Die Spülmaschine läuft, das Geschirr glänzt – doch beim Öffnen schlägt einem ein übler Geruch entgegen. Ein Problem, das viele Haushalte kennen. Woran liegt das? Und was kann man dagegen tun?
Ein Geschirrspüler reinigt sich beim Spülen zwar selbst, ganz ohne Pflege kommt er aber nicht aus. Essensreste, Fett und Kalk setzen sich mit der Zeit fest. Und das sorgt für Gestank. Darauf weist Aufräum-Coach Esther Lübke vom Team „Ärmel-Hoch“ auf Anfrage von myHOMEBOOK (gehört auch zu Axel Springer) hin.
Darum stinkt die Spülmaschine
„Kalk, Fett- und Speisereste und somit auch diverse Bakterien sammeln sich in schwer zugänglichen Ecken, Rillen und auch im für den Nutzer nicht zugänglichen Innenleben der Maschine“, erklärt Lübke. Was man nicht sieht, riecht man – und genau dort entsteht der unangenehme Geruch.
Bevor man jedoch die Maschine selbst zerlegt, lohnt sich ein Blick daneben und darüber. Oft stammen schlechte Gerüche von falsch gelagerten Lebensmitteln, die neben oder über der Spülmaschine langsam verderben.
Feuchtigkeit sorgt für Keime
Ist das ausgeschlossen, liegt die Ursache meist im Inneren. Nach mehreren Spülgängen härten Ablagerungen aus. In der feucht-warmen Umgebung vermehren sich Keime und Bakterien rasant. Die Folge: faulige Gerüche.
Dagegen helfen klare Routinen bei der Reinigung. Nach jedem Spülgang sollte man prüfen, ob Speisereste in der Maschine oder im Besteckkorb hängen geblieben sind. Diese müssen entfernt werden.
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Regelmäßige Pflege verhindert Gestank
Einmal pro Woche empfiehlt sich die Reinigung von Besteckkorb und Abflusssieb. Auch Auszugsschienen sollten kontrolliert und stehendes Wasser beseitigt werden. Monatlich sind Körbe, Dichtungen und Sprüharme dran.
Alle zwei bis drei Monate sollte der Geschirrspüler leer mit einem speziellen Reiniger oder einem geeigneten Hausmittel laufen. Wenn möglich, bei höchster Temperatur.
„Eine besonders anfällige Stelle für Verschmutzungen und Ablagerungen ist die Bodendichtung der Spülmaschinentür. Diese sollte man besonders beachten, jedoch auch umsichtig reinigen, um die Dichtung auf keinen Fall zu beschädigen!“, rät Esther Lübke.
Hausmittel gegen Mief
Wer auf Hausmittel setzt, greift am besten zu Zitrone oder Natron. Zitronenschalen im Besteckkorb wirken geruchsreduzierend. Ein Spülgang mit Zitronensäure kann Gerüche neutralisieren, wenn man die Dosieranleitung beachtet.
Auch Natron hilft. Zwei Esslöffel in die Maschine streuen, einen Durchlauf starten – fertig.
Von Essig rät die Expertin jedoch ab. Vor allem Essigessenz sei zu aggressiv und könne Gummidichtungen und Kunststoffe angreifen.
So bleibt die Maschine frisch
Damit es gar nicht erst stinkt, sollten Essensreste vor dem Einräumen grob entfernt werden, wenn die Maschine nicht sofort startet. Eco-Programme sparen zwar Energie, arbeiten aber mit niedrigen Temperaturen. Deshalb sollte regelmäßig ein 70-Grad-Gang laufen.
Im Sommer vermehren sich Keime besonders schnell. Esther Lübke empfiehlt dann, lieber öfter zu spülen – auch wenn die Maschine noch nicht voll ist. Außerdem sollten Salz- und Klarspülerstand regelmäßig geprüft werden.
Auch Technik kann schuld sein
Nicht immer ist mangelnde Hygiene der Grund für den Geruch. Auch technische Probleme kommen infrage. Etwa ein falsch angeschlossener Abwasserschlauch.
„Der Abwasserschlauch muss vor dem Siphon angeschlossen werden, sonst läuft das Schmutzwasser zurück in die Maschine. Auch das Abknicken des Abwasserschlauches ist ein Problem“, erklärt Lübke. Dann sammelt sich Restwasser, und Gerüche entstehen trotz sauberer Optik.
Helfen Reinigung und Kontrolle nicht, sollte der Kundendienst eingeschaltet werden. Spätestens dann ist klar: Die Spülmaschine braucht mehr als nur einen Spülgang.

