Kürzlich unterhielt ich mich mit meinem Partner über eines
unserer Dauerthemen. Es ging darum, ob wir uns vorstellen können, weiter in der
Berliner Innenstadt zu leben. Vor allem dann, wenn wir irgendwann Kinder haben
werden. Wir fragten uns, ob wir besser in einen Randbezirk ziehen sollten. Mein
Partner sagte ganz beiläufig, während er die Spülmaschine ausräumte: »Oder wir
ziehen nach Breslau.«
Im ersten Moment glaubte ich, nicht richtig gehört zu haben.
Hatte er tatsächlich Breslau gesagt? Die Heimat meiner Eltern im Westen
Polens, vier Autostunden von Berlin entfernt? »Die Schulen wären besser«, fuhr
mein Partner fort. »Und wir hätten die Obdachlosen nicht im Hauseingang.« Er
fing an, die Gläser in den Schrank zu räumen. Nach einer kurzen Pause fügte er
hinzu: »Ich weiß, dass das unrealistisch ist. Aber der Gedanke daran ist
schön.«
Automatische Zusammenfassung
Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Warum erscheint Polen heute selbst für Deutsche als attraktiver Lebensort?
- Was erklärt Polens Aufstieg trotz politischer Spaltung?

