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  • Kreuzberg – Eskaliert der Schutzgeld-Terror wieder in Berlin? Nach einigen Tagen Ruhe

    Kreuzberg – Eskaliert der Schutzgeld-Terror wieder in Berlin? Nach einigen Tagen Ruhe

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    Kreuzberg – Eskaliert der Schutzgeld-Terror wieder in Berlin? Nach einigen Tagen Ruhe um den Jahreswechsel herum ist am Sonntag in der Hauptstadt erneut scharf geschossen worden! Am frühen Morgen durchschlugen Kugeln die Fensterfronten eines türkischen Cafés in Kreuzberg.

    Laut Polizei hatte es um 3 Uhr in Kreuzberg mehrfach geknallt. Ziel des Angriffs: das „Mila Frühstückshaus“, ein beliebtes Lokal an der Schönleinstraße. Demnach hatte der 27-jährige Betreiber die Einschüsse entdeckt. Der Betrieb selbst war zum Zeitpunkt des Angriffs geschlossen, niemand wurde verletzt.

    Die Kriminalpolizei dokumentierte an einem Fenster drei Einschusslöcher. Auf dem gegenüberliegenden Gehweg wurden Patronenhülsen und eine nicht abgefeuerte Patrone gefunden.

    Im Lokal sammelten Kriminalisten der Spurensicherung Projektile ein. Die Untersuchungen zu der Attacke dauern an. Nach BILD-Informationen wird die BAO „Ferrum“ die Ermittlungen in diesem Fall übernehmen.

    Mindestens drei Schüsse trafen die Fensterfront des Lokals, die Einschüsse wurden provisorisch abgeklebt

    Mindestens drei Schüsse trafen die Fensterfront des Lokals, die Einschüsse wurden provisorisch abgeklebt

    Nach einer Serie von Angriffen mit scharfen Schusswaffen auf türkische Betriebe und Geschäftsleute hatte die Berliner Polizei am 13. November die besondere Aufbauorganisation (BAO) „Ferrum“ gegründet, um konsequenter gegen die organisierte Kriminalität und Schutzgelderpresser wie die sogenannten „Daltons“ vorgehen zu können.

    Alle 17 Stunden war es davor in Berlin zu Auseinandersetzungen und Angriffen mit Schusswaffen gekommen. Eine türkische Fahrschule in Reinickendorf wurde allein dreimal beschossen!

    [–>Die „Daltons“, die sich nach den Gangstern aus den „Lucky Luke“-Comics benannt haben und offenbar aus mehreren Gruppierungen bestehen, hatten im vergangenen Jahr mit bewaffneter Schutzgelderpressung Schlagzeilen gemacht.

    Mitglieder hatten unter anderem von den Betreibern der türkischen Supermarktkette „Eurogida“ 250.000 Euro Schutzzölle verlangt und danach die Forderungen mehrfach erhöht. Um den Druck zu erhöhen, war auf zwei Filialen in Spandau und Wilmersdorf geschossen worden!

    Ob es im aktuellen Fall ebenfalls um Schutzgelderpressung geht, ist noch unklar. Die verängstigten Mitarbeiter im Frühstückshaus wollten sich am Sonntag nicht zu dem Vorfall äußern. Der Chef war nicht da.

  • Berlin – Verkehrssenatorin Bonde (CDU) möchte bei Glatteis den Einsatz von Tausalz

    Berlin – Verkehrssenatorin Bonde (CDU) möchte bei Glatteis den Einsatz von Tausalz

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    Berlin – Verkehrssenatorin Bonde (CDU) möchte bei Glatteis den Einsatz von Tausalz genehmigen. Doch das Abgeordnetenhaus hat noch nicht zugestimmt. Worauf warten wir?

    Dauerfrost, Schnee und Eis: Berlin hat zu Jahresbeginn mal wieder echte Winterwochen erlebt. Dabei wurde leider auch deutlich, dass der Winterdienst nicht funktioniert. Während die BSR die Hauptstraßen vom Eis befreite, blieb es auf den Gehwegen liegen und verwandelte sie in gefährliche Rutschbahnen.

    Für das Schneeräumen auf den Gehwegen sind generell die Hausbesitzer zuständig. Sie beauftragen private Winterdienste, die in vielen Fällen nicht ordentlich räumen, weshalb sich dann die Eisschichten bilden, die nur noch mit Salz beseitigt werden können.

