Hamburg – Bei der Wahl zur „Mogelpackung des Jahres 2025“ der Verbraucherzentrale Hamburg steht der Sieger des zweifelhaften Preises fest: Es ist die Alpenmilch-Schokolade von Milka! Zwei Drittel aller abgegebenen Stimmen (66,7 Prozent) gingen an die Schokolade von Mondelez. Seit inzwischen zwölf Jahren lässt die Verbraucherzentrale über die größte Mogelpackung abstimmen, doch so groß war der Vorsprung eines Produktes noch nie!
Milka erhöhte Preis um 48 Prozent
Grund für die Wut der Verbraucher: Die 100-Gramm-Packung Milka schrumpfte auf 90 Gramm – und der Preis stieg von 1,49 Euro auf 1,99 Euro, also um 48 Prozent. Laut Verbraucherzentrale ist die Verpackung dabei nahezu gleich geblieben – nur die Dicke der Schokolade ist um einen Millimeter geringer. Für die Verbraucherschützer ist das bereits Irreführung und sie haben Klage gegen Mondelez eingereicht. Im April wird der Fall vor dem Landgericht Bremen verhandelt. Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg: „Die subtile Reduzierung der Füllmenge bei Milka empfinden viele als dreiste Mogelpackung. Das Abstimmungsergebnis ist ein Denkzettel, wie man ihn deutlicher kaum geben kann.“
Das sind die Ergebnisse
Insgesamt registrierte die Verbraucherzentrale Hamburg 77 neue Mogelpackungen im vergangenen Jahr. 28,4 Prozent betrug im Durchschnitt die versteckte Preiserhöhung. Bei der Wahl zur „Mogelpackung des Jahres 2025“ standen schließlich fünf Produkte zur Auswahl, knapp 35.000 Menschen stimmten ab. Hinter Milka auf dem zweiten Platz landete die Käse-Streusel Backmischung von Dr. Oetker mit rund 22 Prozent der Stimmen.
Die Abstimmungsergebnisse:
- Milka-Schokolade von Mondelez: 66,7 %
- Käse-Streusel-Backmischung von Dr. Oetker: 22,1 %
- XXL-Schoko-Hafer-Müsli von Kölln: 5,9 %
- 3in1-Classic-Kaffeesticks von Jacobs: 4,9 %
- Penne Pomodoro Mozzarella von Knorr: 0,4 %
]–>

