Die umliegenden Kreuzberger Cafés schlafen noch, da reißt Werner Graf fröhlich die Tür auf zu der Büroetage im Gentrifizierungshotspot, wo seine Berliner Grünen ihre Büros haben. Wer in Berlin regierender Bürgermeister werden will, braucht den Frühaufsteher Graf.
Der Spitzenkandidat der Grünen für die Abgeordnetenhauswahl am Sonntag ist, wie fast jeden Morgen, seit halb fünf auf den Beinen – wenn er aufwacht, dampft der Kaffee schon in der Kanne, seine Maschine hat einen Timer. Der Tag beginnt dann mit der Abendschau vom Vortag, einem Blick in die Tageszeitungen, dann Sport: Sit-ups, Pull-ups, Push-ups.
Automatische Zusammenfassung
Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Warum droht den Berliner Grünen trotz hoher Erwartungen erneut nur Platz drei?
- Wie versucht Werner Graf, die Grünen im Konkurrenzkampf mit der Linken zu positionieren?

