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Der Transfer-Knaller ist fast perfekt. Edin Džeko (39) wechselt – vorbehaltlich des Medizinchecks und der Unterschrift – zum FC Schalke. Kann er Königsblau wieder in die Bundesliga ballern? Einer, der Džeko bestens kennt, ist Felix Magath (72/Schalke-Trainer 2009 bis 2011). Er holte Džeko 2007 von FK Teplice (Tschechien) nach Wolfsburg, sie wurden 2009, bevor Magath zu Schalke wechselte, zusammen Meister. Džeko schoss in jener Saison 26 Tore. Seinem Ex-Schützling traut die Trainer-Legende einiges zu.
Magath zu BILD: „Edin weiß, wo das Tor steht. Das hat er sicher nicht verlernt. Er kann der entscheidende Spieler sein, seine Verpflichtung die entscheidende Maßnahme, die den FC Schalke wieder in die Bundesliga bringt.“ Aktuell ist Schalke Tabellenführer, hat 4 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Gegen Kaiserslautern am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) soll beim möglichen Džeko-Debüt wieder ein Sieg her
[–>„Gemeinsam mit Grafite, der 28-mal traf, waren sie damals in unserer Meister-Saison das erfolgreichste Sturmduo der Bundesliga-Geschichte. Wobei Džeko, anders als Grafite, keine Elfmeter schoss – obwohl er das sicher auch gekonnt hätte. Er war der spielerisch Stärkere, hatte mehr Einfluss aufs Spiel. Beide haben aber auch von ‚ihren‘ Mittelfeldspielern profitiert. Der Brasilianer Grafite vom Brasilianer Josué, der Bosnier Džeko vom Bosnier Misimovic. Die haben sich gut verstanden, das hatte schon eine Bedeutung. Auf Schalke wird es auch wichtig sein, dass Džeko Bälle bekommt und in Szene gesetzt wird“, erinnert sich Magath.
Das könnte ein kleiner Knackpunkt werden. Immerhin schoss Schalke gegen Hertha BSC (0:0) nicht ein einziges Mal (!) auf das Tor. Was auch daran lag, dass die Offensiv-Abteilung keine Bälle bekommen hatte. Allerdings dürfte klar sein, dass Džeko durch seine Erfahrung und Qualität den Schalkern helfen kann. Magath: „In seinem hohen Alter hat er sicher etwas an Dynamik verloren, aber er kennt das Spiel und mit seinen Fähigkeiten am Ball wird er fantastisch passen in die Offensiv-Abteilung des FC Schalke.“ Dann müssten die Kollegen Moussa Sylla (26) und Christian Gomis (25) einen Gang höher schalten, um ihren Stammplatz nicht zu verlieren.
Edin Džeko (39) bei seiner Ankunft am Düsseldorfer Flughafen am Mittwochabend
Wegen des bevorstehenden Wechsels plant Magath in Zukunft wieder öfter Spiele seines Ex-Klubs Schalke anzusehen. „Ich habe Edin immer mal wieder verfolgt auf seinen Stationen bisher und werde das jetzt noch intensiver tun. Es freut mich, dass er nach Deutschland zurückkommt“, sagt der Meistertrainer. Mit typischem Magath-Schmunzeln fügt er an: „Es hat ja mal ein Fußball-Experte gesagt, ich würde die Spieler kaputt trainieren. Wenn man jetzt sieht, dass etwa aus der Wolfsburger Meistermannschaft ein Andrea Barzagli und ein Makoto Hasebe auch bis fast 40 gespielt haben, dass Džeko mit 39 noch spielt – dann zeigt mir das im Nachhinein, dass ich doch ganz gut trainiert habe.“










