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Sportlich sind die Skyliners diese Saison mehr als im Soll. Statt gegen den Abstieg kämpfen die Frankfurter in der Easycredit Basketball Bundesliga um die Play-Ins. Dafür mussten der Klub und sein Boss Gunnar Wöbke (59) jetzt aber vor Gericht eine krachende Niederlage einstecken.
Im März 2025 hatte Wöbke Trainer Denis Wucherer (52) fristlos gefeuert. Doch das ließ der Aufstiegs-Coach nicht auf sich sitzen und zog vor Gericht. Mit Erfolg! Das Arbeitsgericht Frankfurt entschied: Die Kündigung war nicht rechtmäßig.
Damit nicht genug: Das Gericht entschied nach Informationen des Hessischen Rundfunks (hr) auch, dass sich Wucherers Vertrag durch den Klassenerhalt automatisch verlängert hat. Konsequenz: Es wird richtig teuer für die Skyliners! Denn laut hr müssen sie Wucherer nicht nur weiter bezahlen, sie schulden ihm auch für die vergangene Saison noch knapp 88.000 Euro!
BBL: Gegen Ex-Trainer! Skyliners Frankfurt verlieren vor Gericht gegen Denis Wucherer
Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Und die Skyliners haben am Montag Berufung eingelegt.
Zur Begründung von Wucherers Rausschmiss hatten die Hessen schwere Geschütze aufgefahren. Laut hr habe man Wucherer vorgeworfen, dass er 1) das Budget für den Kader nicht ausgeschöpft und 2) den Spieler Christoph Philipps (27) entgegen Wöbkes Weisung eingesetzt habe. 3) Habe sich Wucherer in der Öffentlichkeit abfällig über die Skyliners geäußert, 4) intern gelogen, 5) Info an die Presse durchgestochen sowie 6) rassistische Äußerungen getätigt.
Wucherer bestritt sämtliche Vorwürfe – und das Gericht gab ihm in allen wesentlichen Punkten Recht.
In der Urteilsbegründung heißt es u. a., dass die Einsatzzeit von Spielern alleinige Entscheidung des Trainers ist. Zudem konnten Wucherer weder Lügen noch die Weitergabe von Interna nachgewiesen werden. Schließlich hätte der Klub seinen Ex-Coach vor der fristlosen Kündigung zunächst schriftlich abmahnen müssen. Auch in Sachen der automatischen Vertragsverlängerung folgte das Gericht der Auffassung Wucherers, der sich vergangenen September bei RTL vor einem Millionen-Publikum einen Namen als TV-Experte bei der Übertragung der Basketball-EM gemacht hatte.
Nun geht der Streit voraussichtlich in die nächste Instanz.