    Am 12. Januar schließlich gab die zuständige Verkehrs- und Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU) bekannt, sie wolle „das Parlament bitten, schnellstmöglich die gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen, dass wir in Fällen von extremer Glätte ausnahmsweise die Verwendung von Tausalz ermöglichen können.“

    [–>In Berlin ist der Einsatz von Tausalz generell verboten. Das Abgeordnetenhaus müsste das Straßenreinigungsgesetz ändern und dort eine Ermächtigungsgrundlage hineinschreiben, die es dem Senat erlaubt, das Tausalz befristet freizugeben.

    Am vergangenen Donnerstag tagte das Abgeordnetenhaus, aber ohne sich mit dem Thema zu befassen. Die CDU-Fraktion hatte, dem Wunsch ihrer Senatorin Bonde entsprechend, einen Antrag zur Gesetzesänderung eingebracht. Die anderen Parteien waren aber noch nicht zur Befassung bereit, deshalb vertagte man sich auf die nächste Sitzung am 29. Januar.

    Unterdessen rollt die nächste Kältewelle an. Neuer Schneefall ist noch nicht vorhergesagt. Hoffen wir, dass es dabei bleibt, sonst käme die geplante Tausalzfreigabe zu spät. Die Mühlen der Regierung mahlen zu langsam.

    Hat Gunnar Schupelius recht? Schreiben Sie an: gunnar.schupelius@axelspringer.de

  • Kabinenflucht im Finale: Der Afrika-Cup-Wahnsinn im VIDEOMehr zum Video anzeigen Die Highlights

    Kabinenflucht im Finale: Der Afrika-Cup-Wahnsinn im VIDEOMehr zum Video anzeigen Die Highlights

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    Kabinenflucht im Finale: Der Afrika-Cup-Wahnsinn im VIDEO

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    Die Highlights vom Africa-Cup-Finale Senegal gegen Marokko im Video!

    Quelle: SportDigital

  • Premier League: Glasners Schimpftirade gegen die Palace-Klubführung

    Premier League: Glasners Schimpftirade gegen die Palace-Klubführung

    Hätte Steve Parish so aufgebracht reagiert wie Oliver Glasner, wäre dieser jetzt wohl nicht mehr Trainer von Crystal Palace. Doch nach einer der turbulentesten Wochen in der Geschichte des beschaulichen Londoner Vorstadtvereins bewahrte der Vorsitzende und Anteilseigner die Ruhe. Am Sonntagmorgen suchte Parish das klärende Gespräch mit Glasner, nachdem der Österreicher tags zuvor nach dem 1:2 bei Sunderland in einer Schimpftirade die Vereinspolitik öffentlich attackiert hatte. Und als Ergebnis stand: Glasner bleibt – zunächst mal zumindest.

    Seine Ausführungen dürften ebenso in die Vereinsannalen eingehen wie die beiden Pokalerfolge, die er dem bis dahin titellosen Crystal Palace seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren beschert hat – den FA Cup in der Vorsaison und den anschließenden Community Shield. Sein Frust auf Parish und die übrigen Mitglieder des Managements hatte sich über Monate zunehmend aufgebaut. Nach der erfolgreichen Vorsaison hatte es Palace (durch den Cup-Triumph erstmals für den Europapokal qualifiziert) versäumt, den Kader adäquat zu verstärken. So startete der Klub mit einem Aufgebot in die Saison, das angesichts der Vielzahl an Spielen deutlich zu klein war. Zunächst lief es zwar noch passabel, aber vor einem Monat setzte der Einbruch ein: Ermüdungserscheinungen wurden offensichtlich, weil mangels Alternativen nahezu immer dieselbe Startelf auflief. Hinzu kamen Verletzungen und Abstellungen für den Afrika-Cup.

    Oliver Glasner im Interview

    :„Crystal Palace hat das Maximum noch nicht erreicht“

    Nie gewann der Fußballklub Crystal Palace in seiner Geschichte einen Titel – bis Oliver Glasner kam. Vor dem Start der Premier League erklärt der Trainer, was er verändert hat, welche Ambitionen ihn antreiben  – und wie er die Uefa-Strafe gegen Palace bewertet.

    SZ PlusInterview von Sven Haist

    Inzwischen wartet Crystal Palace seit zehn Partien auf einen Sieg und ist in der Premier League in die untere Tabellenhälfte abgerutscht. In diese Serie fallen das Aus im League-Cup-Viertelfinale gegen Arsenal kurz vor Weihnachten sowie die jüngste Blamage als Titelverteidiger im FA Cup gegen einen Sechstligisten. Die Krise wollte der hoch ambitionierte Glasner, der sich selbst im SZ-Gespräch zu Saisonbeginn als „rastlos, fast getrieben“ bezeichnete, nicht allein seiner tapferen Mannschaft und seinem Trainerteam anlasten. Deshalb machte er nach dem Spiel in Sunderland in mehreren Interviews deutlich, wo er die wahren Ursachen sieht: gravierende Versäumnisse auf dem Transfermarkt und mangelndes Anspruchsdenken im Verein.

