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  • Prognose: IWF rechnet mit stärkerem Wachstum der deutschen Wirtschaft

    Prognose: IWF rechnet mit stärkerem Wachstum der deutschen Wirtschaft

    Die deutsche Wirtschaft wird im laufenden Jahr nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) stärker wachsen als bislang angenommen. 2026 dürfte das Plus bei 1,1 Prozent liegen und damit 0,2 Prozentpunkte höher ausfallen als noch im Oktober prognostiziert, wie der IWF mit Sitz in Washington mitteilte. Unter anderem dürften staatliche Milliardenausgaben kurzfristig für Auftrieb sorgen und damit die bremsenden US-Zölle abfedern.

    Die IWF-Experten positionieren sich damit deutlich optimistischer als etwa die Bundesbank und das Ifo-Institut. Zugleich bleibt der IWF vorsichtiger als die Bundesregierung, die ein Wachstum von 1,3 Prozent erwartet. Die Bundesregierung setzte bei ihrer Prognose vor allem auf die Nachfrage im Inland. Stabile Preise, Lohnsteigerungen und Entlastungen ließen die verfügbaren Einkommen der Privathaushalte steigen. Für 2027 erwarten die IWF-Experten weiter ein Wachstum von 1,5 Prozent.

    Laut IWF-Prognose wird Deutschland im laufenden Jahr damit stärker wachsen als andere G-7-Länder: Nachdem die Bundesrepublik im vergangenen Jahr noch das Schlusslicht unter den großen westlichen Industrienationen der Gruppe bildete, hinken nun Japan und Italien mit einem prognostizierten Wachstum von 0,7 Prozent hinterher. Auch Frankreich dürfte sich mit 1,0 Prozent etwas schwächer entwickeln als Deutschland.

    Auch die USA entwickeln sich dem IWF zufolge besser als gedacht

    Für die Eurozone rechnet der IWF in diesem Jahr nun mit einem Plus von 1,3 Prozent (Oktober: 1,2 Prozent). Für 2027 erwarten die Experten weiter ein Konjunkturplus von 1,4 Prozent. Das etwas schnellere Wachstum kommendes Jahr spiegele die prognostizierten höheren Ausgaben im öffentlichen Sektor wider, insbesondere in Deutschland. Auch Irland und Spanien dürften sich stark entwickeln, heißt es. Den Effekt durch die Erhöhung von Verteidigungsausgaben dürfte sich indes erst in den Folgejahren bemerkbar machen, da diese auf mehrere Jahre verteilt geplant sind.

    Die USA werden sich der IWF-Prognose zufolge erneut besser entwickeln als gedacht. Für dieses Jahr soll das Wachstum 2,4 Prozent (Oktober: 2,1 Prozent) betragen. Unter anderem liegt das an dem niedrigeren Leitzins, den die US-Notenbank Federal Reserve im vergangenen Jahr in mehreren Schritten gesenkt hatte. Zudem dürften die negativen Auswirkungen der US-Zölle für die heimische Wirtschaft allmählich nachlassen. Für 2027 erwarten die Experten dann ein Abflauen auf 2,0 Prozent (Oktober: 2,1 Prozent).

    Auch die Weltwirtschaft dürfte nun laut IWF mit 3,3 Prozent (Oktober: 3,1) etwas stärker zulegen. Für 2027 bleiben die Experten bei ihrem Ausblick von 3,2 Prozent. Insgesamt sehen die Experten mehr Abwärtsrisiken als Aufwärtspotenzial: Mit Sorge verweisen sie auf ein mögliches Platzen der Blase rund um Künstliche Intelligenz, die zu „einem Investitionsrückgang und einer abrupten Korrektur an den Finanzmärkten“ führen könnte. Die Konsequenzen könnten dann auch andere Branchen treffen. Sollte die KI-Blase doch nicht platzen, könnte Künstliche Intelligenz nachhaltig das Wachstum ankurbeln.

    Zudem warnt der IWF davor, dass sich Handelskonflikte weiter verschärfen und damit die Wirtschaftsproduktivität stärker belasten könnten als gedacht. „Innenpolitische oder geopolitische Spannungen könnten ausbrechen, neue Unsicherheiten schaffen und die Weltwirtschaft durch ihre Auswirkungen auf Finanzmärkte, Lieferketten und Rohstoffpreise stören“, heißt es weiter.

