»Board of Peace«
Trump holt Blair in Kontrollgremium für Gaza
Ein Friedensrat soll die Übergangsverwaltung des Gazastreifens überwachen. Die US-Regierung hat jetzt die Mitglieder benannt. Mit dabei: der britische Ex-Premier Tony Blair und Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner.
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Tony Blair: Der britische Ex-Premier wurde von der US-Regierung in das Gremium berufen, das die Übergangsverwaltung des Gazastreifens überwachen soll
Foto: Fabrice Coffrini / AFP
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Die US-Regierung hat die Mitglieder des Friedensrats benannt, der die Übergangsverwaltung des Gazastreifens überwachen soll. Laut einer Mitteilung des Weißen Hauses vom Freitag sollen dem »Board of Peace« unter anderem US-Außenminister Marco Rubio, der frühere britische Premierminister Tony Blair und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, angehören.
Den Vorsitz des Gremiums will US-Präsident Donald Trump seinem Plan zufolge selbst übernehmen. Weitere Mitglieder des Friedensrats sollen demnach Trumps Sondergesandter Steve Witkoff, der Milliardär und CEO des US-Vermögensverwalters Apollo Global Management, Marc Rowan, Weltbank-Präsident Ajay Banga und der Trump-Berater Robert Gabriel werden. Das Weiße Haus teilte zudem mit, der frühere Nahost-Gesandte der Vereinten Nationen, Nikolaj Mladenow, werde die Rolle des Hohen Repräsentanten für den Gazastreifen übernehmen. Der ehemalige Kommandeur von US-Spezialeinheiten, Generalmajor Jasper Jeffers, wurde nach Angaben des Weißen Hauses zum Befehlshaber der Internationalen Stabilisierungstruppe ernannt.
Weiterhin Gewalt in GazaIsrael und die Terrororganisation Hamas hatten im Oktober einem Friedensplan Trumps zugestimmt. Demzufolge soll der internationale Friedensrat ein palästinensisches Technokratengremium für Gaza während einer Übergangszeit beaufsichtigen. Eine Resolution des Uno-Sicherheitsrats vom November autorisierte den Friedensrat, die Internationale Stabilisierungstruppe im Gazastreifen aufzustellen.
Bundesaußenminister Johann Wadephul hatte am Freitag die Bereitschaft Deutschlands unterstrichen, Verantwortung bei der weiteren Entwicklung im Gazastreifen zu übernehmen. In Berlin sagte Wadephul, er erwarte, dass die Gespräche zur Bildung des Friedensrats bald aufgenommen würden und Deutschland dazu eine Einladung erhalte.
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Trotz eines seit Oktober geltenden Waffenstillstands kommt es im Gazastreifen weiterhin zu Gewalt. Seit Beginn der Waffenruhe wurden mehr als 440 Palästinenser, darunter über 100 Kinder, und drei israelische Soldaten getötet.Im Oktober 2023 hatten Hamas-Kämpfer und verbündete Milizen Israel überfallen und mehr als 1200 Menschen getötet. Etwa 250 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. In dem dadurch ausgelösten Krieg wurden nach Hamas-Angaben im Gazastreifen mehr als 70.000 Menschen getötet.
hen/Reuters/AFP
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