Zu radikal zum Regieren? Diese Frage steht nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin im Raum. Dabei geht es zum einen um die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne, die Spitzenkandidatin Elif Eralp im Vorfeld der Wahl zur Bedingung für Koalitionsverhandlungen gemacht hat; zum anderen um wiederholte Antisemitismusvorwürfe gegen den umstrittenen Bezirksverband der Partei in Berlin-Neukölln.
Im Zentrum der Debatte: der linke Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak aus Neukölln. Auf einer Wahlparty ließ er sich mit Ibrahim Ibrahim fotografieren, einem Mann, der zum Vorfeld einer palästinensischen Terrororganisation gehören soll. Später tauchten Chats zwischen Koçak und dem Sohn des Clan-Chefs Issa Rammo auf, in denen Koçak dessen Vater »mit Respekt« Grüße ausrichten lässt. Gegen ein weiteres Mitglied – die Aktivistin Hannah Bruns von der Landesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität der Linken in Berlin – wurde nach der Wahl wegen israelfeindlicher Aussagen ein Parteiausschluss beantragt.
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Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Warum steht die Berliner Linke nach ihrem Wahlsieg unter Radikalismusverdacht?
- Welche Politiker der Berliner Linken könnten Kurs und Koalitionen prägen?