  • Wohnungsmarkt: Mieten steigen um 4,5 Prozent

    Wohnungsmarkt: Mieten steigen um 4,5 Prozent

    Die Mieten in deutschen Städten sind am Jahresende 2025 einer Studie zufolge deutlicher gestiegen als die Verbraucherpreise. Im vierten Quartal legten sie im bundesweiten Durchschnitt um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wie das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) am Montag zu seiner ‍Auswertung mitteilte. Inflationsbereinigt zogen die Angebotsmieten demnach um 2,3 Prozent an. „Wohnungssuchende haben es aktuell schwer“, sagte IfW-Immobilienexperte Jonas Zdrzalek. „Das klassische Angebot geht ‌zurück, die Preise steigen und die Konditionen werden über immer mehr befristete Verträge oder möblierte Angebote härter.“

    Verglichen mit dem Vorquartal legten die Angebotsmieten um 1,0 Prozent zu. In ⁠sieben der acht größten deutschen Städte stiegen sie. Besonders kräftige ‌Zuwächse verzeichneten demnach Köln mit plus 3,4 Prozent und München mit plus 1,9 Prozent. In Hamburg und Frankfurt am Main entsprachen die Anstiege in etwa dem bundesweiten Durchschnitt von einem Prozent. Düsseldorf verzeichnete einen Mini-Rückgang (minus 0,1 Prozent).

    Am höchsten lag die ‍durchschnittliche Kaltmiete pro Quadratmeter in München mit 23,35 Euro, ‌gefolgt von Frankfurt am Main mit 17,36 Euro. Leipzig ist mit 10,22 Euro pro Quadratmeter die günstigste Stadt unter den Top acht. Über alle 37 erfassten Städte und Regionen hinweg ergibt sich ein Durchschnitt von 14,41 Euro pro Quadratmeter.

    Die Zahl der Wohnungsinserate nahm den Angaben nach am Jahresende 2025 um mehr als ⁠zehn Prozent ab. Im langfristigen Vergleich liegt die Zahl der Wohnungsinserate zur Miete damit etwa 20 Prozent unter dem Niveau von 2015. Zugleich erreichte der Anteil befristeter Verträge und möblierter Wohnungen ein Rekordhoch: Bundesweit entfielen 2025 ‍inzwischen mehr als 17 Prozent aller Inserate auf dieses Segment, also ‌mehr als jedes sechste Inserat. In den acht größten Städten lag der Anteil bei nahezu einem Viertel, in München sogar bei rund einem Drittel.

    „Bei Neuvermietungen in Großstädten dürften gerade Geringverdiener beziehungsweise Menschen in Ausbildung und Studium zunehmend an ihre Belastungsgrenze stoßen“, sagte Zdrzalek. „Auch Fachkräfte aus dem In- und Ausland ‍tun sich mit einem Umzug vermutlich oft schwer.“ Das weiter sinkende Mietangebot könne auch ⁠ein Zeichen dafür sein, dass Menschen mit Altverträgen ihre Wohnung nach Möglichkeit halten oder viele Objekte mittlerweile ohne Inserat vergeben werden.

  • SZ-Serie: Die machen Mut: Prothesen und Operationen für die, denen sonst niemand hilft

    SZ-Serie: Die machen Mut: Prothesen und Operationen für die, denen sonst niemand hilft

    Man überlebt oder man überlebt nicht: Das sind die zwei Möglichkeiten, wenn jemand auf dem Land in Sierra Leone einen schweren Unfall hat. Wie man überlebt, das ist dann allerdings die Frage. Sind Knochen gebrochen, Gelenke zerschmettert, dann bleibt das eben so, es gibt niemanden, der daran etwas ändern könnte. „Manchmal sind die Knochen im rechten Winkel zusammengewachsen, manchmal gar nicht“, sagt Wolfgang Haller, „manche kommen mit dem Stock, und der Oberschenkelknochen verschiebt sich beim Gehen.“

    Der Ebersberger Orthopäde hat in den vergangenen 20 Jahren so manches gesehen, was Mediziner hierzulande seit Jahrzehnten nicht mehr zu Gesicht bekommen haben – einfach, weil es in Deutschland keine Option ist, einen Bruch monate- oder sogar jahrelang unversorgt zu lassen. Doch in Sierra Leone ist gute medizinische Versorgung einem sehr kleinen Kreis vorbehalten. So etwas wie eine Unfallchirurgie gibt es dort nicht an den Krankenhäusern. Und so bleibt weiter viel zu tun für Wolfgang Haller und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter von den „Orthopedics for the Developing World“.

