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Es war die Szene des Spiels! Deutschland verliert bei der Handball-Europameisterschaft das zweite Gruppenspiel gegen Serbien (27:30), kämpft nun am Montag in der letzten Vorrundenpartie gegen Spanien (20.30 Uhr, ZDF und Dyn) um das Weiterkommen in die Hauptrunde.
Bei der Serben-Pleite schmerzt vor allem eine Szene: Beim Stand von 25:26 wird Juri Knorr (25) in der 58. Minute von Miro Schluroff (25) am Kreis bedient und erzielt den vermeintlichen Ausgleich zum 26:26. Doch der Treffer zählt nicht – denn Bundestrainer Alfred Gíslason (66) nimmt just im Moment des Tores eine Auszeit, drückt dafür auf den Buzzer am Seitenrand.
Tor und Timeout geschehen fast zeitgleich. Die Schiedsrichter überprüfen, ob der Ball schon die Linie überquert hat, als der Isländer den Knopf betätigt. Doch der Treffer zählt nicht.
Nach Spielende erklärt der Coach den Bock: „Ich habe das falsch eingeschätzt. Ich habe nicht gesehen, dass Juri da so durchgeht, sondern hatte eher die Sorge, dass es Stürmerfoul ist. Ich habe gezockt, dass es schlauer wäre, das Timeout zu nehmen. Das geht komplett auf meine Kappe.“
[–>Torwart Andreas Wolff sah es von hinten so: „Das ist ein kleines Glücksspiel, wenn der Ball nicht drin ist, dann ist es der Hero Call. So war der Ball leider drin und es sieht ein bisschen unglücklich aus. Aber ich denke, das ist eine vertretbare Entscheidung von Alfred. Dieses Mal hat es sich leider nicht ausgezahlt, aber im nächsten Spiel könnte es schon sein. Und ja, ich stehe voll hinter der Entscheidung.“
Kapitän Johannes Golla (28): „Ich erkläre es mir so, dass Alfred natürlich die Auszeit nehmen will, bevor das Zeitspiel kommt. Dass Juri dann in dem Moment natürlich auch intuitiv einläuft, das konnte keiner absehen. Es ist ärgerlich. Er hat sich dafür in der Auszeit direkt entschuldigt. Und ja, so hat er auch seinen Fehler gemacht und wir haben auch einige Fehler gemacht.“
Handball-EM: Spanien-Partie wird zum deutschen Endspiel
Im Anschluss an die Buzzer-Szene kann das deutsche Team die Partie nicht mehr umbiegen, verliert nach einer 17:13-Halbzeitführung. Gegen Spanien hat das DHB-Team nun maximalen Erfolgsdruck.
Aber selbst ein Sieg könnte möglicherweise nicht reichen. Sollte Serbien am Montag vorab gegen Österreich (18 Uhr, Dyn) gewinnen, müsste Deutschland Spanien mit drei Toren Unterschied schlagen, um bei der EM weiterzukommen. Ansonsten droht ein blamables Aus …

