Dieser Artikel stammt aus unserem Ressort X.
Der Wahlkreis Berlin-Neukölln 2
grenzt an das Tempelhofer Feld. Er umfasst die Spätis und Dönerläden an der
Karl-Marx-Straße, die Pfandleiher und Handyläden auf der Hermannstraße, das
Columbiabad, die Hasenheide. Überall hängt dort derzeit Wahlwerbung. Vor
einigen Wochen fallen mir Plakate aus brauner Pappe auf. Sie zeigen kein Foto,
nur ein QR-Code ist zu sehen. Auf der Pappe steht mit Wachsmalstiften
geschrieben: »Gib Thomas Lindlmair deine Erststimme.« Manchmal auch: »Einer wie
du. Menschlich, unabhängig, parteilos.« Dazu ein Daumen-hoch-Emoji. Als ich den
QR-Code scanne, führt er mich zu einer Website, einerwiedu.de, hinter der sicher keine PR-Agentur steckt.
Automatische Zusammenfassung
Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Wer ist Thomas Lindlmair und warum kandidiert der ehemalige Obdachlose in Neukölln?
- Wie verläuft sein improvisierter Wahlkampf zwischen Wohnungsnot, Hoffnung und Rückschlägen?