    Der Orthopäde Wolfang Haller hat in Ebersberg eine Praxis gegründet und auch in der Kreisklinik operiert. In Sierra Leone ist er inzwischen hauptsächlich für die Triage verantwortlich.
    Der Orthopäde Wolfang Haller hat in Ebersberg eine Praxis gegründet und auch in der Kreisklinik operiert. In Sierra Leone ist er inzwischen hauptsächlich für die Triage verantwortlich. (Foto: Christian Endt)

    Gegründet wurde der Verein 1997 von Fritjof Schmidt-Hoensdorf. Das Ziel ist über die Jahrzehnte gleich geblieben: die Förderung der unfallchirurgischen und orthopädischen Chirurgie und der Orthopädietechnik in Entwicklungsländern, speziell in Sierra Leone. Auch eine Werkstatt, die orthopädische Hilfsmittel überwiegend für Leprakranke herstellt, wurde unterstützt. Doch die Hürden, auf die die Ärzteteams gestoßen sind, waren immer wieder neue: der zehnjährige Bürgerkrieg, der bis 2002 gedauert und am Land und an den Menschen schlimme Wunden hinterlassen hat, dann Ebola, dann Corona. Und auch die Tatsache, dass das Thema Entwicklungshilfe, um es vorsichtig auszudrücken, bei vielen Regierungen in Europa nicht mehr weit oben auf der Agenda steht.

    Die orthopädische Werkstatt gibt es inzwischen längst nicht mehr, doch der Verein macht unermüdlich weiter. Gerade erst war Wolfgang Haller mit einem Team, zu dem zwei OP-Schwestern, zwei Anästhesisten, drei Chirurgen und zwei Kinderärzte gehörten, wieder im St. John of God Hospital in Lunsar, etwa 120 Kilometer von der Küste und der Hauptstadt Freetown entfernt. Seit 2005 ist er regelmäßig als Arzt im Ausland im Einsatz, seit etwa zehn Jahren leitet er den Verein, dem um die 70 Mitglieder angehören. Momentan schafft er es, jährlich drei Ärzteteams für je zwei Wochen nach Sierra Leone zu schicken, „ein Tropfen auf dem heißen Stein“, das weiß auch Haller, aber immerhin das.

    Hier geht's zum Röntgen. Danach entscheiden die Mediziner, wem sie wie helfen können – und wen sie vielleicht auch wieder heimschicken müssen.
    Hier geht’s zum Röntgen. Danach entscheiden die Mediziner, wem sie wie helfen können – und wen sie vielleicht auch wieder heimschicken müssen. (Foto: privat)
    Derzeit fliegen dreimal jährlich Teams aus Ärzten und OP-Schwestern nach Sierra Leone, um Operationen vorzunehmen, die dort sonst keiner machen kann.
    Derzeit fliegen dreimal jährlich Teams aus Ärzten und OP-Schwestern nach Sierra Leone, um Operationen vorzunehmen, die dort sonst keiner machen kann. (Foto: privat)

    Haller, dem der chirurgische Teil seines Berufs immer besonders viel Spaß gemacht habe, wie er erzählt, steht heute nur noch selten im Operationssaal. Er ist inzwischen meist in der Ambulanz für die Triage zuständig, bei ihm stellen sich täglich bis zu 100 Patientinnen und Patienten vor: Wem kann man helfen mit den vorhandenen Mitteln, wen muss man wieder wegschicken? Das sind Entscheidungen, die der 73-Jährige zu treffen hat. Entscheidungen, mit denen auch Hoffnungen zerstört werden müssen.