    Bisher habe er „stets den Mund gehalten“, so Glasner, aber jetzt sei es an der Zeit, die Spieler zu schützen. „Wir werden völlig im Stich gelassen und bekommen keinen Rückhalt“, kritisierte er die Klubführung. Es sei „schwer zu überleben“, wenn der Mannschaft zweimal „das Herz herausgerissen“ werde: zunächst durch den Weggang des Spielmachers Eb­erechi Eze zu Arsenal im August, nun durch den Verkauf des Kapitäns Marc Guéhi zu Manchester City, der zuvor angekündigt hatte, seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag nicht mehr zu verlängern.

    Während die knapp 100 Millionen Euro aus den Transfers laut Parish für die finanzielle Situation des Vereins quasi unerlässlich sind, stört Glasner insbesondere der Zeitpunkt: Beide Verkäufe erfolgten jeweils am Tag vor einem Ligaspiel. „Warum nicht nächste Woche?“, zürnte er, „wenn einige verletzte Spieler wieder fit wären.“ Das sei „das Schlimmste“, er habe „überhaupt kein Verständnis“ dafür und habe „so etwas in 30 Jahren Fußball noch nie erlebt“. Auf die Frage, wer genau verantwortlich sei, antwortete Glasner kurios-süffisant: „Das ist ziemlich klar: Ich habe keinen Spieler verkauft.“ Zum Hauptproblem wird, dass Palace für Guéhi bislang keinen Ersatz verpflichtet hat – wie schon zuvor bei Eze und den bereits im Sommer 2024 abgegebenen Schlüsselspielern Michael Olise (Bayern) und Joachim Andersen (Fulham).

    Auch beim Weggang von Michael Olise zu den Bayern lief es nicht gut für Palace

    Obwohl sich diese Transfers jeweils lange abzeichneten, wirkte das Management bei Palace bisweilen unvorbereitet und konnte die Weggänge erst verspätet einigermaßen kompensieren. „Wenn man erstmals europäisch spielt, wäre die richtige Antwort, zu investieren und nicht zu sparen – und wir haben gespart“, klagte Glasner. Außerdem ärgert ihn, dass dem seit 2013 in der Premier League vertretenen Klub der Ligaerhalt offenbar als Ziel ausreicht. Sobald dieser in Sicht ist (derzeit elf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz), trifft der Verein Entscheidungen wie im Fall Guéhi.

    „Wenn sie damit einverstanden sind, ist es in Ordnung – es ist ihr Klub“, sagte Glasner lakonisch über die Anteilseigner, von denen der US-Amerikaner Woody Johnson mit 43 Prozent der Mehrheitsbesitzer ist. Die Spieler sind damit jedoch unzufrieden – und er auch. Aus diesen Gründen hatte Glasner Parish im vergangenen Oktober mitgeteilt, die angebotene Vertragsverlängerung auszuschlagen und Palace nach der Saison zu verlassen. Das Gespräch blieb zunächst vertraulich, damit der Klub in Ruhe die Nachfolge planen konnte – bis Glasner nun die Entscheidung am vergangenen Freitag offen kommunizierte, um „Klarheit“ zu schaffen.

    Wie schon bei seinen Bundesliga-Stationen in Wolfsburg und Frankfurt sind Glasners Ambitionen bei Crystal Palace über die Möglichkeiten des Vereins hinausgewachsen. Der Klub konnte mit seinem schnellen Aufstieg nicht Schritt halten. Glasner gehört zu den begehrtesten ab Sommer verfügbaren Trainern, Spitzenklubs wie Manchester United buhlen um seine Dienste – auch wenn er aufgrund seines Erfolgsstrebens nicht immer leicht zu führen ist. Sowohl in Wolfsburg als auch in Frankfurt trennten sich beide Seiten nach zwei Jahren.

    Trotz der unterschiedlichen Auffassungen kündigte Oliver Glasner an, die Saison bei Palace zu Ende führen zu wollen. „Niemals“ würde er von sich aus gehen, selbst wenn sich die Personalsituation nicht verbessere, hob er kämpferisch hervor – sein Respekt vor den Spielern sei zu groß. Sein Ziel ist der Gewinn der Conference-League-Trophäe. Vorausgesetzt, beide Seiten können sich weiterhin arrangieren.

