim-Weltcup in Ruhpolding wird sie 13.
Für die erfolgreiche Olympia-Norm ist ein Platz unter den besten Acht oder zwei Platzierungen in den Top 15 nötig. Im Sprint am Freitag war Grotian zuvor 15. geworden.
Der Tagessieg ging an die Gesamtweltcup-Führende Lou Jeanmonnot aus Frankreich vor der Schwedin Hanna Öberg (3/+10,5 Sekunden) und der Französin Camille Bend (0/+12,9).
[–>Grotian nach dem Rennen am ZDF-Mikro: „Mir sind 100 Millionen Steine vom Herzen gefallen. Es war ein ganz schön hartes Rennen hinten raus, aber ich bin so froh, dass ich es geschafft habe. Ich bin erleichtert, dass die Kämpferei nun vorbei ist.“
Es wäre sogar noch eine Platzierung weiter vorn drin gewesen, wären der Deutschen im letzten Stehendanschlag nicht zwei Fehler unterlaufen. Insgesamt leistete sie sich drei Fehler.
Grotian über die zwei Fahrkarten: „Die letzten zwei Fehler lagen nicht an den Gedanken an die Norm. Ich brauche da noch etwas die Praxis im Frau-gegen-Frau-Schießen. Das muss ich noch etwas üben.“
Preuß in der Verfolgung beste Deutsche
Für die deutschen Damen war es insgesamt ein schwieriger Tag – vor allem am Schießstand offenbarten sich 19 Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d‘Ampezzo (6. bis 22. Februar) noch einige Schwächen.
Beste Deutsche wurde Franziska Preuß, die als Siebte ins Ziel kam (+36,4 Sek.). Julia Tannheimer leistete sich schon im ersten Schießen vier Fehler. Nach insgesamt fünf Patzern belegte sie am Ende Platz 23. Vanessa Voigt wurde mit zwei Fehlern 26. Auch Janina Hettich-Walz erwischte keinen leichten Tag am Schießstand – wurde nach insgesamt sechs Strafrunden 48. Die letzte deutsche Starterin, Sophia Schneider, wurde 44.