    Oft sind Amputationen das Einzige, was die Ärzte noch tun können

    „Es ist oft schon sehr belastend“, sagt Wolfgang Haller, „acht von zehn Patienten müssen wir sagen: Sorry, für dich können wir nichts tun.“ Wenn neue Gelenke notwendig wären, ist das etwa der Fall. Denn unter den hygienischen Bedingungen in Sierra Leone wäre der Eingriff viel zu gefährlich. Ebenso gäbe es niemanden, der sich um die Nachsorge kümmern könnte, wenn die Ärzteteams wieder weg sind. Manchmal bleibt den Medizinern nur, die Menschen mit Gehstöcken oder Krücken zu versorgen.

    Sehr oft müssen die Ärzteteams Amputationen vornehmen, wenn mit anderen Mitteln nicht mehr zu helfen ist, weil das Gewebe chronisch infiziert oder der Knochen zerstört ist. Ein Schritt, der für Patienten immer fürchterlich ist, auch in Sierra Leone. Dennoch erinnert sich Wolfgang Haller besonders beeindruckt an einen jungen Mann, etwa 20, dem in diesem Jahr wegen einer chronischen Knochenentzündung am Unterschenkel genau dieses Schicksal widerfahren ist. Er gewöhnte sich schnell an die neue Prothese, versteckte sie auch nicht – und zeigte anderen Patienten, dass es möglich ist, trotz einer Amputation wieder am Leben teilzunehmen. „Er hatte richtiges Sendungsbewusstsein“, beschreibt es der Ebersberger Arzt.

    Man hat wirklich das Gefühl, man macht was, was sonst keiner machen würde.

    Wolfgang Haller

    Krücken, Prothesen, Schrauben und Platten, sogar Abdeckmaterial für die OPs besorgt der Verein selbst. Er zahlt auch bei der Klinik für die Unterbringung – die eigene und die der behandelten Patienten, denn das Krankenhaus könnte das nie aus dem eigenen Etat stemmen. Bei der Beschaffung des Materials sei man inzwischen ganz findig, erzählt Haller. Eine Platte, wie man sie für die Behandlung einer Oberschenkelfraktur braucht, sowie zehn bis zwölf Schrauben dazu, kostet in Deutschland an die 600 Euro. Der Verein bezieht das Material über Tansania aus China und zahlt 80 Euro. Alles wird rein über Spenden finanziert, ohne Unterstützerinnen und Unterstützer könnte der Verein gar nicht arbeiten.

    Fordernd ist allerdings nicht nur die Finanzierung des Projekts, fordernd sind auch die Arbeitsbedingungen. „Es hat schon Zeiten gegeben, da wäre ich früher abgehauen, wenn ich einen Flug gekriegt hätte. Aber es gab damals nur einen Flug pro Woche“, erzählt der Mediziner offen. Gerade nach dem Bürgerkrieg hatten es die Ärzte mit vielen Patienten mit seit Langem eiternden Kriegsverletzungen zu tun, nachts wurde mit Stirnlampen operiert, weil es kein Licht gab, Wasser floss nur zeitweise aus den Hähnen. Dazu das tropische Klima, eine wirklich sehr anstrengende Sache. Es gibt Länder, in denen Wolfgang Haller lieber arbeiten würde, etwa in Nepal, wo er auch schon einige Male in Krankenhäusern tätig war. Aber dort werde er eben nicht annähernd so dringend gebraucht wie in Sierra Leone, sagt er: „Man hat wirklich das Gefühl, man macht was, was sonst keiner machen würde.“

    Nähere Informationen über den Verein, seine Einsätze und Spendenmöglichkeiten gibt es im Internet unter www.o-d-w.net.

  • Winter in Russland Kamtschatka kämpft mit Schneemassen Es ist von einer »Schnee-Apokalypse«

    Winter in Russland Kamtschatka kämpft mit Schneemassen Es ist von einer »Schnee-Apokalypse«

    Winter in Russland

    Kamtschatka kämpft mit Schneemassen

    Es ist von einer »Schnee-Apokalypse« die Rede: Auf der russischen Halbinsel Kamtschatka kämpfen die Menschen mit Schneemassen. Es gibt Tote.