  • Ein von Bibern stark beschädigter Baum hat am Freitag, 16. Januar, in

    Ein von Bibern stark beschädigter Baum hat am Freitag, 16. Januar, in


    Ein von Bibern stark beschädigter Baum hat am Freitag, 16. Januar, in Kranenburg einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Die Ehrenamtlichen beseitigten die Gefahr für den Straßenverkehr.
  • SZ am Morgen: Nachrichten des Tages – die Übersicht für Eilige

    SZ am Morgen: Nachrichten des Tages – die Übersicht für Eilige

    Es gibt inzwischen kaum noch ein Wochenende, an dem so etwas einkehren würde wie politische Ruhe. Dümpelt das Geschehen am Samstag vor sich hin, kann man fest damit rechnen, dass spätestens am Nachmittag noch etwas von Donald Trump kommt.

    So war es auch diesmal: Der US-Präsident riss im Gebäude der transatlantischen Einheit die nächste tragende Säule ein. Im Streit um Grönland kündigte er Strafzölle gegen Deutschland und andere EU-Länder an. Damit bestrafe die Führungsmacht der Nato andere Nato-Mitglieder, kommentiert unser Brüssel-Korrespondent Hubert Wetzel – Trump habe sich also faktisch für das Ende der Nato entschieden.

    Die Eskalation hat unter anderem in Berlin große Unruhe ausgelöst: Erst kürzlich hatte das Statistische Bundesamt für 2025 ein zartes Wachstum in Höhe von 0,2 Prozent vermeldet. Jetzt allerdings drohen der deutschen Wirtschaft neue Zumutungen. „Die angekündigten Maßnahmen wären ein erneuter harter Schlag durch eine zunehmend unberechenbare US-Handelspolitik“, sagt Kerstin Maria Rippel, Chefin der Wirtschaftsvereinigung Stahl, der Süddeutschen Zeitung.

    Aber vielleicht liegt es ja nicht nur an ausländischen Faktoren, dass die deutsche Wirtschaft schwächelt. Wissenschaftsministerin Dorothee Bär mahnt im Gespräch mit meinen Kolleginnen Valerie Höhne und Marlene Weiß jedenfalls zu mehr Mut und Experimentierfreude. „Ich möchte nicht, dass am Ende immer die Bedenkenträger gewinnen – ich will, dass Deutschland den Mut hat, Neues auch wirklich zu machen.“

    An diesem Montag beginnt übrigens das Weltwirtschaftsforum in Davos. Dort wird auch Trump erwartet. Zwar dominieren bei dem traditionellen Treffen ideologische Libertäre. „In ihrer Weltordnung gilt nicht mehr die Stärke des internationalen Rechts, sondern das Recht des Stärkeren“, kommentiert SZ-Chefredakteurin Judith Wittwer, wagt aber eine optimistische Prognose: „Das heißt nicht, dass Globalisierung und Multilateralismus am Ende sind.“

    Was heute wichtig ist

    EU plant Sondergipfel zu Trumps Zoll-Drohungen. Nachdem US-Präsident Donald Trump wegen des Grönland-Streits acht EU-Ländern mit neuen Strafzöllen gedroht hat, plant die EU einen Sondergipfel. Die Zölle würden die transatlantischen Beziehungen untergraben, sie seien mit dem EU-USA-Handelsabkommen unvereinbar, teilte Ratspräsident António Costa mit. Gibt es beim Handelsabkommen keine Einigung, treten laut EU-Diplomaten Vergeltungszölle der EU im Wert von 93 Milliarden Euro in Kraft. Zum Liveblog zur US-Politik

    Schweres Zugunglück in Spanien. Mindestens 24 Menschen sind bei einem schweren Zugunglück in Spanien ums Leben gekommen, Dutzende weitere teils schwer verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen ist ein Hochgeschwindigkeitszug am Abend vom Gleis gesprungen, die letzten drei Waggons gerieten aufs Nachbargleis und kollidierten dort mit einem entgegenkommenden Zug. Mit weiteren Toten wird gerechnet, die Ursache ist noch unklar. Zum Artikel

    AfD-Abgeordnete treffen sich mit Rechtsextremist Sellner – was das über die Partei sagt. Der Bundestagsabgeordnete Steffen Kotré und seine Frau, die Brandenburger Landtagsabgeordnete Lena Kotré, haben den Rechtsextremisten Martin Sellner eingeladen. Der will unter anderem „fünf bis maximal sechs Millionen Staatsbürger“ abschieben. Die Parteispitze intervenierte. Doch das Treffen findet trotzdem statt, lediglich Ort und Art der Einladung haben sich geändert. Zum Artikel

