Als Reaktion auf das schlechte Abschneiden bei der Pisa-Bildungsstudie führt Bayern zusätzlichen Grundschulunterricht ein. Vorgesehen seien in den nächsten Jahren insgesamt sechs zusätzliche Stunden, teilte das Kultusministerium mit. Vor allem die Fächer Mathematik, Deutsch, Sport und Musik sollten gestärkt werden. Auch neue Planstellen für Lehrerinnen und Lehrer sollten geschaffen werden.
Laut einem Bericht der Augsburger Allgemeinen sollen in den Jahrgangsstufen eins und zwei jeweils eine Stunde, in den Jahrgangsstufen drei und vier jeweils zwei Stunden zusätzlich pro Woche dazukommen. Das Ministerium teilte mit, die genaue Ausgestaltung werde derzeit noch erarbeitet. Die bereits seit Längerem zum kommenden Schuljahr 2027/28 angekündigte Zusatzstunde in Sport für die ersten Klassen zähle aber zu den sechs neuen Stunden hinzu.
Das jüngste Pisa-Bildungsmonitoring attestiert den Schülerinnen und Schülern in Deutschland erhebliche Defizite. So erfüllten große Teile der 15-Jährigen nicht die Mindeststandards in Fächern wie Mathematik, Deutsch und Naturwissenschaften.
Bereits auf vorangegangene schlechte Testergebnisse hatte Bayern reagiert und die Fächer Deutsch und Mathematik in der Grundschule aufgestockt – allerdings zulasten anderer Fächer wie Musik, Kunst oder Englisch.