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    Schneemassen in Petropawlowsk-Kamtschatski

    Foto: Alexandr Piragis / Sputnik / IMAGO

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    Die Menschen auf der russischen Halbinsel Kamtschatka erleben einen Jahrhundertwinter. Seit Tagen gilt in der Pazifikregion der Ausnahmezustand. Russische Medien berichten von einer »Schnee-Apokalypse« mit eingeschneiten Häusern und Autos, Versorgungsengpässen und auch Opfern. In der Hauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski wurden laut Behörden zwei Männer von Schneemassen, die von Dächern zu Boden krachten, erschlagen.

    Meteorologen sprechen von den schwersten Schneefällen seit etwa 30 Jahren. Binnen weniger Tage fiel so viel Schnee wie sonst in Monaten. Auch Studenten und Soldaten sind im Einsatz, um Menschen in Not zu helfen. Teils sind Bewohner von den Schneemassen eingesperrt gewesen; besonders ältere Menschen konnten sich nicht selbst befreien.Die tagelangen Niederschläge vorige Woche brachten stellenweise mehrere Meter hohe Schneeverwehungen an Häusern, wie Medien berichten und in Videos zeigen. Wissenschaftlern zufolge sind die extremen Bedingungen auf wiederkehrende Zyklone über dem Pazifik zurückzuführen, die große Mengen an Feuchtigkeit mit sich bringen. Durch die kalte Luft und die komplexen geografischen Gegebenheiten Kamtschatkas verwandelt sich diese Feuchtigkeit in reichlich schweren Schnee.

    Lage bleibt angespanntGouverneur Wladimir Solodow hat für diesen Montag eine Krisensitzung angesetzt, weil es immer wieder auch Klagen über Versorgungsengpässe gibt. In seinem Telegram-Kanal zeigt er sich bei einem Besuch in einem Supermarkt. Seit Tagen gebe es vor allem Probleme mit Obst und Gemüse, weil keine Lieferautos fahren könnten oder Gewächshäuser eingeschneit seien, heißt es.

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    »Der vorübergehende Mangel an einigen Waren in einigen Geschäften ist ausschließlich auf den Zustand der Infrastruktur zurückzuführen«, sagt der Gouverneur. Betroffen seien kleine Läden. Sobald die Zufahrten und Eingänge freigeschaufelt seien, seien auch wieder Lieferungen möglich. Die Produktion der Lebensmittel laufe jedenfalls ununterbrochen.

    Die Lage bleibt angespannt, es herrschen tiefe Minustemperaturen. Schulen sind geschlossen und haben teils auf Fernunterricht umgestellt. Räumfahrzeuge fahren rund um die Uhr Einsätze, um die letzten Straßen freizubekommen. Die Stadtverwaltung von Petropawlowsk-Kamtschatski forderte Eltern auf, ihre Kinder nicht auf die Straßen zu lassen. Die Warnung lautet, sie könnten von Schneemassen von Dächern oder riesigen Eiszapfen erschlagen werden. Das Problem gibt es fast überall in Russland. Immer wieder gibt es deshalb Todesfälle.Rekord-Niederschlag auch in MoskauAuch in der Hauptstadt Moskau, die ebenfalls Rekordmengen an Niederschlag verzeichnete, sind Einsatzkräfte auf Dächern unterwegs, um den Schnee wegzuschaufeln. Am 9. Januar sprachen Meteorologen von einem der heftigsten Schneestürme in den vergangenen 146 Jahren der Wetterbeobachtung.

    Für die Schneeräumarbeiten auf den Dächern sind ganze Bürgersteige gesperrt. In der Stadt fahren überall Lastwagen, um die Schneemassen an sichere Orte zu transportieren. Sogar am Roten Platz, dem Machtzentrum des Riesenreichs, türmen sich Berge von Schnee an der Kremlmauer und an der Basiliuskathedrale. Der Abtransport lässt auf sich warten.Entspannung ist nicht in Sicht. Für die kommende Woche kündigen Meteorologen für die Hauptstadt auch noch Temperaturen von um die minus 20 Grad Celsius an.Auch in der von Russland angegriffenen Ukraine leiden die Menschen unter der Kälte. Die Bedingungen werden durch die russischen Angriffe auf die Energieversorgung erschwert.