    Forschungsministerin Dorothee Bär: „Hier sind wir Entwicklungsland“. Zum Start des Wissenschaftsjahres 2026 will die zuständige Ministerin Dorothee Bär (CSU) einen Fokus auf Frauengesundheit legen. Deutschland rühme sich, weit voraus zu sein, bei diesem Thema sei das nicht der Fall. „Wenn Krankheiten, die ausschließlich Frauen betreffen, Männer treffen würden, stünde die Forschung heute an einem ganz anderen Punkt“, sagt Bär im SZ-Interview. Zum Artikel

    Weitere wichtige Themen

    Die Fachbriefings von SZ Dossier – mit SZ Pro-Abo

    Dossier Digitalwende: Wie läuft die digitale Zeitenwende in der Bundeswehr? Generalmajor Michael Vetter, Abteilungsleiter im Verteidigungsministerium, spricht im Interview über die Innovation der Bundeswehr, die Lage im Cyberraum und die digitale Souveränität der Truppe. Auch wichtig: Die Europäische Kommission will die EU-Cybersicherheitsagentur Enisa stärken. Zum Briefing

    Dossier Geoökonomie: Trump treibt Kanada in Pekings Arme. Premier Mark Carney hat auf Besuch in Peking Kanadas 100-Prozent-Zölle auf chinesische E-Autos zurückgenommen und den Handel neu Richtung Chinas ausgerichtet. Er signalisiert damit: Kanada lässt sich von Donald Trump nicht erpressen und kann sich seine Partner weltweit aussuchen. Viele Länder denken so. Trumps Zollpolitik stärkt damit indirekt China. Zum Briefing

  • Katastrophe in Südamerika Mindestens 18 Menschen sterben bei Waldbränden in Chile Zehntausende

    Katastrophe in Südamerika Mindestens 18 Menschen sterben bei Waldbränden in Chile Zehntausende

    Katastrophe in Südamerika

    Mindestens 18 Menschen sterben bei Waldbränden in Chile

    Zehntausende mussten ihre Häuser verlassen, Hunderte Gebäude wurden zerstört und mindestens 18 Personen kamen ums Leben. In Chile wüten verheerende Feuer. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch weiter steigt.

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    Zerstörung in der Stadt Penco

    Foto: Lucas Aguayo Araos / Anadolu Agency / IMAGO

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    Bei schweren Waldbränden im Süden und Zentrum von Chile sind mindestens 18 Menschen gestorben. Das teilte Präsident Gabriel Boric mit. Rund 50.000 Bewohner der Regionen Biobío und Ñuble waren aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.Die Regierung rief für die betroffenen Regionen den Katastrophenfall aus. Das ermöglicht eine bessere Koordination mit dem Militär, um die mehr als zwei Dutzend aktiven Waldbrände einzudämmen. Diese haben in den beiden Regionen laut der nationalen Forstbehörde bisher 8500 Hektar verwüstet. Einige Medien, darunter »El País« 

    geben die insgesamt betroffene Fläche sogar mit 24.000 Hektar an.

    Zehntausende Menschen in Sicherheit gebrachtIn einer Pressekonferenz aus der schwer getroffenen Stadt Concepción in der Region Biobio drückte Boric den Opfern seine Unterstützung und sein Beileid aus. Er warnte, dass die Angaben zu 18 Toten und 300 zerstörten Häusern vermutlich noch nach oben korrigiert werden müssten, sobald das volle Ausmaß der Schäden feststehe.

    Er schätzte die Gesamtzahl der betroffenen Häuser allein in der Region Biobio auf »sicherlich mehr als tausend, zumindest bis jetzt«. Die Brände zwangen bereits 50.000 Menschen zur Evakuierung.

    »Alles ist verbrannt«»Wie Sie wissen, ist es in solchen Notfällen immer oberste Priorität, das Feuer zu bekämpfen und zu löschen. Aber wir dürfen zu keinem Zeitpunkt vergessen, dass es hier menschliche Tragödien gibt, Familien, die leiden«, sagte er. „Dies sind schwierige Zeiten.« Seine Ansprache folgte, nachdem es Beschwerden lokaler Behörden gegeben hatte, dass stundenlang trotz der Zerstörung keine Hilfe zu sehen gewesen sei.

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    In der Ortschaft Lirquén kam das Feuer von den Hügeln herab und zerstörte ganze Straßenzüge. »Alles ist verbrannt. Das Feuer ist bis zum Meer vorgedrungen. Das habe ich noch nie gesehen«, sagte ein Anwohner im Radiosender Cooperativa.Im Sommer auf der Südhalbkugel kommt es in Chile immer wieder zu schweren Waldbränden. 2024 kamen mehr als 100 Menschen dabei ums Leben und rund 15.000 Häuser wurden zerstört oder beschädigt.

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