Nach Loris Karius konnte Schalke mit Edin Džeko tatsächlich einen zweiten Topstar ins triste Gelsenkirchen locken.
Wie man hört, soll der Bosnier richtig Bock auf Ruhrpott und Aufstiegskampf haben. Geld spielt nur eine Nebenrolle. Beim ebenfalls interessierten Pariser FC hätte er deutlich mehr verdient.
Doch Vorsicht – auch mit einem Top-Stürmer wie Džeko wird der Aufstieg kein Selbstläufer!
Denn das Grundproblem bleibt: Angreifer brauchen gute Bälle aus dem Mittelfeld. Solange die nicht kommen, wird es schwierig.
Was für ein Strahl: Das schönste Bundesliga-Tor von Edin Dzeko
Schalker Formkurve zeigt nach unten
Selbstverständlich: Džeko-Tore würden helfen, viel wichtiger ist allerdings eine ganz andere Sache – mit dem Transfer des Ex-Torschützenkönigs setzt Schalke ein starkes Zeichen!
Die letzten Spiele waren allesamt nicht gut, die Formkurve zeigt klar nach unten. Und trotzdem: Weil auch die Konkurrenz patzte, konnte der Tabellenführer seinen Vorsprung letztes Wochenende nach einem Grusel-0:0 in Berlin sogar noch ausbauen – Irrenhaus 2. Liga!
[–>Džeko bringt Aufstiegs-Glauben zurück
Die S04-Bosse sind nicht blauäugig und ahnten: auf Dauer und bis Saisonende geht dieses Glücks-Gekicke nicht gut.
Der Džeko-Clou bringt alleine durch den Namen und der Strahlkraft des fünffachen Meisters und vierfachen „Fußballer des Jahres“ in drei Ländern neuen Schwung und Euphorie, neue Kraft und Energie. Vor allem aber – und das ist ganz wichtig in der aktuellen Situation – einen erneuerten Aufstiegs-Glauben, der zuletzt stark gewackelt hatte.
Genau DAS braucht Schalke am dringendsten! Es geht darum, sich mit unbedingtem Willen bis Saisonende und Aufstieg durchzubeißen.
Und was passiert mit Moussa Sylla?
Schalkes bester Stürmer der letzten Saison (16 Treffer) kommt seit dem Theater rund um seinen Hundeskandal nicht mehr auf die Pfoten – erst 4 Tore.
Der Krisen-Knipser hat jetzt noch genau zwei Möglichkeiten: Entweder schießt er Sonntag Kaiserslautern bis zu seiner (wahrscheinlichen) Aus- und der Džeko-Einwechslung in Grund und Boden, macht sich so mit seiner allerletzten Chance doch noch unverzichtbar. Oder er muss – zumindest temporär – die sofortige Leih-Flucht antreten!
[–>Die Geduld ist am Ende
Denn ein Sylla-Verkauf jetzt im Winter ist mehr als unrealistisch. Noch im Sommer lehnte Schalke Ablöse-Angebote bis zu ca. 6 Mio. Euro ab, zockte auf mehr Kohle. Verzockt? Die bittere Wahrheit: Würde ein Klub aktuell auch nur die Hälfte bieten – es wäre ein mittelprächtiges Wunder. Die Sylla-Aktie ist in nur einem halben Jahr so tief gefallen wie Kreuzfahrt-Wertpapiere während des Corona-Crashs 2020.
Trotz aller Muslic-Lippenbekenntnisse der letzten Wochen und Monate: Die Geduld mit Sylla ist längst aufgebraucht. Es mangelte allerdings an einer guten Sturm-Alternative. Die hat der Trainer jetzt: Džeko!