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  • Schauspielstar Schwerer Sturz – Senta Berger nach Lesung an Oberschenkel operiert Als

    Schauspielstar Schwerer Sturz – Senta Berger nach Lesung an Oberschenkel operiert Als

    Schauspielstar

    Schwerer Sturz – Senta Berger nach Lesung an Oberschenkel operiert

    Als sie einen Soundcheck machen wollte, fiel sie von der Plattform: Senta Berger hat sich bei einer Lesung einen komplizierten Bruch zugezogen. Die 84-Jährige könnte die Premiere ihres neuen Films verpassen.

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    Senta Berger: »Aber sie ist ja eine Kämpferin«

    Foto: Felix Hörhager / dpa

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    Schauspielstar Senta Berger, 84, ist kurz vor einer Lesung in Hamburg schwer gestürzt. Sie habe sich dabei am Freitagnachmittag einen komplizierten Oberschenkelbruch zugezogen und sei operiert worden, bestätigte ihr Sohn, der Filmemacher Simon Verhoeven, der Nachrichtenagentur dpa. »Es geht ihr den Umständen entsprechend gut.« Zuvor hatte die »Bild 

    «-Zeitung über den Unfall der Münchnerin berichtet.

    »Wir werden sehen, wie schnell sie jetzt wieder auf die Beine kommt«, sagte der Regisseur, der gerade in Hamburg ist. Berger war dort mit Friedrich von Thun in der Laeiszhalle für die Lesung »Loriot – Szenen einer Ehe«. Vor ihrem Auftritt wollte sie nach Angaben Verhoevens auf der Bühne einen Soundcheck machen – und fiel dabei von einer Plattform.Filmpremiere Ende Januar in MünchenNun geht es für die 84-Jährige vor allem darum, wieder fit zu werden – nicht leicht für die Schauspielerin, die ab dem 29. Januar wieder im Kino zu sehen ist. Unter der Regie ihres Sohnes spielt sie in der Romanverfilmung »Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke« nach einem Roman von Joachim Meyerhoff. Am 27. Januar wollte Berger eigentlich mit ihrem Sohn auch die Premiere in München feiern.

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    »Natürlich ist sie traurig, auch wegen der vielen anstehenden Termine zu unserem Film, die sie jetzt wohl verpassen wird«, berichtete Verhoeven. »Aber sie ist ja eine Kämpferin und vielleicht kommt sie schneller zurück, als man denkt, wir hoffen es sehr.« Der 53-jährige Regisseur hat nur einen Wunsch: »Die Genesung ist jetzt das Einzige, was zählt«.Berger hatte kürzlich mit der »Süddeutschen Zeitung« über eine andere Seite des Älterwerdens gesprochen. Darüber, wie schwer es sein kann. Berger sagte: »Ich werde ja zum ersten Mal alt. Das ist schwer, das muss ich ja lernen.« Ihr Alter wurde ihr offenbar besonders mit dem Tod ihres Mannes Michael Verhoeven bewusst. Der Regisseur starb 2024 mit 85 Jahren. »Und jetzt, wo mein Mann nicht mehr lebt, bin ich alt. Das weiß ich. Ich bin alt geworden, und jetzt lerne ich es«, sagte Berger. Mehr zu dem Gespräch finden Sie hier.

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    Foto: Privat

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    Die Geschichte hinter dem Bild

    Mein Vater, der Überlebende einer Tragödie

    SPIEGEL-Leserin Monika Mönkemeier lernte ihren Vater mit acht Jahren kennen. Der überlebte eine der großen Schiffskatastrophen des Zweiten Weltkriegs.

    Aufgezeichnet von

    Jonathan Stock

    DER SPIEGEL 3/2026

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  • Wegen Trump Anleiheriese Pimco zieht Geld aus den USA ab Donald Trumps

    Wegen Trump Anleiheriese Pimco zieht Geld aus den USA ab Donald Trumps

    Wegen Trump

    Anleiheriese Pimco zieht Geld aus den USA ab

    Donald Trumps erratische Wirtschaftspolitik hat Folgen: Die Investmentgesellschaft Pimco will Kapital aus den USA verlagern und spricht von einer »unberechenbaren Regierung«.

