Es ist schon eine bemerkenswerte Aufholjagd, die Manuela Schwesig kurz vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hinlegt. Noch vor einem Jahr lag ihre SPD in den Umfragen abgeschlagene 19 Prozentpunkte hinter der AfD. Gestern dann zog sie erstmals an ihr vorbei.
So viel ist für den Wahlabend am Sonntag sicher: Es wird eng, auch für andere Parteien. Denn der Zweikampf zwischen Ministerpräsidentin Schwesig und ihrem Herausforderer Leif-Erik Holm konzentriert enorm viele Stimmen auf sich. Die Grünen könnten aus dem Landtag fliegen, selbst die CDU muss bangen.
Warum funktioniert bei Manuela Schwesig, was bei Sven Schulze in Sachsen-Anhalt gescheitert ist? Wäre sie, wie es jetzt aus der SPD heißt, eine geeignete Kanzlerkandidatin? Und was bedeutet diese Polarisierung für das Bundesland? Welche Nebenwirkungen bringt Schwesigs Strategie mit sich?
Diese und weitere Fragen können Sie am Freitag, 18. September, ab 11 Uhr mit Martin Nejezchleba im Kommentarbereich dieses Artikels diskutieren. Nejezchleba ist Redakteur und Reporter im Politikressort der ZEIT, arbeitet vom Leipziger Büro aus und begleitet Manuela Schwesigs Wahlkampf sowie die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Mecklenburg-Vorpommern seit sechs Jahren.

