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Jetzt beginnt bei der EM das große Rechnen! Für die deutschen Handball-Herren steht bei der Europameisterschaft am Montagabend (20.30 Uhr, ZDF und Dyn) gegen Spanien das Endspiel um den Einzug in die Hauptrunde an. Nach der Niederlage gegen Serbien (27:30) droht der Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gíslason (66) ein sehr frühes Aus.
Das soll unbedingt verhindert werden! Klar ist: Gewinnt unser DHB-Team gegen Spanien mit drei Toren oder mehr, müssen wir nicht mehr rechnen oder auf andere schauen. Das würde fürs Weiterkommen reichen. Andere Wege in die Hauptrunde sind aber weitaus komplizierter. Selbst eine Niederlage gegen Spanien könnte zum Einzug reichen – wenn die Österreicher, die am Montag (18 Uhr, Dyn) vor uns gegen Serbien spielen, kräftig mithelfen.
Was das EM-Spiel zu einer komplizierten Rechenaufgabe macht, ist der besondere Handball-Modus. Denn: Im Falle von Punktgleichheit zählt, anders als im Fußball, nicht das Torverhältnis, sondern erst der direkte Vergleich zwischen zwei (oder mehreren) Mannschaften. Sollte der kein Ergebnis bringen (bei Remis), entscheidet das Torverhältnis. Deshalb kann selbst das österreichische Team (ein Sieg gegen Serbien mit vier Toren plus ist Voraussetzung) über einen Dreier-Vergleich in die Hauptrunde einziehen. Wenn Deutschland anschließend gegen Spanien verliert.
Innerhalb der Mannschaft spielen die Rechnereien überhaupt keine Rolle. Torwart Andreas Wolff (34) nach der Niederlage gegen Serbien: „Wir konzentrieren uns voll auf uns selbst. Die Rechnereien sind uns allen klar, die können uns aber auch gestohlen bleiben. Es geht darum, gegen Spanien zu gewinnen, um überhaupt in die Hauptrunde einziehen zu können.“
Handball-EM: Historisches Negativ-Ergebnis droht
Gelingt das nicht, würde das überraschende Vorrunden-Aus ein historisches Negativ-Ergebnis bei einer Europameisterschaft bedeuten. Die deutsche Auswahl könnte das schlechteste Abschneiden seit dem Turnier 1994 in Portugal erleben. 2014 war Deutschland gar nicht qualifiziert.