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    Pimco-Zentrale in Kalifornien: Diversifizierung weg von US-Vermögenswerten

    Foto: Bloomberg / Getty Images

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    Die US-Investmentgesellschaft Pimco verlagert offenbar Kapital aus den USA. Grund ist Donald Trumps »unvorhersehbare« Politik. Das berichtet die »Financial Times« (FT). Pimco ist einer der größten Investoren weltweit.Der Chief Investment Officer von Pimco, Dan Ivascyn, sagte gegenüber der »FT«, dass das Unternehmen seine Portfolios »diversifiziere«, als Grund nannte er die sich rasch ändernden Maßnahmen des US-Präsidenten. Diese hätten zu einer erhöhten Marktvolatilität geführt.

    »Unberechenbare Regierung«»Man muss sich bewusst machen, dass diese Regierung ziemlich unberechenbar ist«, sagte Ivascyn. Pimco befinde sich daher in einer mehrjährigen Phase der Diversifizierung weg von US-Vermögenswerten.Laut der »FT« sind mehrere Führungskräfte der Wall Street wegen der Angriffe von Trump auf die Notenbank Fed besorgt. Die Märkte hatten bislang verhalten reagiert.

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    Von Tim Bartz

    Das Medium zitiert einen leitenden Wall-Street-Händler, der fürchtet, dass Trumps Maßnahmen die Fähigkeit der Fed zur Krisenbewältigung negativ beeinträchtigen.

    Auch Ivascyn äußerte sich ähnlich und sagte der »FT«: »Die Unabhängigkeit der Fed bei der Festlegung der Geldpolitik bleibt für die Märkte von entscheidender Bedeutung.« Eine kurzfristige Zinssenkung würde angesichts drohender hoher Inflation langfristig zu höheren Zinsen führen.Mehr zu Trumps Kampfansage an die Fed lesen Sie hier 

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  • Weihnachten noch auf Platz 3 gefeiert. Im neuen Jahr mit zwei Pleiten

    Weihnachten noch auf Platz 3 gefeiert. Im neuen Jahr mit zwei Pleiten

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    Weihnachten noch auf Platz 3 gefeiert. Im neuen Jahr mit zwei Pleiten einen schlimmen Start hingelegt. Doch die Frage ist: Wieso droht Leverkusen plötzlich in eine Krise zu rutschen? Beim Heim-1:4 gegen Stuttgart und Auswärts-0:1 gegen Hoffenheim wurde offensichtlich, dass Bayer derzeit große Schwierigkeiten in allen Teilen des Teams hat.

    Defensiv extrem anfällig, keine Struktur im Mittelfeld, im Angriff viel zu harmlos. „Fehlende Intensität und Cleverness, von allem etwas zu wenig. Das entspricht nicht unserem Level. Wir müssen schnell sehen, dass wir aus dieser Phase herauskommen“, sagte Malik Tillman (23) nach dem Hoffenheim-Spiel bei Sky.

    Die Gründe für die Schwächeperiode (vier der letzten sechs Bundesliga-Spiele verloren) liegen aber viel tiefer. Kapitän Robert Andrich (31) ließ nach der Niederlage in Sinsheim tief blicken und benannte im ZDF das wahre Bayer-Problem: „Natürlich gibt es Situationen, da müssen wir uns in der Mannschaft klar werden: Was wollen wir spielen – und wie wollen wir die Spiele angehen? Da bringt es nichts, wenn vier Leute das eine spielen und drei Leute das andere. Dann kannst du nichts gewinnen.“

    Das sind brisante Sätze, die fast wie ein Hilferuf klingen. Als würde das Team nicht an einem Strang ziehen oder einem gemeinsamen Plan folgen. Genau an dieser Stelle ist Trainer Kasper Hjulmand (53) gefordert. Der Däne hat im Herbst nach seinem Kaltstart die vielen Scherben, die Kurzzeit-Vorgänger Erik ten Hag (55) hinterließ, zu einer funktionierenden Mannschaft zusammengeführt.

