Bis zum Frühjahr war Alexander Schweitzer Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Nach der knappen Wahlniederlage der SPD wechselte er an die Spitze der Landtagsfraktion. Er ist einer der fünf Stellvertreter der beiden Parteichefs Lars Klingbeil und Bärbel Bas – und immer wieder im Gespräch, wenn es um eine neue Aufstellung der Partei geht.
DIE ZEIT: Herr Schweitzer, Sie waren gerade beim Labour-Parteitag in Liverpool. Was kann die SPD von der britischen Schwesterpartei und dem neuen Premierminister Andy Burnham lernen?
Alexander Schweitzer: Zentral war das Thema der hohen Lebenshaltungskosten. Burnham hat angekündigt, die Mehrwertsteuer auf Haushaltsstrom zu senken, und Vorschläge für Gesundheit und Pflege gemacht. Die Labour-Partei verbindet solche Alltagsthemen mit dem Versprechen einer starken Wirtschaft und guter Arbeit in allen Regionen. Das ist äußerst sozialdemokratisch – und damit dringt die Labour-Partei bei der Bevölkerung durch.
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Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Wie will Alexander Schweitzer die SPD mit konkreten Alltagsentlastungen wieder stärken?
- Warum setzt Schweitzer trotz Kritik auf Kompromisse in der Koalition statt auf Personaldebatten?