    Trainer Kasper Hjulmand (l./53) gibt Kapitän Andrich Anweisungen

    Trainer Kasper Hjulmand (l./53) gibt Kapitän Andrich Anweisungen

    Hjulmand muss Bayer weiterentwickeln

    Aber dieses Gebilde ist weiterhin sehr zerbrechlich. Jetzt muss Hjulmand zeigen, dass er Bayer auch weiterentwickeln kann. Denn der Klub kann es sich nicht erlauben, die erneute Quali zur Champions League zu verpassen.

    „Wir haben noch gute Möglichkeiten in dieser Saison, es gibt noch viele Spiele. Wir haben auch gute Spiele gespielt und brauchen etwas mehr Stabilität“, meint Hjulmand, der aber auch weiß: „Wir müssen uns verbessern.“ Das Königsklassen-Duell in Piräus (Dienstag, 21 Uhr) wird in vielerlei Hinsicht zum Charaktertest für die Werkself.

  • Berlin – Time to say goodbye! Nach mehr als 30 Jahren auf

    Berlin – Time to say goodbye! Nach mehr als 30 Jahren auf

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    Berlin – Time to say goodbye! Nach mehr als 30 Jahren auf der Bühne mit Hits wie „Wer Liebe lebt“ und „Paris“ verabschiedet sich Schlagerstar Michelle von ihren Fans. An ihrem 54. Geburtstag (15. Februar 2026) gibt Michelle um 19 Uhr in Berlin ihr letztes Konzert. Es ist das Finale ihrer Karriere. Der krönende Abschluss ihrer großen Abschiedstournee „Zum letzten Mal – Die Tournee 2026“.

    Im Rahmen ihrer Tournee gab die Sängerin dann insgesamt 20 Konzerte. Zum Start hatte Michelle die Fans jetzt im niedersächsischen Lingen begeistert. Vom ersten Song „Flutlicht“ an sangen die Konzertbesucher am Abend in der EmslandArena die Lieder mit und sorgten für eine familiäre Abschieds-Atmosphäre.

    „In jeder Stadt wird es eine sehr emotionale Reise, weil es in jeder Stadt für die Menschen das letzte Mal ist“, so Michelle.

    Michelle am Sonntag, 18. Januar in Lingen. Es war das erste Konzert ihrer Tournee

    Michelle nimmt von ihren Fans Abschied. Mitte Februar findet ihr letztes Konzert in Berlin statt

    Das letzte Konzert wird besonders lang

    Wie verabschiedet Michelle sich nach mehr als drei Jahrzehnten? „Wie will man 34 Jahre in zwei Stunden packen? Geht gar nicht“, so Michelle in BILD. Deshalb wird das Konzert in Berlin besonders lang, besonders groß und besonders emotional.

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    Wenn sie im Februar von der Bühne geht, wird aus dem Schlagerstar Michelle wieder Tanja. Denn Tanja Gisela Hewer wurde als Schlagersängerin Michelle zum Star. „Auf der Bühne bin ich Michelle. Geschminkt und in Show-Kleidung. Nur meine Fans nennen mich so“, sagte Michelle im Dezember zur BILD. „Mein Verlobter, meine Töchter, mein Team, sie alle sagen Tanja. Ich drehe mich auch nur um, wenn jemand Tanja ruft.“

    Michelles Verlobter Eric Philippi (29) ist selbst Sänger. Die beiden standen bereits gemeinsam auf der Bühne

    Michelles Verlobter Eric Philippi (29) ist selbst Sänger. Die beiden standen bereits gemeinsam auf der Bühne

    „Michelle“ hat sie stark gemacht, wild und unerschütterlich. Denn in ihrer Kindheit erlebte Tanja viel Gewalt, Missbrauch und Verwahrlosung.

    [–>Michelles ganze Familie beim Abschied dabei

    Mit der Abschiedstournee will sie sich bei ihren Fans bedanken. „Ich möchte die Bühne mit Würde und Herz verlassen.“ Ihre Familie wird dabei sein, die Kinder, ihr Eric. Was dann kommt? „Ich will noch mal was ganz anderes machen. Etwas, das es so noch nicht gibt. Es wird anderen helfen. Es wird Energie brauchen. Meine ganze Liebe, mein ganzes Lachen.“ Nur so viel verrät sie: „Dieses Projekt wird nicht Michelle machen. Sondern Tanja.“